Burger King Werbekampagne: Witzig oder enttäuschend? [Kommentar]

Das ist eine echte Oprah Winfrey - aber nicht die weltberühmte Moderatorin.
Das ist eine echte Oprah Winfrey - aber nicht die weltberühmte Moderatorin. Bild: BURGER KING Deutschland GmbH (Ausschnitt)

Die Fast-Food-Kette Burger King hat eine Werbekampagne gestartet, um noch mehr Aufmerksamkeit für ihre "Plant-Based"-Produkte zu bekommen.

In der Kampagne kommen unter anderem Michael Jordan, Steffi Graf, Oprah Winfrey und Julia Roberts zu Wort. Die Sache hat nur einen Haken: Es sind nicht die Promis, an die ihr vielleicht sofort denkt. Nicht der Basketballer, nicht die Tennisspielerin, nicht die Talkshow-Moderatorin und auch nicht die Schauspielerin.


Es sind andere Menschen, die aber dieselben Namen wie die bekannten Promis tragen.

Der Aussage der Kampagne: Es besteht Verwechslungsgefahr. Nicht nur bei diesen Menschen, sondern auch zwischen herkömmlichen und plant-based Produkten bei Burger King.

Und das ist zwar irgendwie so ganz witzig, hat aber auch einen Haken.

Schon klar: Pflanzliche Fleischalternativen haben gegenüber Fleischprodukten echte Vorteile. Sie liefern den Geschmack, den man haben will, und lassen das weg, was Mist ist.


Wer also den gewohnten Geschmack von Fleisch mag, nicht aber die Folgen für Gesundheit, Bauchfett und Herz-Kreislauf-System, der greift besser zu pflanzlichen Produkten. Auch fürs Klima und für die Tiere sind vegane Produkte besser. Deshalb essen Veganer so gerne Fleischersatz.

Daher ist es cool, dass Burger King hier noch mal ne einen Zahn zulegt!

Aber irgendwie hat diese Werbekampagne dann doch auch eine fragwürdige Komponente. Es werden schließlich Erwartungen enttäuscht, wenn man den Michael Jordan erwartet, aber nur einen Michael Jordan zu sehen bekommt (nichts gegen den ganz normalen Michael).


Denn das ist ja das Kernelement der Kampagne... dass auf Erwartungen angespielt wird und es dann zu Verwechslungen kommt.

Aber auch zu Enttäuschungen.

Denn wenn man als Fan einen berühmten Welt-Basketballspieler erwartet, und einen deutschen Labor-Chef "bekommt", dann ist halt nicht ganz klar, ob das nun eigentlich lustig oder enttäuschend ist.

Und das entspricht dann eigentlich gar nicht mehr dem, wofür pflanzliche Alternativen stehen. Sie sollen schließlich Genuss mit gutem weniger schlechtem Gewissen bieten.


Menschen entscheiden sich zudem bewusst für die Alternative - und gerade nicht aus Gründen einer Verwechslung.

Wie seht ihr das? Schreibt eure Meinung im Forum nieder und lasst andere Leserinnen und Leser daran teilhaben!

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Autor: Kilian Dreißig
Veröffentlichung:

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Burger-King Werbekampagne: "Verwechlungsgefahr"
(4 Antworten)
Letzter Beitrag: 18.02.2022, 09:27 Uhr



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Schlagworte: Burger King Kommentare vegan Fast Food
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