Vegpool Logo

Vegane Ernährung: Diese 17 Gesundheits-Vorteile solltet ihr kennen!

Gute Beratung bieten Ernährungsmediziner
Gute Beratung bieten Ernährungsmediziner
Bild: Fotolia.com

Eine vegane Lebensweise wird oft als sehr gesund dargestellt. Doch warum eigentlich? Lange galt schließlich das Klischee, dass Veganer eher karge Kost zu sich nehmen und auf Spaß verzichten müssten.

Wir haben 17 kompakte Gründe gesammelt, die zeigen, warum eine vegane Ernährung als besonders gesund gilt – und diese kurz erklärt.

Eine strukturierte Übersicht zu den wichtigsten gesundheitlichen Effekten findet ihr hier: → Vegan für die Gesundheit

#1: Weil rotes und verarbeitetes Fleisch das Krebsrisiko erhöht.
Das hat die IARC (eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)) schon 2015 publiziert. Verarbeitetes Fleisch fällt in die Kategorie 1 („krebserregend“). „Rotes Fleisch“ fällt in Kategorie 2A („wahrscheinlich krebserregend“). [1] Faktencheck: Wie krebserregend ist Fleisch?

#2: Weil Obst und Gemüse eine größere Rolle spielen.
Die WHO nennt einen zu geringen Verzehr von Obst und Gemüse als wichtigen Risikofaktor für chronische Krankheiten, darunter auch bestimmte Krebsarten wie Magen- und Darmkrebs. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 3,9 Millionen Todesfälle pro Jahr darauf zurückzuführen. [2] Viele Deutsche verzehren nicht einmal zwei Portionen Obst und Gemüse am Tag. Empfohlen werden mindestens fünf.

#3: Weil Veganer mehr Ballaststoffe aufnehmen.
Ballaststoffe sind für ein gesundes Verdauungssystem und für die Vorbeugung von Übergewicht höchst wichtig. Veganer essen deutlich mehr Ballaststoffe als Fleischesser. [3] Tierprodukte enthalten gar keine Ballaststoffe.

#4: Weil Veganer mehr sekundäre Pflanzenstoffe aufnehmen.
Und die haben viele gesundheitliche Vorteile, insbesondere bei der Vorbeugung zahlreicher Erkrankungen. [4] Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören Polysaccharide, Polyphenole, Carotinoide, Flavonoide und nicht zuletzt natürliche Phytoöstrogene.

#5: Weil vegane Ernährung seltener zu Übergewicht führt.
Veganer haben laut Studien seltener Übergewicht als Vegetarier und Fleischesser. Übergewicht ist eine der wichtigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und viele andere Erkrankungen. [5] Eine gut geplante, vegane Ernährung hat vielen Menschen geholfen, gesund und langfristig abzunehmen.

#6: Weil vegane Ernährung auf Allergene wie Milch und Eier verzichtet.
Milch und Eier gehören zu den wichtigsten Allergieauslösern. [6] Typisch sind auch Hauterkrankungen wie Akne, deren Zusammenhang mit dem Konsum von Kuhmilch wissenschaftlich bestätigt wurde. [7].

#7: Weil Veganer über die Ernährung fast kein Cholesterin aufnehmen.
Viele Tierprodukte wie z. B. Eier und Fleisch enthalten LDL-Cholesterin, das zur Entstehung von Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen beiträgt. [8] Pflanzen enthalten sehr geringe Spuren Cholesterin, deren Einfluss auf die Blutfettwerte vernachlässigbar ist. [9]

#8: Weil vegane Lebensmittel weniger ungünstige Einflüsse auf den Cholesterinspiegel haben.
Die Aufnahme von Cholesterin aus Nahrungsmitteln spielt selbst nur eine kleine Rolle bei der Entstehung überhöhter Cholesterinwerte. Viel wichtiger ist das Cholesterin, das der Körper selbst bildet – und das durch bestimmte Lebensmittel angetrieben oder gebremst wird. Eine gut geplante pflanzliche Ernährung enthält deutlich weniger Cholesterin-Treiber. Hohe Cholesterinwerte mit veganer Ernährung senken.

#9: Weil vegane Produkte weniger Arachidonsäure enthalten.
Arachidonsäure kommt vor allem in Tierprodukten wie Hühnerfleisch, Schweineschmalz, Eigelb und Thunfisch vor und fördert die Entstehung von entzündlichen Erkrankungen wie z. B. rheumatischer Arthritis. [10] Arachidonsäure in Tierprodukten: Auslöser für Rheuma und Co.?

#10: Weil Veganer ein geringeres Risiko für Salmonellenvergiftungen haben.
Salmonellenvergiftungen rühren fast immer von verdorbenen Tierprodukten her. Diese können auch Erkrankungen wie Typhus, Paratyphus und Darmentzündung auslösen. [11] Wer weniger Kontakt mit Tierprodukten hat, hat weniger Kontakt zu Salmonellen.

