Regenwald-Doku "Takeout": Unser Review!
Urwälder auf der ganzen Welt stehen in Flammen. Darunter auch Regenwälder im Amazonasgebiet. Die meisten Brände werden von Menschen gelegt - zum Beispiel, um Anbauflächen für Futtermittel zu gewinnen. Soja, Getreide und Co landen dann weltweit in den Trögen der Tierhaltungen.
Die Entwaldung der Regenwälder Brasiliens ist für die Großbauern eine kostengünstige Möglichkeit um neue Anbauflächen für ihre gigantischen Monokulturen zu gewinnen.
Doch die Entwaldung bedroht nicht nur die globale Artenvielfalt und setzt große Mengen an Treibhausgasen frei - sie führt auch zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung und erhöht sogar das Risiko für globale Superseuchen. Ganz abgesehen von den ökologischen Folgekosten, die die Weltgemeinschaft zu tragen hat.
Das ist der Plott der Dokumentation "Takeout" vom Emmy-nominierten Filmemacher Michal Siewierski ("Food Choices", "Diet Fiction"), die gerade erst auf iTunes und Amazon USA erschienen ist (englischsprachig).
Eine erschütternde und aufrüttelnde Dokumentation über ein Thema, das in Deutschland zwar ab und zu in den Nachrichten aufflackert, dessen Ursachen aber viel zu wenig diskutiert werden. Denn auch deutsche Tierhalter füttern mit Futtermitteln aus den Ur- und Regenwäldern Brasiliens.
Produziert wurde die Dokumentation "Takeout" vom bekannten Musiker Moby und vom Unternehmer und Aktivisten Peter Eastwood. Zur Film-Website.
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig