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Nebendebatte: Was hört ihr gerade?

Abgetrennt von: Was hört ihr gerade?.

Erstellt 04.02.2024, von Veganaherz. Kategorie: Off-Topic. 22 Antworten.

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Benutzerbild von Veganaherz
Themen-Startervegan29 PostsweiblichSinabelkirchenLevel 3
Nebendebatte: Was hört ihr gerade?
04.02.2024
Hallo,

vielleicht ein bisschen zu schwarz/weiß dieser Liedtext? Ja, leider Gottes sterben MigrantInnen (meines Wissens meist durch unterlassene Hilfeleistung), allerdings sollte man auch die Deutschen/ÖsterreicherInnen sehen, die durch MigrantInnen zu schaden kommen oder gar sterben - Vergewaltigungen, Mord, Todschlag, psychische und physische Gewalt (minderwertige Frauenbilder), Verstümmelungen, Ehrenmorde ...


LG Veganaherz

1x bearbeitet

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.807 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
04.02.2024
Sollte man überhaupt nicht. Gewalt gegen Frauen (in allen Formen) findet auch unter Deutschen und Österreichern statt, meist innerhalb einer Beziehung.
Bedenkt man zusätzlich, dass verdammt viele Fluchtursachen der Geschichte ebenso wie noch heute gelebter Dekadenz geschuldet sind, ist die westliche Welt beziehungsweise der globale Norden mehr als nur durch unterlassene Hilfeleistung schuldig an dem Tod sehr sehr vieler Menschen. Wir hätten die Pflicht die Leute aufzunehmen, stattdessen lassen wir sie (im besten Fall) absichtlich absaufen, oder noch schlimmer in unserem Namen von Bündnispartnern gleich direkt abknallen.
Frauen als minderwertig sehen vor allem erzkonservative Menschen (Frauen an den Herd). Diesen Erzkonservatismus haben nicht die Ausländer für sich gepachtet, sondern sieht man auch im erzkatholischen Umfeld ebenso wie im rechtsextremistischen/nationalistischen Kontext.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Veganaherz
Themen-Startervegan29 PostsweiblichSinabelkirchenLevel 3
04.02.2024
Ja, ich sehe auch Vieles so wie du. Mit "minderwertigem Frauenbild" meinte ich aber nicht das "Frau-an-den-Herd-Bild," sondern Verstümmelungen zB von kleinen Mädchen und dass Frauen das Recht abgesprochen wird zu tragen was sie möchten und Männer ein "nein" nicht akzeptieren ...
Und ja, das "minderwertige Frauenbild" gibt es bei uns genauso. Deshalb meinte ich auch, dass man "beide Seiten" sehen sollte und nicht die MigrantInnen automatisch die armen und Guten sind und die Deutschen/ÖsterreicherInnen die Schlechten.
Ich glaube es wäre gut, wenn wir jeden Menschen einzeln sehen und nicht pauschal in gut und schlecht einteilen, sofern wir die Person und die Hintergründe nicht kennen.
In den letzten 2 Jahren wurden auch viele DemonstrantInnen ins rechte Eck gestellt, weil sie bei Demo`s für ihr Recht auf Unversehrtheit (gegen Zwangsimpfung) eingestanden sind oder sie wurden als AluhutträgerInnen und VerschwörungstheoretikerInnen abgestempelt, obwohl auch zB Chemtrails lange als Verschwörungstheorie galt oder Menschen-u. Kinderhandel ...

LG Veganaherz

1x bearbeitet

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.984 Postsmännlich35708 HaigerLevel 4Supporter
05.02.2024
Dass hier geflohene Menschen mit gleichen Menschenrechten pauschal als frauenverachtend Frauen- und Kinder-verstümmelnd dargestellt werden, dass hier von "Zwangsimpfung" gesprochen wird, die es hier in D nicht gab, verwundert mich sehr.


Ebenso, dass angeblich Deutsche oder Österreicherinnen als pauschal als schlechte Menschen dargestellt oder irgendwie unberechtigt in eine rechte Ecke gestellt würden.
Diese Aussagen stimmen überprüfbar nicht.

"Man kann sich halt nicht sicher sein," sagt der Mann auf der Straße, "dass in einer Gruppe Flüchtlinge nicht auch Arschlöcher sind"
"Stimmt wohl", sagt das Känguru,
"aber immerhin kann man sich sicher sein, dass in einer Gruppe Rassisten nur Arschlöcher sind."
Zitat von Marc-Uwe Kling

Niemand behauptet, alle Österreicherinnen oder Deutsche seien böse oder Rassisten. Das ist klare Fakenews - und sonst gar nichts.
Aber alle deutschen und österreichischen Rassisten sind nun mal böse (weil Rassismus immer eine menschenverachtende und im Ziel für die Opfer tödliche Gefahr darstellt), ebenso wie Menschen, die aus welchen Gründen auch immer ihren oder fremden Kindern Beschneidungen und andere Verstümmelungen oder sonst wie Gewalt antun, oder meinen, Frauen ihren sexuellen Willen aufzwängen zu dürfen - gleichgültig, welcher Herkunft solche Täterinnen sind. Gilt übrigens häufig ähnlich bei deutschen oder österreichischen Rassistinnen.
Glaubt tatsächlich jemand, die sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen und Kindern (In D ist die sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern ein erheblich größeres Problem, als es hier viele wahrhaben wollen - und zwar innerhalb der Kirchen, Sportvereine und vor allem der eigenen Familien, nicht etwa durch geflüchtete Männer!) würde durch eine Verschärfung/Abschaffung des Asylrechtes irgendwie verbessert? Oder ist es nicht vielmehr so, dass im Lauf der Zeit auch die hiesigen Sitten und Gebräuche (ähnlich dem Weihnachtsmann/Osterhasen, die viele Moslems ihren Kindern schenken) bei den Geflüchteten Menschen übernommen werden? Warum sind wir in A und D mit so geringem Selbstwertgefühl ausgestattet, dass wir glauben, dass die hiesige Art zu leben keine Vorbildfunktion hat, ebenso wie die Art zu lernen, zu arbeiten oder die Zahl der Kinder zu begrenzen? Bin da sehr zuversichtlich und die diesbezüglichen Untersuchungen zeigen das auch.

Übrigens: Auch die Zahl der sexuellen Übergriffe gegenüber Frauen oder Morde und Messerangriffe, Diebstähle usw. durch Geflohene hat rapide abgenommen, wie die Kriminalstatistiken zeigen.


Solche Silvester-Massenübergriffe und Prügeleien wie in Frankfurt, Stuttgart, Berlin und Köln haben seither nicht mehr stattgefunden. (Anders die Auseinandersetzungen unter den Menschen aus Eritrea in Gießen und Stuttgart, die aber einen komplizierteren Hintergrund haben). Die Leute haben überwiegend Ausbildungen oder zu Arbeiten begonnen. Haben sogar Familien gegründet und sind dabei sich zu integrieren, wo ihnen das ermöglicht wird. Das aber heißt eben nicht, sofort sämtliche Traditionen und Bräuche ihres neuen Aufenthaltslandes zu übernehmen, sondern es findet wie seit je her und auf der ganzen Welt ähnlich eine langsame Übernahme von Eigenarten, Traditionen usw. im gegenseitigen Lernen statt.


Da ist keiner besonders Opfer oder besonders Täter, mit gutem Willen ist da viel mehr zu erreichen, als mit überlieferten und gut gepflegten Vorurteilen.

Ebenso Fake-News ist es, wenn behauptet wird, in D habe es eine "Zwangsimpfung" gegeben, gegen die "zu Recht" demonstriert worden sei - übrigens häufig ebenfalls von deutschen oder österreichischen Rassisten.

Wer bei solchen Demos mit Rassisten unreflektiert mitläuft, gerät selbstverständlich zunächst unter den Verdacht, selbst Rassist zu sein. Das ist ähnlich einer G20 Demonstration in Hamburg, bei der Claudia Roth (B90/DIE GRÜNEN) mitlief, der, sogenannte "schwarze Block" ziemlich weit entfernt von ihr Randale anfing und Frau Roth hinterher dafür mitverantwortlich gemacht wurde, bis klar war, dass sie davon lange gar nichts mitbekommen haben konnte. Das ist immer mal wieder ein Problem bei solchen Demonstrationen, aber eben auch diese Verdächtigungen sind oft und lange eingeübte Praxis. Wer aber weiß, dass zu dieser Demonstration Verschwörungsschwurbler und offen rassistische Parteien/Organisationen wie die AfD/FPÖ/Pegida usw. aufrufen und dennoch mitläuft/sich deren Parolen zu eigen macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Etikett "rechts" entsprechend verliehen wird.


Man kann (sollte?) sich nur deutlich von solchen Leuten distanzieren.

Auch Abschiebungen für Straftäter mit Migrationshintergrund/abgelehnte Asylbewerber zu fordern, halte ich für nicht wirklich zielführend. Werden die Abgeschobenen doch durch die Abschiebung allein nicht zu vollwertigen, geläuterten Mitgliedern der Heimatgesellschaft, der sie zuvor entflohen waren. Wir sind dann nur scheinbar das Problem los, habe es aber nur "optisch entsorgt" nicht aber gelöst.

Der Heimatstaat ist nämlich häufig mit solchen Leuten absolut überfordert. Hier wäre ein geregelter Strafvollzug und eine Ausbildung mit späterer Eingliederung eher möglich, als im Herkunftsland, zumal dort häufig noch eine zusätzliche staatliche (Lebens-) Bedrohung hinzukommt.

Persönlich habe ich ehrlich gesagt viel mehr Ängste vor den sogenannten "Handwerkern, die AfD wählen" / Landwirten, die an Galgen Ampeln aufhängen, mit massiver Traktor-Kulisse mächtig einen auf dicke Hose machen, "Die Ampel muss weg" brüllen und Leute direkt bedrohen, als vor den Testosteron-gefluteten Jungmännern, die vor lauter Kraft nicht laufen können und an Silvester ihrem Frust freien Lauf lassen und - wie sagte man bei "unseren Jungmännern" früher so gnädig grinsend - "auch mal über die Stränge schlagen". Was nicht heißen soll, dass ich das rechtfertigen will. Will nur nicht zweierlei Maß anlegen.

Kein Benutzerbild
vegan42 Postsbad fallingbostelLevel 2
05.02.2024
Kilian , ich will Dir natürlich nicht vorschreiben ,was Du zu tun und zu lassen hast , und ich wusste auch schon länger , das es rechte Veganer gibt.
Müssen wir hier solchen Leuten ne Plattform geben ? Das halte ich mindestens für diskussionwürdig .
Hier sind schon Leute wegen weit weniger schlimmen Texten ,,rausgeflogen,, .

Ich meine damit nicht mich selber , nicht das wir uns falsch verstehen.

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.807 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
05.02.2024
Ergänzend zum Beitrag von Vegbudsd möchte ich noch hinzufügen, dass es auch in Österreich keine Zwangsimpfung gab und gibt, und dass Chemtrails noch immer eine Verschwörungstheorie sind.

Während in D sich die demokratischen Parteien noch gegen die AfD wehren, ist die FPÖ in Ö schon lange in Koalitionen vertreten und hat gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch in der bürgerlichen "Mitte der Gesellschaft" schon längst wieder salonfähig gemacht.


Benutzerbild von kilian
vegan6.944 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
05.02.2024
Zitat Jannosch:
Müssen wir hier solchen Leuten ne Plattform geben ? Das halte ich mindestens für diskussionwürdig .


Ich teile die meisten Sichtweisen von Veganaherz nicht, aber das ist für mich kein Grund, sie zu blocken. So lange sich die Diskussion in einem sachlichen Rahmen hält, ist der Austausch wichtig. Wenn alle nur unter sich bleiben, vergrößern sich nur die Gräben...

Ich empfehle erneut das Buch "The righteous mind", da es erklärt, warum sich Progressive und Konservative so sehr zerfleischen, obwohl sie meist aus guten Motiven handeln.

Es ist besser, miteinander zu reden (natürlich setzt das voraus, dass beide Seiten dazu beitragen und man auf persönliche Angriffe verzichtet).

Die Grabenkämpfe haben meistens mehr mit Identifizierung und Gruppenzugehörigkeit zu tun, als damit, wirklich die Wahrheit zu ergründen.

Kein Benutzerbild
38 PostsLevel 2
05.02.2024
Neeeein, hier in Deutschland gab es keine Zwangsimpfung.. Auch im Gesundheitswesen nicht - man bangte nur jahrelang um seinen Job (ich habe zum Glück keinen direkten Patientenkontakt und DURFTE bleiben, von den Repressalien will ich hier nicht anfangen). Und bei der Armee gibt es die Zwangsimpfung heute noch!!
Ich finde schlimm, wie schnell man in die rechte Ecke gestellt wird!

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.984 Postsmännlich35708 HaigerLevel 4Supporter
05.02.2024
ja, auch das gibt es. Offensichtlich jedoch auch die ausschließlich menschen- und demokratieverachtende "Flood The Zone with Shit" - Mentalität des Steve Bannon. Mit immer immer exakt am Rand des gerade noch Sagbaren herumlavierenden, mit vordergründig plausiblen Zusätzen (...weil sie bei Demo`s für ihr Recht auf Unversehrtheit (gegen Zwangsimpfung) eingestanden...oder man muss doch immer beide Seiten sehen...) spicken, hinter denen nichts anderes steckt, als Demokratieverachtung. Demokraten müssen deshalb aufpassen, dass ihnen vor lauter gut gemeinter Toleranz den Intoleranten und Rassisten gegenüber nicht durch Diskursverschiebung usw. der Stuhl unter dem demokratischen Hintern weggezogen wird.

Denn letztlich leben wir in einer repräsentativen Demokratie, die nun mal den Auftrag hat, unser Gemeinwesen nach bestem Wissen und Gewissen zu organisieren. Natürlich werden dabei auch - wie überall!- Fehler gemacht. Deshalb zusammen mit Rechtsradikalen von "Zwangsimpfung" usw. zu schwadronieren und damit Demokratie verächtlich zu machen, sich dann aber darüber zu beschweren, in irgendeiner rechten Ecke (in die man sich ja selbst begeben hat) verortet zu werden, ist eher nicht wirklich konsistent.
Aber es gibt auch wirklich notwendige Kritik an den Einschränkungen, die in der Pandemie gemacht wurden, die in Teilen tatsächlich zu viel des Guten - und dadurch im Ergebnis schlecht waren.
Das bringt hier mit wohl durchdachter, demokratie- und immer menschenfreundlicher Kritik Heribert Prantl zum Ausdruck:

https://mp3podcasthr-a.akamaihd.net/mp3/podcast/freiheit-deluxe/freiheit-deluxe_20210521_88708187.mp3

Benutzerbild von Libio
vegan1.068 PostsweiblichBERLINLevel 4
05.02.2024
Ich finde es schade, dass es immer wieder Menschen gibt, die nicht verstehen wollen oder können, wozu eine Impfung gut ist. Ich glaubte lange, das Grundwissen dazu lernt man im normalen Biologieunterricht.

Ebenso scheint einigen (wenigen) unbekannt zu sein, dass wir unsere aktuellen langen Lebenserwartungen zu einem großen Teil den verschiedensten Impfungen verdanken. Es ist so was von überflüssig, an Masern oder anderen Infekten zu sterben oder behindert zu werden.
Die Unwissenheit über den positiven Effekt von Immunisierung wurde von der WHO übrigens als Gefahr für die Weltgesundheit eingestuft.

2x bearbeitet

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