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Wie gesund ist vegane Ernährung wirklich?

Erstellt 08.11.2023, von kilian. Kategorie: Gesund vegan leben. 34 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.131 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
Wie gesund ist vegane Ernährung wirklich?
08.11.2023
Wie gesund ist es, vegan zu essen?

Der Artikel hat ein Update erhalten!
https://vegpool.de/magazin/ist-vegane-ernaehrung-gesund.html

Die wichtigste Erkenntnis: Von mehr pflanzlichen Lebensmitteln profitieren die meisten Menschen. Ob man gleich 100% vegan lebt - oder sich vielleicht eher den 90% annähert -, scheint da gar keinen sooo großen Unterschied zu machen.

Benutzerbild von METTA
vegan5.325 Postsweiblich ObertshausenLevel 3
10.11.2023
Wenn man/frau sich vollwertig ernährt , sich ausreichend bewegt und kein sogenannter "Pudding"veganer ist,
dann ist die vegane Ernährung m.E. gesünder!

Benutzerbild von Dana
vegan5.227 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
11.11.2023
Ich habe mich in letzter Zeit wirklich viel damit beschäftigt und so pauschal würde ich nicht sagen, dass vegan gesünder oder ungesünder ist. Es kommt wirklich auf den einzelnen Menschen an. Ich habe z. B. an meinem Gen-Test gesehen, dass ich bei einigen Nährstoffen erheblich Konvertationsprobleme habe (u. a. Vitamin D und B (alle Formen)) und außerdem dass ich Gluten schlecht vertrage. Es ist m E. sowieso falsch zu denken, dass eine Diät/Ernährungsweise besser ist als die andere. Ich kenne z. B. jemanden, der kann aufgrund seiner genetischen Präpositionen nicht vegan leben. Sie hat massive Probleme mit Hülsenfrüchten und Gluten und da wird eine vegane Ernährung unmöglich. Für mich ist vegan okay, aber ich muss schon sagen, dass ich aufgrund meiner ausführlichen und umfangreichen Blut- und Urintests, weiß, wo ich Mängel habe (und die habe ich jedesmal woanders) und da entsprechend gegensteuern kann. Interessanterweise habe ich genau bei den Nährstoffen Mängel, die auch Niko Rittenau in letzter Zeit erwähnt (Cholin, Arachidonsäure, Taurin, Creatin).

1x bearbeitet

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Unbekannt
15.11.2023
Vegan ist die gesündeste Ernährung. Natürlich und naturbelassen versteht sich. Industriezucker, Fett. etc.,pp. ...klar wissen wir alles. Ist zahlreich bewiesen wurden, und ja auch in der Praxis. Und das es ohne Gluten und Hülsenfrüchte unmöglich ist, ist einfach schlichtweg nicht richtig.

Benutzerbild von Libio
vegan2.215 PostsweiblichBERLINLevel 4
16.11.2023
Zitat patrick1703:
Vegan ist die gesündeste Ernährung. Natürlich und naturbelassen versteht sich.


Nein, das stimmt so nicht. Vegan ist nicht per se die gesündeste Ernährung. Es gibt mehrere Arten, sich gesund zu ernähren.
Und was sollen naturbelassene und natürliche Lebensmittel sein?
Klopfst du die Samen aus Gras oder hast du Zugang zum Urkohl? Oder die kleinen sauren Beeren, aus denen Äpfel gezüchtet wurden? Trinkst Wasser direkt aus einer Quelle?



1x bearbeitet

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Unbekannt
16.11.2023
ok sehe ich alles ein...doch für mich, der Umwelt, den Tieren ist vegan nunmal das nonplusultra...und es gibt Leute die sagen das es genug Studien gibt die das auch beweisen...hm kenne keine einzige davon, doch Ernst Walter Henrich hat ein Buch dazu geschrieben, hab ich noch nicht gelesen...und wenn ich mir die Seite "CareElite" von Christoph Schulz ansehe...i love it
ich möchte nicht mehr tauschen, ich liebe es zu fühlen...und so großartig wie ich (mich) fühle, so soll es bleiben...danke an alle die sich die Mühe machten und machen, damit ich so vieles schönes erfahren durfte und darf...

Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan8.131 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
30.09.2025
Der Artikel hat eine Überarbeitung erhalten (Krebsrisiko von Fleisch und weitere Teile):
https://vegpool.de/magazin/ist-vegane-ernaehrung-gesund.html

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JackyRyan
05.10.2025
Das ist natürlich ein pro-vegan Artikel und auch gut und richtig, weil sonst würden vegan-Einsteiger gleich wieder misstrauisch und kehren dem Thema den Rücken.

Das Gesundheitsthema ist bei weitem komplexer als es der Artikel darstellt und die genannten Punkte stimmen auch weitestgehend, dennoch meiner Meinung etwas einseitig beleuchtet. Insbesondere
→ Pflanzliche Fleischalternativen sind gesünder als man denkt. Clevere Entscheidung!
würde ich so nicht unterstreichen. Denn wie der darin verlinkte weitere Artikel zeigt, muss man sehr differenzieren. In den allermeisten Alternativen stecken doch immer noch ein Haufen Zutaten, die man kaum aussprechen kann, viel zu viel Fett (auch unvorteilhaftes Sonnenblumenöl) und Salz und die Proteinart hochverarbeitet durch Extruder gepresst etc. Klar sind hier Tofu und Tempeh im Vorteil, aber der Umsteiger möchte halt gerne die 1:1 gleichwertige einfache Alternative und bei Tofu muss man ein klein wenig braten oder backen können.

Als wir letztens mit der Familie unterwegs waren aß ich ein Stück vegane Schokotorte, andere am Tisch z.B. Flammkuchen mit regionalem Fisch (+Zwiebeln etc.) belegt und ich muss sagen, der Flammkuchen wäre vermutlich 100mal gesünder gewesen, aber nicht vegan. Das hat mich danach ziemlich genervt.
Nach über 10 Jahren vegan weiß ich wie ungesund Untergewicht ist und auch wie wichtig die kritischen Nährstoffe sind. Nach einem Knochenbruch wurde mir bewusst, dass es gar nicht selbstverständlich ist ganz "einfach" den Kalziumbedarf zu decken. Nach etwas schlechten Schildrüsenwerten wurde mir klar, dass ich seit langer Zeit kein Jodsalz mehr benutzte, weil die Sachen bereits alle gesalzen waren, nur halt ohne Jodzusatz. Beim Selen hofft man, dass die Menge von 2 Paranüssen stimmt. Ein teilweise hoher Obstkonsum (ja, das kann auch ein nicht-Veganer machen) führte wahrscheinlich nicht nur zu einem grenzwertigen Diabetes-Marker im Blut, sondern die Säure hat auch massiv meinen Zähnen geschadet. Mit bestimmten Tricks hätte man das vermeiden können, aber am Anfang einer vegan-Phase macht man sich doch darüber keine Gedanken.
Hinterher ist man immer schlauer. NEMs zu nehmen, d.h. optisch gesehen jeden Tag Tabletten zu schlucken, wäre für mich tatsächlich ein Argument das Vegansein aufzugeben. Ich hoffe es renkt sich alles wieder ein. Trotzdem gibt es noch viel mehr, was im Artikel nicht zur Sprache kommt, z.B. wie es mit den semi-essentiellen Nährstoffen wie Carninutriens (Cholin etc.) ist. Wir haben noch keine Erfahrung über mehrere Generationen komplett vegan, ob das funktioniert.

Weil sich der Artikel etwas einseitig liest, musste ich das loswerden und hoffe natürlich, dass zukünftig z.B. durch Anreicherung der Alternativen und nicht mehr notwendige NEMs das Thema Nährstoffe besser funktioniert.

Benutzerbild von Libio
vegan2.215 PostsweiblichBERLINLevel 4
05.10.2025
Stimmt, es ist Ernährungswissen erforderlich, um sich vollwertig zu ernähren, egal ob vegan oder nicht.

Dass zum Beispiel Sonnenblumenöl ungünstiger ist, als zb. Leinöl oder Olivenöl mag ja sein, aber günstiger als Butter oder Schmalz ist es trotzdem. Diese pauschalen Aussagen sind wegen ihrer Vereinfachung aus meiner Sicht falsch. Es gibt viele Öle und die Kombination machts.


Dass jemand Nahrungsergänzungsmittel nehmen muss aus medizinischer Sicht, ist auch unabhängig von der Ernährungsform.


Es ist ja auch so, dass so gut wie niemand von Kindheit an gelernt hat, wie vegane Ernährung vollwertig geht. Nicht alle, aber ein paar Menschen mehr, wissen wahrscheinlich wie vollwertige vegetarische oder omnivore Ernährung funktioniert.

Viele Fleischesser nehmen dafür zu wenige Ballststoffe auf und bekommen Probleme. B12-Mangel haben auch fast die Hälfte der über 70jährigen Fleischesser oder Menschen nach Narkosen, usw., die wissen es vielleicht bloß nicht.

Das mit den Zähnen hatte ich schon vor vielen Jahren, als ich noch gemischt gegessen habe, denn ich esse extrem gern und viel Orangen. Das ist schon vor meinem Veganismus so gewesen. Mein Zahnarzt riet mir vor 20 Jahren, ab und zu nach Orangengenuss mit Wasser zu spülen und fragte mich nach meinem zweitliebsten Obst. Melone. (Was botanisch ein Gemüse ist). Und sagte, Melone ist besser für die Zähne, wenn ich will, kann ich öfter mal mein zweitliebstes essen. Hab den ärztlichen Rat befolgt und das war gut.

Ich hoffe und wünsche dir, dass alles wieder in Ordnung kommt und du auch hilfreiche Tipps von deinen Ärzten bekommst.



2x bearbeitet

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JackyRyan
05.10.2025
Keine Ahnung ob nur ich das vegane Gesundheitsthema so kritisch sehe oder Probleme habe. Man kommt halt nicht drum rum sich mit B12, Selen, D3 und auch Jod, Kalzium zu beschäftigen und das stresst etwas. Ein Multipräparat finde ich übertrieben und auch überteuert. Also gezielter aber aufwendiger und sich anfreunden mit dem Tablettenschlucken.
ChatGPT schreibt als Englisch-Leser-Zusammenfasser z.B. wegen dem Artikel
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/nbu.12717
dass Paranüsse keine echte langfristige Lösung sind und empfiehlt eher 1-2 pro Woche und dann wird man nicht drum-rum kommen auch 2-3mal pro Woche ein Selenpräparat zu nehmen. Eine bessere und gesündere Lösung wird's wohl kaum geben.
Immerhin kann mir die KI gut erklären, wie man damit klar kommt, als gesunder Mensch sozusagen Tabletten schlucken zu müssen und das aushält 😁

Wegen dem Obst war's bei mir so: Ich kann mich einfach dafür begeistern und in Hotel-Buffets kaum aufhören. Wenn danach die Zähne super-sensibel sind ist klar, das war zu viel und ich hatte sowas schon ziemlich oft im Leben. Später kam hier ein Fairteiler dazu und das war sozusagen das Schlaraffenland. Ich hatte zeitweise ganze Kisten mit Orangen und Clementinen und spätestens bei den Grapfruits oder Ananas und auch Zitronen im Smoothie war dann auch klar, dass es zu viel ist, weil man sich kaum noch die Zähne putzen kann. Selbst beim Häuten von unzähligen Tomaten und nebenbei probieren tritt das ein.
Klar kann das auch nicht-veganer treffen, aber Obst kommt als vegan-lebender mehr in den Vordergrund.
Wenn ich das mal vorher gewusst hätte... vor allem was so ein Zahnarzt kosten kann.
Ja Melonen sind säureärmer, da gibt's Tabellen (Banane dürfte ganz vorne stehen), aber es nervt, weil der Schaden schon da ist und man das Gefühl hat alles falsch gemacht zu haben.
Aber solange man Tierethisch-motiviert ist, glaube ich bleibt man dabei.

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