Umfrage: Vegan-Umsteiger vermissen Eier mehr als Fleisch

Eine Umfrage der Organisation Veganuary zeigt: Vegan-Umsteiger vermissen Eier und Käse während ihres Umstiegs am meisten.
Gut verfügbare und preiswerte pflanzliche Alternativprodukte zu Käse und Eiern könnten ein echter Gamechanger werden! Gute Nachrichten für Hersteller, die sich hier eine lukrative Nische sichern können.
Die meisten Menschen entscheiden sich für eine vegane Ernährung, weil sie eine unfaire Behandlung von Tieren ablehnen. Nach dem Tierschutz steht der Wunsch, gesünder und umweltfreundlicher zu leben. → Die wichtigsten Gründe, vegan zu leben.
Ekel vor Tierprodukten oder geschmackliche Ablehnung spielt selten eine Rolle. Die meisten Umsteiger wollen also nicht auf Geschmack verzichten, sondern auf die Nachteile von Tierprodukten.
Vegane Alternativprodukte werden daher besonders während der Umsteigephase gern angenommen. Sie verbinden den gewohnten Geschmack mit den Vorteilen einer pflanzlichen Ernährung. → Daher kommt der Boom der Fleischalternativen!
Umsteigern fehlt das Wissen über die Verfügbarkeit veganer Alternativen
Die Ergebnisse der (nicht repräsentativen) Veganuary-Umfrage legen jedoch die Vermutung nahe, dass den Befragten nicht bekannt war, wie viele hoch entwickelte Alternativen es bei Käse bereits gibt.
So gibt es etwa vegane Käse-Alternativen, die schmelzen und Fäden ziehen. Und die Hersteller entwickeln ihre Produkte laufend weiter.
Bei den veganen Ei-Alternativen ist die Auswahl an Fertigprodukten bisher nicht ganz so groß.
Es ist zwar leicht, Eier beim Kochen und Backen zu ersetzen. Doch veganes Spiegelei oder hart gekochte "vegane Eier" konnten sich bisher nicht behaupten. Wohl auch wegen des hohen Preises und der geringen Verfügbarkeit.
Bei gleichem Preis bevorzugen Verbraucher pflanzliche Produkte
Die meisten Verbraucher orientieren sich am Preis. Sind pflanzliche Produkte gleich teuer wie Tierprodukte, greifen Verbraucher eher zu den Pflanzlichen.

Ein Beispiel lieferte laut Veganuary die amerikanische Ei-Alternative "Just Egg". Als die Preise für Eier in Amerika zuletzt stark anstiegen, kam die Marke mit der Produktion kaum nach.
Bei Butter konnte man in Deutschland einen ähnlichen Effekt beobachten. Steigen die Butterpreise, greifen immer mehr Verbraucher zu pflanzlichen Alternativen. Das spart bis zu 88 Euro pro Jahr!
Umso wichtiger ist es, diese Hintergründe bekannter zu machen. Es reicht nicht nur, dass vegane Alternativen zu Käse und Eiern existieren – die Verbraucher müssen auch davon erfahren!
Meinung:
Die Umfrage vom Veganuary zeigt, wie wichtig es ist, für faire Marktbedingungen zu sorgen. Damit gesündere Produkte, die die Umwelt schützen, nicht künstlich benachteiligt werden.
Verbraucher müssen erfahren, dass Tierprodukte nur so billig sind, weil sie aus Steuergeldern bevorzugt werden. Auch Veganer werden dadurch gezwungen, für die Produktion von Milch, Eiern und Fleisch zu bezahlen.
Manch ein Milchbauer erhält sein halbes Einkommen aus Subventionen! Klar, dass ein Hersteller von Hafermilch da nicht mithalten kann. Die Subventionen verzerren den Markt.
Und: Tierhaltung wandelt Ressourcen zu Gülle um. Sie benötigt zu viele Anbauflächen für Futter und zu viel Wasser. Der Zusammenbruch der Tierindustrie in ihrer heutigen Form ist nur eine Frage der Zeit.
Zugleich verursacht allein die deutsche Tierindustrie Umweltschäden in Höhe von 22 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Kosten tragen nicht die Verursacher – sondern die Allgemeinheit.
Auf Vegpool.de vertreten wir eine entspannte vegane Ernährung nach dem Pareto-Prinzip. Hierbei geht es um den Fokus auf das Einfache. Denn die wichtigsten Schritte sind leichter, als man denkt. → Veganer werden – die wichtigsten Tipps zum Einstieg.
Veröffentlichung: