Vegan leben in der Schwangerschaft

Wenn man wie ich, als Vollblutveganerin, allgemein bekannt macht und verkündet, dass man schwanger ist, kann man nach der Beglückwünschung auf jeden Fall damit rechnen, dass Fragen kommen, die sich auf die Ernährung während und nach der Schwangerschaft beziehen.
Grundsätzlich gehen die Empfehlungen aus ärztlicher Sicht an alle Schwangeren, sich gesund und ausgewogen, eher mit pflanzlichen Lebensmitteln, zu ernähren. Vom Verzehr roher, tierischer Produkte in der Schwangerschaft wird strikt abgeraten, da diese Lebensmittel für das Ungeborene zu gefährlichen Infektionskrankheiten führen können. Was dies angeht, erntete ich jedes Mal Respekt, dass ich mich schon von vorn herein aus Überzeugung vegan ernähre und es daher ja keine Umstellung für mich ist.
Schwangerschaft? Ich bleibe vegan!
Vegan bleibe ich auch während der Schwangerschaft. Dann kommt meist die Frage welche außergewöhnlichen Gelüste ernährungstechnisch bei mir aufkommen und was ich überhaupt so esse, was vegan ist, um alle Nährstoffe während der Schwangerschaft zu bekommen. Die Frage kann ich dann meistens ausnutzen, um den Fragesteller dazu anzuregen, vielleicht auch mal ein Lebensmittel zu probieren, das vegan ist.

Mein Schwangerschaftsgelüst-Lebensmittel ist nämlich Eis. Die meisten Leute essen selbst gern Eis und da punkte ich dann mit meinen Varianten in vegan, hergestellt meist aus Soja oder Lupine, welchen in den meisten großen Lebensmittelketten kostengünstig zu erstehen sind. Ob nun am Stil, oder aus der 1000 ml Packung, viele sagen „oh das wusste ich gar nicht, dass man sich Eis in vegan einfach so besorgen kann“ und es so hervorragend schmeckt. Das Gute an meinem Lieblings-Schwangerschaftsessen ist, dass es laktosefrei ist, weniger Kalorien, sowie Kohlehydrate enthält als herkömmliches Eis und daher sogar noch zu meiner Proteinaufnahme beiträgt, wenn ich lustvoll schlemme.
Nährstoff-Bedarf vegan decken
Die gesteigerte Aufnahme der Nährstoffe in der Schwangerschaft kann man aber leicht, mit ein wenig Wissen über pflanzliche Lebensmittel, gewährleisten. Durch die Schwangerschaft werden vom Baby die Depots an Folsäure, Eisen, Jod, Eisen, Magnesium und auch die Proteine angezapft. Diese Nährstoffe und vor allem Folsäure sind zum Glück in den meisten pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

Wichtig ist aber nichtsdestotrotz, dass die betreuende Frauenärztin, oder Hebamme informiert ist, dass man sich vegan ernährt und das auch während der Schwangerschaft. Diese kann dann regelmäßig über das Blutbild kontrollieren, ob trotz Schwangerschaft genügend Nährstoffe aufgenommen werden. Es gibt aber auch Ärzte die sich mit der Ernährung rein vegan nicht wirklich auskennen, oder befassen möchten. Daher habe ich meine Frauenärztin und auch den künftigen Kinderarzt, nach dem Kriterium ausgewählt, ob eine Spezifikation zum Beispiel in Richtung Homöopathie besteht, oder der Arzt sich zumindest mit den Grundsätzen vegetarischer Ernährung auskennt.
Für Informationen rund um das Thema Vegan in der Schwangerschaft gibt es diverse Organisationen und Iniativen die sich auch mit dem Thema befassen. Auch dort findet man nützliche Tipps und Leitfäden für eine glückliche Schwangerschaft, rein vegan.
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Veröffentlichung:
Autor: Sissi Polier