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Sooo viele Tabletten müssen Veganer wirklich einnehmen!

Ups, das sind ja gar keine Tabletten - sondern gesunde Hülsenfrüchte! Bild: photocrew / Adobe Stock

Wie viele Tabletten, Vitamine, Nährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel müssen Veganer eigentlich am Tag einwerfen?

Dieser Artikel ist entstanden, weil wir das Bild so Klasse finden! Was da auf dem Löffel liegt, sieht auf den ersten Blick tatsächlich nach einer Menge an Pillen und Kapseln aus!

Erst auf den zweiten Blick erkennen wir, dass es gesunde Hülsenfrüchte sind. Also Grundnahrungsmittel, die wir in Mitteleuropa viel zu selten essen – und die richtig gute Lieferanten für Protein sind!

Und genauso, wie wir uns zuerst getäuscht hatten, täuschen sich viele Menschen über vegane Ernährung! In manchen Kreisen halten sich die Vorurteile über Chemie in der veganen Ernährung nach wie vor.

Dass Veganer bestimmte Nährstoffe einnehmen sollten, ist kein Geheimnis. Am bekanntesten ist wohl Vitamin B12, das auch älteren Menschen empfohlen wird – und in der Tierhaltung ins Futter zugesetzt wird.

Tiere in der Massentierhaltung erhalten Vitamin B12 über angereichertes Futter. Es ist eine Form der indirekten Supplementation. → Die allermeisten Tierprodukte enthalten Vitamin B12 nur in geringen Dosen.

Die Antwort ist also relativ präzise:

  • Veganer nehmen ungefähr 1 Tablette Vitamin B12 am Tag ein. Oder auch nur alle paar Tage, je nach Dosierung.

Weitere Nährstoffe werden zwar oft ebenfalls empfohlen, hängen allerdings nicht immer direkt mit der Ernährung selbst zusammen. Dass z. B. Vitamin D so wichtig sein kann, hat eher mit der Region und dem Lebensstil zu tun, in der wir leben (wenig Sonnenlicht, ungünstige Arbeitszeiten), aber nicht zwingend mit der veganen Ernährung.

Am Ende kann gesagt werden: Wer seine Ernährung mit Nährstoffen anreichern möchte, sollte das mit einem Arzt abklären. Nahrungsergänzungsmittel sind ein Segen der Medizin, wenn sie richtig angewendet werden.

Bei der Frage, welche Pillen Veganer eigentlich einnehmen müssen, ist auch interessant, welche nicht!

Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Herzprobleme, Insulinresistenz … viele Krankheiten hängten direkt oder indirekt mit einer ungesunden Ernährung mit vielen Tierprodukten zusammen. Wenn Betroffene ihre Ernährung nicht umstellen (oder dies nicht allein genügt), sind sie auf Medikamente angewiesen (nicht nur auf frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel).

Auch Betablocker, Metformin, Statine, Protonenpumpenhemmer, Rheumamedikamente, Abführmittel, H2-Blocker und Cholesterinsenker müssen Veganer seltener (oder gar nicht) einnehmen. Eine deutlich pflanzenbetonte Ernährung ist einfach richtig gut fürs Herz – und beugt vielen Erkrankungen vor.

Ganz zu schweigen von Schmerzmitteln, Insulin, und Co, die oft erst bei fortgeschrittener Erkrankung eingenommen werden müssen.

Und wichtig: Vitamin B12-Nahrungsergänzungsmittel sind frei verfügbar und bei normaler Einnahme praktisch ohne Risiko. Ganz anders bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten, mit ihren teilweise wirklich unangenehmen Nebenwirkungen.

Am Ende noch ein Hinweis zum Artikelbild: Hülsenfrüchte sind nicht nur richtig gesund für uns, sondern auch für die Umwelt! → Warum Hülsenfrüchte so gut fürs Klima sind!

Viele typische Zivilisationserkrankungen hängen direkt oder indirekt mit der Ernährung zusammen. Falls ihr den Verdacht habt, dass dies auch bei euch der Fall ist, sprecht einen erfahrenen Ernährungsmediziner darauf an! Bitte setzt Medikamente aber nicht eigenmächtig ab.

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Letzter Beitrag: 13. Mär., von Kiebitz22.

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Autor: Redaktion

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