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Stopfleber: Verkäufer muss 500 Euro wegen Tierschutz-Verstoß zahlen

Der Verkauf von Stopfleber kommt Händler teuer zu stehen. Bild: pixabay.com

Weil er Stopfleber aus extremer Tierquälerei verkauft hat, muss der Geschäftsführer eines deutschen Unternehmens ein Bußgeld von 500 Euro an einen Tierschutzverein zahlen. Das hat die Staatsanwaltschaft Koblenz im Dezember entschieden.

Der Händler hatte sich auf Aufforderung von Tierschützern offenbar zunächst geweigert, Stopfleber (Foie Gras) aus dem Sortiment zu nehmen. Dabei ist die Produktion von Stopfleber in Deutschland seit Jahren verboten - wegen der extremen Tierquälerei an Enten und Gänsen, die dahinter steht.

Die Tierschutzorganisation PETA begrüßt die Entscheidung der Staatsanwaltschaft und sieht sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass nicht nur die Produktion des Tierqualprodukts in Deutschland verboten ist, sondern auch der Verkauf strafrechtlich relevant sein kann. Die Organisation hatte den Verkauf zur Anzeige gebracht.

Gleichzeitig dürfte die Entscheidung eine Signalwirkung für weitere Händler haben, die immer noch Foie Gras verkaufen.

"Wir sehen diese Entscheidung als einen wichtigen Präzedenzfall, der auch in Zukunft und europaweit dazu beitragen wird, den schrecklichen Tiermissbrauch in der Stopfleberproduktion zu unterbinden", so PETA-Fachreferentin Dr. Tanja Breining.

Unsere Meinung:
Foie Gras ist eines dieser Produkte, das wohl nur Menschen kaufen, die unter massiver Wohlstandsverwahrlosung leiden.

Das faktische Verbot von Stopfleber trifft also gerade die, denen Tierwohl am allermeisten egal ist. Und das ist gut so.

Denn wenn Appelle an Mitgefühl nichts fruchten, wenn systematisch Tierschutz untergraben wird, dann müssen Bußgelder her.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Koblenz ist daher ein gutes Signal in einer Zeit, in der das Wohl von Tieren noch viel zu oft ignoriert wird.

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500 Euro Strafe wegen Verkauf von Stopfleber
Letzter Beitrag: 04.01.2023, von Cumina2.

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AUTOR: KILIAN DREIßIG
Vegane Lebensweise vereint Klimaschutz, Tierschutz und Lebensqualität. Gründe genug, mich als Journalist damit zu beschäftigen.

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