Kokoswasser – Erfrischung aus der Kokosnuss

Die klare Flüssigkeit, die sich im Inneren frischer Kokosnüsse sammelt, wird als Kokoswasser bezeichnet. Kokoswasser gilt als gesund, isotonisch, reich an Elektrolyten und Nährstoffen und hat auch bei amerikanischer Prominenz inzwischen einen hohen Stellenwert. Sogar die Sängerin Madonna soll Miteigentümerin einer Kokoswasser-Fabrik sein und stets ein Trinkpäckchen davon mit sich führen. Dementsprechend hip ist Kokoswasser auch in Deutschland geworden. Man erhält das hochgelobte Getränk in Bio- und Supermärkten, oft zu Preisen von über 7 Euro pro Liter.
Doch worum handelt es sich eigentlich genau – und ist Kokoswasser wirklich so besonders?
Kokoswasser: Frisch, keimfrei, isotonisch
Kokoswasser ist nur in frischen, unreifen Kokosnüssen enthalten. Diese haben eine grüne Farbe und unterscheiden sich im Aussehen deutlich von den braun-haarigen, reifen Kokosnüssen. Frische, unreife Kokosnüsse werden schon seit Jahrhunderten in den Anbauländern verwendet, um den Durst zu stillen, denn in vielen Ländern ist frisches Trinkwasser Mangelware.

In Indonesien, Thailand und vielen weiteren, asiatischen Ländern erhält man aufgebohrte Kokosnüsse an fast jeder Straßenecken, die man mit einem Strohhalm genüsslich ausschlürfen kann – am besten am Palmenstrand mit Blick auf's Meer. Eine Kokosnuss kann dabei bis zu etwa einen Liter Flüssigkeit enthalten. Und solange die Kokosnuss geschlossen ist, ist das Kokoswasser keimfrei.
Unterschied zwischen Kokoswasser und Kokosmilch

Kokoswasser unterscheidet sich sowohl im Geschmack, als auch von den Inhaltsstoffen von der Kokosmilch. Während sich Kokoswasser in der Kokosnuss natürlich bildet, wird Kokosmilch aus Wasser und dem Fruchtfleisch reifer und fetthaltiger Kokosnüsse hergestellt. Kokoswasser schmeckt sehr mild, leicht süßlich und etwas sahnig, während Kokosmilch einen ausgeprägten Kokos-Geschmack hat. Viele Menschen, die Kokosprodukte eigentlich nicht mögen, lieben Kokoswasser.
Reich an Mineralstoffen und Spurenelementen
Und Kokoswasser ist eine tolle Sache! Es hat die selbe Tonizität wie menschliches Blut, das bedeutet, dass die Dichte an Nährstoffen denen im Blut entspricht. Entsprechend wird es von Herstellern als „isotonisches“ Getränk beworben. Viele isotonische Getränke werden sonst künstlich zusammengesetzt. Außerdem enthält das Wasser der Kokosnuss die Mineralstoffe Magnesium, Natrium und Kalium, so dass es sich besonders gut auch als Durstlöscher nach dem Sport eignet. Als Milchalternative ist Kokoswasser übrigens nicht geeignet, da es sich geschmacklich und optisch deutlich unterscheidet. Es sollte lieber direkt getrunken werden.
Kokoswasser kann direkt, aber auch als Konzentrat importiert werden. Mit dem Kauf von fair gehandelten Bio-Produkten kann man Einfluss auf die Produktionsbedingungen vor Ort nehmen.
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig