Angriff auf Mahnmal gegen Tierversuche in Hamburg

Unbekannte haben das Mahnmal gegen Tierversuche in Hamburg umgeworfen.
Unbekannte haben das Mahnmal gegen Tierversuche in Hamburg umgeworfen. Bild: SOKO Tierschutz e. V.

Unbekannte haben das Hamburger Mahnmal gegen Tierversuche angegriffen und umgeworfen. Offenbar wurde dabei auch das Fundament mit roher Gewalt zerstört.

Die Bronze-Statue zeigt einen Beagle-Hund, einen Affen, ein Kaninchen und eine Ratte, die - ähnlich wie die Bremer Stadtmusikanten - aufeinander stehen. Tiere, die auch in Deutschland besonders häufig für Tierversuche missbraucht werden.

Das Mahnmal wurde vor wenigen Monaten am Rande der Alster errichtet. Wer es aufgestellt hat, ist unklar.


Die Stadt Hamburg hat im Januar eine vorläufige Sondergenehmigung für die "Hamburger Stadtmusikanten" erteilt, sodass das Mahnmal dort offiziell stehen darf - zumindest bis zum Ende des Jahres.

Der Angriff auf die Statue erfolgte offenbar in der Nacht. Das Kunstwerk wurde von unbekannten Tätern umgeworfen. Nach Angaben der Organisation SOKO Tierschutz wurde dabei auch das Fundament mit roher Gewalt zerstört.

Die Tierschützer beklagen den Angriff auf den Ort der Andacht und Trauer

"Es ist eine Schande, dass Deutschland viele Millionen Tiere in unnötigen und grausamen Tierversuchen opfert. Da braucht es einen Ort, in dem sich das Andenken, die Trauer und das Mitgefühl der Menschen zeigen kann", so Friedrich Mülln von Soko Tierschutz. "Darum sind die Hamburger Stadtmusikanten so wichtig".


Hamburg war immer wieder Zentrum von Protesten gegen Tierversuche in den dortigen Laboratorien. In den letzten Jahren hatten sich die Proteste vor allem auf das Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) konzentriert.

Undercover-Recherchen hatten grauenvolle Bilder von schreienden Affen und blutenden Hunden an die Öffentlichkeit gebracht, die international für Protest sorgten. In Hamburg fand in Folge die weltgrößte Demonstration gegen Tierversuche mit mehr als 10.000 Teilnehmenden statt.

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Mittlerweile werden in dem Labor nach Angaben des Betreibers keine Tierversuche mehr durchgeführt.

Ob es sich bei den Tätern, die das Mahnmal gegen Tierversuche angegriffen haben, um ehemalige Angestellte des Labors handeln könnte, ist unbekannt.

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Kilian Dreißig
KILIAN DREIßIG
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Letzter Beitrag: 14.02.2022, 13:24 Uhr


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Schlagworte: Tierversuche Politisches Tierschutz Protest


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