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Kaseinunverträglichkeit? Dieser Trick hilft dauerhaft!

Bei Kasein-Unverträglichkeit hilft ein Trick besonders gut! Bild: Pixabay.com

Wenn der Verzehr von Milchprodukten zu heftigen Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Trägheit führt, und selbst der Umstieg auf laktosefreie Milchprodukte nichts bewirkt – dann liegt häufig eine Kaseinunverträglichkeit vor. Menschen mit Kaseinunverträglichkeit (oder Milcheiweißallergie) können das in Kuhmilch enthaltene Protein Kasein nicht verwerten.

Etwa 80 % des Proteins (Eiweiß) aus Kuhmilch liegt in Form von Kasein vor. Deswegen reagieren Betroffene auf praktisch alle Lebensmittel mit Kuhmilch. Angefangen bei Joghurt, über Käse bis hin zur Milchschokolade. Schon Spuren von Milch können bei Kaseinunverträglichkeit zu Symptomen führen.

Diese Lebensmittel enthalten Kasein und sind daher für Menschen mit Kaseinunverträglichkeit nicht verträglich:

  • Käse
  • Joghurt
  • Quark
  • milchhaltige Eiscreme
  • Proteinpulver mit/aus Milch
  • Milch-Pudding
  • Sauerrahm
  • Backwaren mit Milch
  • Milchschokolade
  • milchhaltige Margarine (vegane Margarine-Sorten)
  • Soßen und Dressings auf Basis von Kuhmilch
  •  …

Doch zum Glück gibt es einen Trick, um die Symptome der Kaseinunverträglichkeit endlich dauerhaft loszuwerden. Und zwar ohne Arzt oder Medikamente.

Laktoseintoleranz führt oft zu Bauchschmerzen und Blähungen
Kaseinunverträglichkeit quält viele Menschen. Doch es gibt eine einfache Lösung ohne Medikamente. Bild: pixabay.com (bearb.)

Einfacher Trick gegen Symptome einer Kaseinunverträglichkeit

Der Trick ist banal und einfach, doch umso wichtiger ist es, ihn konsequent anzuwenden. Unzählige Menschen konnten ihre Lebensqualität mit diesem Trick dauerhaft erhöhen. Er wirkt oft schon nach Stunden und Betroffene können sofort mit der Umsetzung beginnen.

Menschen mit einer Kaseinunverträglichkeit (oder einer anderen Form der Milchunverträglichkeit) sollten auf Milch verzichten.

Viele Verbraucher glauben, dass Milch für die Gesundheit unheimlich wichtig sei. Denn das hat die Milchindustrie schon unseren Großeltern eingeredet. Milchprodukte wurden sogar 39 Jahre lang von der CMA beworben – mit staatlicher Unterstützung. Auch daher kommt der heutige Hunger auf tierische Muttermilch.

Niemand trägt eine Schuld daran. Und doch ist es wichtig, diese Hintergründe zu kennen, wenn wir nicht ein Leben lang von Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Unwohlsein geplagt sein wollen.

Dabei trinkt nur ein kleiner Teil der Menschen weltweit überhaupt Milch. In vielen Ländern Afrikas und Asiens wird praktisch gar keine Milch verzehrt. Auch in manchen europäischen Gegenden (z. B. auf Sizilien) wird Kuhmilch kaum vertragen. Ca. 75 % der Weltbevölkerung sind laktoseintolerant!

Milchunverträglichkeit ist bei Erwachsenen ganz normal

Es ist also ganz normal, dass Menschen Milch nicht vertragen. Klassische Kaseinunverträglichkeit ist keine Allergie und keine Krankheit. Es ist schlicht eine Nahrungsunverträglichkeit. Betroffene können wirksam gegen die dadurch verursachten Beschwerden angehen, indem sie auf Milch verzichten.

Wenn man es sich einmal vorurteilsfrei betrachtet, erscheint es regelrecht verrückt, dass wir als erwachsene Menschen überhaupt die Muttermilch einer anderen Tierart verzehren.

Kuhmilch hat zudem eine ganz andere Zusammensetzung als Muttermilch. Sie dient von Natur aus dazu, dem Kälbchen alle Nährstoffe zu liefern, um schnell groß zu werden. Es verdoppelt sein Gewicht innerhalb weniger Tage, während ein Säugling dazu oft deutlich mehr als zwei Monate braucht (und viel Energie für die Gehirn-Entwicklung benötigt).

Eine Kasein- oder Laktoseunverträglichkeit ist also eine klare Botschaft des eigenen Körpers.

Mit Medikamenten oder Hyposensibilisierung gegen Kaseinunverträglichkeit?

Angesichts der vielen Lebensmittel, die Milchprodukte enthalten, wirkt es in der Tat zunächst verlockend, einfach Medikamente gegen Kaseinunverträglichkeit zu schlucken. Kortison-Präparate oder Antihistaminika werden zum Beispiel manchmal verschrieben, wenn Patienten darauf beharren, weiterhin Kuhmilch zu verzehren.

Es gibt sogar vermeintliche Experten, die eine "Desensibilisierung" empfehlen. Das ist ähnlich wie beim Rauchen: Man versucht den Körper daran zu gewöhnen, ihm Dinge zuzuführen, die ihm nicht guttun. Mag sich jeder Leser selbst ein Urteil darüber bilden...

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Medikamente können vielleicht die Symptome lindern, nicht aber die Grundproblematik aufheben. Durch Medikamente trickst man den eigenen Körper aus, der einen eigentlich nur vor einem unnatürlichen Lebensmittel warnt. Viel einfacher und nachhaltiger ist es da, Milch zu meiden.

Milch meiden – ein sanfter, natürlicher Trick gegen Unwohlsein und Bauchdrücken bei Kaseinunverträglichkeit. Bild: Fotolia.com

Milch meiden – ganz ohne Stress

Manche Patienten sorgen sich, dass sie dann nicht mehr normal essen könnten. Diese Sorge ist gänzlich unbegründet. Jede Ernährungsumstellung ist nur eine Frage der Routine. Unser Gehirn benötigt ein paar Wochen, um sich auf neue Routinen einzustellen. Danach fühlt es sich ganz normal an.

Dazu kommt, dass Milch zu den Tierprodukten gehört, die am einfachsten zu ersetzen sind. Man findet pflanzliche Milch-Alternativen inzwischen praktisch überall. Die Auswahl reicht von den klassischen Sojadrinks, über Reis- und Getreidedrinks bis zu besonderen Nuss-Getränken. Man muss einfach nur aus dem Quark kommen.

Alle Milch-Alternativen schmecken unterschiedlich, daher empfiehlt es sich, zunächst verschiedene Sorten auszuprobieren. Es gibt welche, die fast wie Kuhmilch schmecken, während andere ihren ganz eigenen (Nuss- oder Getreide-)Geschmack haben. Für Jeden findet sich so die passende Milch-Alternative. Wichtige Tipps, wie man Milch einfach ersetzen kann, haben wir hier zusammengestellt.

Neben der Tatsache, dass wir als Erwachsene keine Milch mehr benötigen, gibt es noch viele weitere Gründe, Milch zu meiden.

Die wenigsten Verbraucher wissen, dass für Milch Kälbchen sterben müssen.

Hast Du gewusst, dass Kuhmilch fast immer Eiter enthält?

Wir haben den Artikel am 8.6.2023 überarbeitet und ergänzt.

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AUTOR: KILIAN DREIßIG
Vegane Lebensweise vereint Klimaschutz, Tierschutz und Lebensqualität. Gründe genug, mich als Journalist damit zu beschäftigen.

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