#11: Weil Veganer weniger tierische Hormone und Wachstumsfaktoren aufnehmen.
Darunter insulinähnliche Wachstumsfaktoren wie IGF-1, das in Kuhmilchprodukten vorkommt und in Verdacht steht, auch das Wachstum bestimmter Krebsarten zu begünstigen. [12] Faktencheck: Enthält Milch wirklich schädliche Hormone?

#12: Weil Veganer weniger Medikamentenrückstände aus der Tierhaltung aufnehmen.
Immer wieder dieselben Meldungen: Antibiotikarückstände in Tierprodukten. Besonders häufig ist offenbar Geflügelfleisch betroffen. Doch auch das Fleisch anderer Tiere ist oft belastet. [13]

#13: Weil Veganer weniger Kontakt zu resistenten Keimen haben.
Resistente Keime kommen vor allem an zwei Orten vor: in Krankenhäusern und in der Tierhaltung. Eine Infektion mit resistenten Keimen erfolgt oft direkt über Tierprodukte selbst. Bei einer Ökotest-Untersuchung von Geflügelfleisch im Jahr 2025 wurden in der Mehrheit der untersuchten Proben resistente Keime gefunden. Es ist offenbar wahrscheinlicher, ein belastetes Produkt zu kaufen, als ein unbelastetes.

#14: Weil Veganer weniger Schadstoffe aus dem Meer aufnehmen.
Fisch aus Wildfang ist oft stark belastet mit Schwermetallen. [14] Die Zucht in Aquakulturen ist nicht immer besser – hier findet man oft starke Belastungen mit Schadstoffen wie Pestiziden [15].

#15: Weil Veganer weniger Eiter und Kot aufnehmen.
Auch wenn es eklig klingt: Jeder Liter Kuhmilch enthält Spuren von Eiter und Kot. Und mit dem Alter der Milch steigt die Zahl der Keime. Die Details könnt ihr mitsamt externer Quellen im Faktencheck prüfen: Enthält Kuhmilch Eiter?

#16: Weil Veganer kein Nitritpökelsalz aufnehmen.
Dieses wird in Fleisch- und Fischprodukten eingesetzt, um eine rote Farbe zu erzielen und die Haltbarkeit zu verbessern. Bei der Verdauung können sich Nitrosamine bilden, die krebserregend sind.

#17: Weil Veganer genauer hinsehen.
Wer auf seine Ernährung achten möchte, sieht genauer hin. Dadurch erkennt man schneller Inhaltsstoffe, die man einfach nicht in seiner Ernährung haben möchte. Zusätzlich zu den Tierprodukten.


Manchmal werden wir gefragt, ob Veganer nicht theoretisch auch ungesund essen könnten. Z. B., wenn sie nur Chips essen („Puddingveganer“). Das stimmt in der Theorie. Schaut man sich die Studienlage an, so zeigt sich ein Trend: In den meisten Fällen ist der Umstieg auf eine vegane Ernährung eindeutig gesünder. Selbst wenn gelegentlich Fertigprodukte verzehrt werden. Und auch stark verarbeitete Fleischalternativen sind oft gesünder, als man denkt.

Wir haben für euch auch eine Sammlung von Erfahrungsberichten von Menschen, die sich entschieden haben, vegan zu werden. Die meisten Veganer sind ehemalige Fleischesser oder Vegetarier.

Im veganen Forum findet ihr kostenlos Antworten und Alltags-Tipps auf eure Fragen rund um den veganen Ernährungs-Umstieg.

Wir haben den Artikel am 15.4.2026 überarbeitet.

Veröffentlichung:

Autor: Kilian Dreißig

Swetlana A.
5 €
12. Juni
anonym
4 €
12. Juni
Adolf B.
10 €
11. Juni
Rudiger H.
100 €
02. Juni
Angelika D.
50 €
03. Juni
Einfach Gutes tun:
1x per Paypal regelmäßig

Leser, die hinsehen - und handeln

weil wir gemeinsam stärker sind.
Kannst du mehr tun? Nimm jetzt Kontakt auf!
Diskussion im Forum:
Ist vegane Ernährung gesünder? 16 Fakten!
Letzter Beitrag: 07.03.2020 von Smaragdgruen.

Dazu passende Artikel:

Sterben Regenwälder für Tofu und Sojamilch? Die Fakten zum Sojaanbau

Klimafreundliche Lebensmittel erkennen: Die 4 wichtigsten Hebel

Vegan werden: 13 Tipps, die dir den Umstieg leichter machen!

Diese 15 ökologischen Argumente für Veganismus solltest Du kennen