Warum wir GEGEN das Schächten von Tieren sind - und gegen die Schlachtung!

Immer mal wieder fragen uns Leser, ob wir als Redaktion gegen das Schächten sind. Also gegen das Töten von Tieren ohne Betäubung. Ein grausames Verfahren, das in Ländern des Nahen Ostens weitverbreitet ist.
Oft klingt es nicht wie eine Frage, sondern wie ein Vorwurf. Manche unterstellen uns falsche Toleranz gegenüber der Gewalt, die in manchen muslimischen oder jüdischen Gemeinden praktiziert wird.
Für uns klingt der angebliche Einsatz für die Tiere allerdings viel zu oft wie ein Vorwand. Es geht nicht um die Tiere. Es geht darum, Stimmung gegen Ausländer zu machen (und zwar auch gegen Ausländer, die gar nicht schächten).
Doch unser Leitbild ist in dieser Hinsicht klar:
Wir sprechen uns für Demokratie und Menschenrechte aus und grenzen uns gegen menschenfeindliche Ideologien ab. Leitbild Vegpool, Stand 22.10.2025
Trotzdem sind wir gegen das Schächten. Schächten ist eine grausame Art, Tiere zu töten. Wir lehnen das Schächten ab – genauso wie jede andere Tötung von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund.
Ein vernünftiger Grund, ein Tier zu töten, wäre zum Beispiel, wenn man sonst verhungern oder schwer erkranken würde. Wenn ein Tier angreift, oder wenn ein Tier stark leidet und man es erlösen will.
Aus unserer Sicht ist der Verzehr von Fleisch in den Industrieländern grob unvernünftig. Wir werten Fleischesser nicht als Menschen ab (wir waren früher selbst welche). Wir kritisieren die Folgen der Fleischindustrie – und dass wir alle mitbezahlen müssen.
Wir helfen Fleischessern dabei, Fleisch zu reduzieren oder ganz zu meiden.
Die Fleischindustrie schadet der Umwelt und unserer Gesundheit. Verarbeitetes Fleisch ist klar krebserregend. Wir Steuerzahler bezahlen nicht nur Agrar-Subventionen, sondern auch für die Folgen für Umwelt und Gesundheit.
In Mitteleuropa gibt es nur selten einen "vernünftigen Grund", Fleisch zu essen. Und es gibt viele vernünftige Gründe dagegen. Deshalb lehnen wir das Schächten genauso ab wie jede andere Art von Schlachtung.
Wir finden auch: Tierschutz sollte über Religionsfreiheit stehen. Jeder Mensch kann fleischlos oder vegan essen, unabhängig von der Religion. Auch für Milch und Eier werden übrigens Tiere getötet.
Deshalb JA zum Verbot des Schächtens in Deutschland – und des Schlachtens.
Wir berichten nur deshalb so selten über das Schächten, weil es in Europa im Vergleich mit der "normalen" Fleischproduktion sehr wenige Tiere betrifft.
Proteste gegen das Schächten lenken oft davon ab, wie viele Tiere in deutschen Schlachthöfen leiden. Proteste gegen das Schächten werden oft von Ausländerhassern organisiert. Die nutzen angeblichen Tierschutz als Instrument, um Mitstreiter zu gewinnen.
Das ist nicht nur eine Vermutung. Rechte Parteien hetzen tatsächlich routiniert gegen das Schächten – und gleichzeitig gegen Veggie-Days, Tierschützer und Veganer. Das zeigt die wahre Ideologie hinter der angeblichen Kritik am Schächten.
Währenddessen leiden Schweine in deutschen Schlachthöfen. Viele erleiden schwere Panik vor dem Ersticken. Die CO₂-Betäubung ist extrem qualvoll, sagen Experten. Sie ist trotzdem erlaubt – wohl, weil kein Verbraucher das Verfahren zu sehen bekommt.
Schlachthöfe zeigen nicht, was dort passiert. Sie schotten sich ab. Aus nachvollziehbarem Grund. Transparenz zerstört ihr Geschäft.
Wir wollen Menschen dabei helfen, eine Ernährung ohne Tierquälerei zu wählen. Deshalb machen wir bei politischen Ablenkungen nicht mit. Wir setzen uns für echten Tierschutz ein – für alle Tiere.
Unser Nein zum Schächten ist immer auch ein Nein zum Schlachten!
Wir haben den Artikel am 22.10.2025 überarbeitet.
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig


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