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Kaliumsalz: Diese Vor- und Nachteile müsst ihr kennen!

Kaliumsalz kann eine Alternative zu Kochsalz sein - hat aber auch Nachteile. Bild: nicoletaionescu / Adobe Stock

Kaliumsalz wird oft als Alternative zu Kochsalz verwendet. Doch es hat auch Nachteile!

In diesem Artikel stellen wir Kaliumsalz mit Vor- und Nachteilen vor.

In Deutschland hat jeder dritte Erwachsene einen erhöhten Blutdruck. Das steigert wiederum das Risiko für Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer viel Kochsalz isst, hat daher ein größeres Risiko für schwere Erkrankungen!

Deshalb greifen immer mehr Menschen zu Salz-Alternativen. Genauer: zu Kaliumsalz.


Chemie-Füchse haben recht: Kaliumsalz ist chemisch betrachtet ebenfalls ein Salz. Nur eben kein Natriumsalz (Natriumchlorid). Und darum geht’s. Denn zu viel Natrium kann den Blutdruck steigern. Wenn wir also von einer "Salz-Alternative" sprechen, dann ist die Alternative zu Kochsalz gemeint.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen fordern viele Menschenleben. Bild: Rido / Adobe Stock

Kaliumsalz als Alternative zu Kochsalz?

Kaliumsalz wird als Alternative zu Kochsalz verwendet. Es hilft dabei, den Gehalt von Natrium in der Ernährung zu verringern. Die Wirkung basiert auf mehreren Mechanismen:

  • Kalium hat eine gefäßerweiternde Wirkung (Vasodilatation), dadurch kann es helfen, den Blutdruck zu senken
  • Kalium fördert die Ausscheidung von Natrium über die Nieren (natriuretische Wirkung). Es trägt also dazu bei, den Blutdruck-Erhöher Natrium auszuscheiden.

Wenn ihr eure Natriumaufnahme verringern wollt, könnt ihr zu Kaliumsalz statt Kochsalz greifen. Allerdings hat es eine leicht bittere Note, die nicht jedem schmeckt. Manche empfinden das als Nachteil.


Wenn einem Kaliumsalz nicht schmeckt, kann es helfen, Salz langsam "auszuschleichen", indem man die Mengen an Kochsalz langsam reduziert und z. B. durch Gewürze kompensiert (auch hierzu gibt es spezielle Würzprodukte).

Manche ersetzen Kochsalz nicht komplett, sondern mischen es mit Kaliumsalz, um den Geschmack zu verbessern. Auch im Handel findet ihr Mischungen aus Kochsalz und Kaliumsalz. Selbst mischen kann Geld sparen!

Kaliumsalz ist eine Alternative zu herkömmlichem Kochsalz. Bild: Daniel Täger / Adobe Stock

Wo Kaliumsalz kaufen?

Ihr findet Kaliumsalz (Kaliumchlorid) z. B. im gut sortierten Fachhandel, in Drogerien und im Onlinehandel. Teilweise wird es auch als "Blutdrucksalz" oder "Kochsalzersatz" bezeichnet. Als Lebensmittelzutat trägt es die E-Nummer E 508.

Wichtig: Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel oder homöopathische Präparate mit Kalium. Diese sind nicht als Salzalternativen gedacht. Achtet in der Produktbeschreibung darauf, dass es sich um eine Alternative für Kochsalz handelt.

Wenn ihr erhöhten Blutdruck habt, sprecht mit eurem Arzt darüber, ob ein Umstieg auf Kaliumsalz sinnvoll ist. Gegebenenfalls wird der Arzt die Menge der Medikamente anpassen. Nicht in jedem Fall ist der Umstieg auf Kaliumsalz sinnvoll. Manchmal kann es auch die wahre Ursache für erhöhten Blutdruck verschleiern.
Kaliumsalz hilft, die Aufnahme von Natrium zu verringern, ohne alle Gewohnheiten zu verändern. Bild: Drazen / Adobe Stock

Kaliumsalz und pflanzenbasierte Ernährung kombinieren

Eine deutlich pflanzenbasierte Ernährung kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken (und auch das Krebsrisiko senken). Denn: Nicht nur Salz gehört zu den Risikofaktoren, sondern auch ein hoher Konsum von Fleisch, Milch und Eiern.

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Viele Sorten Obst und Gemüse enthalten von Natur aus viel Kalium und können daher die Gesundheit fördern. Auch wenn Bluthochdruck nicht immer rein an der Ernährung liegt (sondern im Alter allgemein zunimmt), kann eine gesunde Ernährung dazu beitragen, das Risiko nicht weiter zu erhöhen.

Kleine Überarbeitung am 2.3.2025

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Diskussion im Forum:
Mit Kaliumsalz Kochsalz reduzieren?
Letzter Beitrag: 26. Feb. von Kiebitz22.

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