Vegane Schokolade – Verführung ohne Tierprodukte
Immer noch denken viele Menschen bei "veganer Schokolade" an bittere, harte Schokotafeln. An Schokolade, die man einem Veganer schenkt, wenn einem nichts besseres einfällt.
Zum Glück sind diese Zeiten längst vorbei!
Spätestens seit große Süßwaren-Hersteller wie Lindt, Ritter Sport und Katjes explizit vegane Schokolade in ihr Sortiment aufgenommen haben (und damit werben), ist vegane Schokolade in allen großen Märkten angekommen.
Inzwischen gibt es sogar vegane Pralinen, die international Preise abräumen!
Klar, immer noch enthalten die meisten herkömmlichen Schokoladesorten Milchprodukte (und manchmal auch andere Tierprodukte). Doch wer vegan leben möchte und Schokolade LIEBT, muss heute auf nichts verzichten!
Unterschied zwischen veganer und herkömmlicher Schokolade
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen veganer Schokolade und der klassischen, herkömmlichen Schokolade? Wann ist eine Schokolade vegan?
Der wesentliche Unterschied zwischen veganer Schokolade und herkömmlicher Schokolade liegt darin, dass in der veganen Variante keine Tierprodukte eingesetzt werden.
Vegane Schokolade ist also milchfrei und enthält auch kein Butterreinfett oder Schelllack (ein Produkt aus den Ausscheidungen von Läusen).
Je nach Schokoladensorte können auch andere Tierprodukte verwendet werden, doch Milchprodukte (Milchpulver und Co) sind sicherlich die am häufigsten verwendeten.
Schmeckt vegane Schokolade?
Doch wie lassen sich die Tierprodukte vegan ersetzen? Wie gelingt es den Schoko-Herstellern, dass vegane Schokolade so lecker ist?
Grundsätzlich gelingt Schokolade generell sehr gut ohne Milch. Genauer: Ohne Tierprodukte schmeckt Schokolade durch den höheren Kakao-Anteil mitunter besonders aromatisch und intensiv.
Das Conchieren wird natürlich auch bei der Herstellung guter veganer Schokolade durchgeführt. Dabei wird der Kakao erhitzt und mehrere Tage lang gerührt. Dadurch wird die vegane Schokolade schön cremig und entwickelt das gewünschte Aroma.
Welche Sorten veganer Schokolade gibt es?
Bio-Marken wie iChoc (Vivani) und Rapunzel gehören zu den Pionieren bei der Entwicklung veganer Schokoladen! Große Hersteller wie Lindt, Ritter Sport und Katjes sind aber inzwischen längst auf den Trend aufgesprungen.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass es die beliebtesten Klassiker längst auch in einer veganen Variante gibt.
Vegane Haselnussschokolade? Kein Problem. Vegane helle Schoki? Selbstverständlich! Unglaublich zart schmelzender Nougat mit Schoko-Überzug und ohne Tierprodukte? Gewiss!
Längst gibt es auch vegane Alternativen zu Vollmilch-Schokolade. Die Hersteller setzen hier auf (getrocknete) Pflanzendrinks.
Dazu kommen ausgefallenere Sorten wie Salted Caramel, Schoki mit Keksstückchen und sogar welche mit Salzbrezeln (Chocri).
Selbst im Supermarkt und in Discountern findet man inzwischen vegane Schokolade. (Auch wenn man dazu sagen muss, dass Billig-Schokolade unter Eigenmarke meistens vor allem eines ist: Süß. Ein Blick in das Schokoladen-Regal im Biomarkt lohnt daher!)
Ist dunkle Zartbitterschokolade vegan?
Vor 20 Jahren war Zartbitterschokolade praktisch die einzige Sorte an Schokolade auf dem Markt, die keine Tierprodukte enthielt. Und so werden sich langjährige Veganer mit Grauen an diese Zeiten zurück denken, die ihnen jede Lust auf Zartbitterschokolade vertrieben hat.
Dennoch: Auch wenn die meisten Zartbitterschokoladen vegan sind, gilt das nicht generell. Wir haben auch Zartbitterschokolade mit Tierprodukten gesehen! Wirf daher vor dem Kauf einen Blick auf die Zutatenliste.
Dass eine Schokolade dunkel aussieht bedeutet also nicht, dass sie deshalb zwingend vegan ist. Und: Es gibt längst auch helle Schokoladen.
Wo kann man vegane Schokolade kaufen?
Vegane Schokolade findest du inzwischen eigentlich überall, wo man Lebensmittel einkaufen kann.
Das schönste, leckerste Sortiment findest du unserer Meinung nach in Biomärkten, denn Bio-Hersteller sind echte Pionieren, wenn es um vegane Schokolade geht.
Doch auch im Supermarkt wie Rewe und Edeka findest du vegane Schokolade in allen möglichen Sorten.
Dein Favorit bei den Milchalternativen?
DM und Rossmann haben ebenfalls vegane Schokoladen im Sortiment.
Neu auf Vegpool:
Im Discounter gibt's ebenfalls vegane Schokolade. Bei den Eigenmarken würden wir dir vom Kauf aber eher abraten. Billig-Schokolade schmeckt einfach fast nie. Anders sieht es teilweise bei Markenschokolade aus (z. B. von Veganz), die in manchen Discountern erhältlich ist.
Vegane Schokolade wird häufig aus Bio-Zutaten hergestellt und ist damit deutlich hochqualitativer als die konventionelle "Konkurrenz". Beachte das beim Preisvergleich.
Ist vegane Schokolade teurer?
Vegane Schokolade ist bis heute oft etwas teurer als herkömmliche Sorten. Der "Vegan-Hype" wird von vielen Herstellern genutzt, um ihre veganen Sorten als besonders exklusiv und innovativ zu inszenieren - und dafür einen Aufschlag zu berechnen.
Du findest aber auch sehr gute vegane Bio-Schokolade zu einem Preis von deutlich unter 2 Euro. Und da es sich bei veganer Schokolade um ein reines Genussmittel handelt, können wir uns hier mit gutem Gewissen Geschmack und Qualität gönnen, auch wenn das mal ein paar Cent mehr kostet.
Doch wenn der Preis keine Rolle spielt, dann findest du auch handgeschöpfte und wirklich exquisite Schokoladen-Täfelchen mit Kokosblütenzucker, Gewürzen und allen sonstigen Finessen der veganen Chocolatiers.
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig