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Zutat Konjak (E 425) - was ist das eigentlich?

Konjak ist ein Extrakt aus der Knollenwurzel der Teufelszunge
Konjak ist ein Extrakt aus der Knollenwurzel der Teufelszunge Bild: Andreas Lischka, flickr.com (CC-by) / pixabay.com (Kombi)

Wer regelmäßig einen Blick auf die Zutatenlisten im Supermarkt wirft, der hat sich bestimmt schon einmal gefragt, was eigentlich "Konjak" ist. Konjak klingt wie der französische Weinbrand Cognac, wird aber anders geschrieben - und ist auch etwas völlig anderes.

Bei der Zutat Konjak handelt es sich um das Mehl aus der Wurzel einer Pflanze Namens Teufelszunge, die in Asien beheimatet ist. Das Mehl der Knollenwurzel ist von Natur aus reich an dem Polysaccharid Glucomannan, das eine stark gelierende Wirkung hat.

Das Mehl der Konjakwurzel wird häufig zusammen mit anderen pflanzlichen Geliermitteln - z. B. Xanthan und Guarkernmehl - eingesetzt, da es deren Wirkung verstärkt. Es wird sowohl in Lebensmitteln als auch in Kosmetik eingesetzt.

Die Knollenwurzel der Teufelszunge wird in Asien seit Jahrhunderten genutzt. Die relativ bekannten Shirataki-Nudeln bestehen zum Beispiel großteils aus Konjak.

Ihren Namen verdankt die Teufelszunge übrigens ihrer markanten Blütenform. In Österreich wird die Teufelszunge als "Tränenbaum" bezeichnet.

Konjak gilt als gesundheitlich unbedenklich. In der EU gibt es eine Höchstmengenbegrenzung von 10 Gramm pro Kilo.

Konjakpulver trägt auch die E-Nummer E 425, ist vegan und eine vegane Alternative zu Gelatine. Das Pulver wird teilweise auch zum Abnehmen empfohlen. Im Handel ist das Mehl allerdings kaum verfügbar. Am einfachsten bekommst du Konjak über den Versandhandel.

Grundsätzlich könnte Konjak auch in Gelee-Süßwaren verwendet werden. Allerdings ist dies in der EU verboten, da Frucht-Gelee mit Konjak aufgrund der starken Gelierkraft im Rachen hängen bleiben kann. Dann kann es zu Erstickungsanfällen kommen. Falls du also - z. B. auf einem Japan-Besuch - Süßigkeiten mit Konjak entdecken solltest, achte darauf, sie vor dem Schlucken gut zu zerkauen!

Vegane Lebensmittel können von der Binde- und Gelierkraft von Konjak ebenfalls profitieren. Konjak wird zum Beispiel in veganen Wurst-Alternativen eingesetzt und verleiht zum Beispiel einer pflanzlichen Lyoner die typische Konsistenz.

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Autor: Redaktion

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