Werbeverbote für Fleisch: weitere Stadt (NL) schließt sich an!

Die niederländische Stadt Nimwegen verbietet Werbung für Fleisch im öffentlichen Raum – und setzt sich für eine pflanzliche Proteinwende ein. Das teilte die internationale Kampagne Plant Based Treaty mit. [1]
Plant Based Treaty (etwa "Pflanzenbasierter Vertrag") vereint Städte auf der ganzen Welt in ihrem Bemühen, die Folgen der Tierindustrie für Umwelt und Klima einzudämmen.
Denn: Tierindustrie macht Ressourcen zu Gülle. Waldzerstörung für den Anbau der Futtermittel, Klimafolgen durch den Methan-Ausstoß und der immense Wasserbedarf setzen die Tierindustrie unter großen Druck.
Auch Weltstädte wie Los Angeles, Edinburgh und Belfast stehen hinter der Idee von Plant Based Treaty. Weltweit bereits 37 Städte.
Infolge des Beitritts wird Nimwegen ein Verbot für Fleischprodukte an öffentlichen Orten aussprechen. Fleischprodukte dürfen dann nicht mehr auf Flächen der Stadt beworben werden.
Nimwegen gilt in Europa als besonders nachhaltige Stadt. 2018 übergab die Europäische Kommission sogar eine Auszeichnung als "Grüne Hauptstadt Europas".
Die Stadt stellt sicher, dass Einwohner maximal 300 Meter von Grünflächen entfernt wohnen. 40 % der Schulen in Nimwegen haben einen eigenen Schulgarten.
Auch in Deutschland bemüht sich Plant Based Treaty, erste Städte als Vertragspartner zu gewinnen.
Laut einer Studie von 2022 verursacht allein die deutsche Tierindustrie Umweltschäden in Höhe von 22 Milliarden Euro im Jahr. Doch nicht die Verursacher müssen diese Kosten tragen, sondern die Allgemeinheit. → So viel zahlt jeder Einzelne für die Schäden der Tierindustrie!
Zugleich fließen Milliarden-Gelder an die Tierindustrie. Ein Milchbauer in Deutschland erhält mitunter die Hälfte seines Einkommens direkt aus Subventionen. Auch vegane Steuerzahler müssen mitbezahlen. Nachhaltige Produkte werden vom Staat massiv benachteiligt. Teure und klimaschädliche Erzeugnisse bevorzugt.
Meiung:
Gut möglich, dass die Teilnahme von Nimwegen nur der Anfang einer internationalen Bewegung für eine nachhaltige Ernährungswende ist. Auch deutsche Städte sollten sich anschließen. Schließlich sind wir alle auf Nahrung und Lebensräume angewiesen.
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig