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Nerzöl: fragwürdiges Kosmetikprodukt

Ein Nerz im Käfig
Ein Nerz im Käfig Bild: PETA Deutschland e. V. (bearb.)

Nerzöl wird in manch einem Drogerieprodukt eingesetzt, vor allem in Haarkuren und Shampoos, aber auch in Hautcremes und einigen Kinderpflegeprodukten.

Das Öl wird aus dem Fett getöteter Nerze gewonnen und ist in der Regel ein wirtschaftliches Nebenprodukt der Pelzproduktion. Es wird als zellregenerierend und heilend beworben – dies trift allerdings wohl für die meisten Öle zu. Eine Alternative zu Nerzöl ist zum Beispiel Jojobaöl aus den Samen des Jojobastrauches.

In Deutschland ist Nerzöl – ebenso wie Pelz – sehr umstritten und wird nur noch in wenigen Produkten verwendet, oft unter der Bezeichnung Mustela oder Minköl. Produkte, die Nerzöl enthalten, sind auch im niedrigeren Preissegment zu finden. Auch einige Hundeshampoos und Tierpflegemittel enthalten Nerzöl.

Kritiker betrachten Nerzöl als „Abfallprodukt“ der Nerzzucht. Durch den Verkauf trägt es aber ebenfalls zur Nerzzucht bei, die in vielen Ländern bereits wegen Tierquälerei verboten ist. Tierschutzorganisationen fordern bereits ein Verbot des Imports von Produkten aus Nerzhaltung, inklusive Nerzöl.

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