Vegan vom Konzern... gut oder schlecht?

Erstellt 16.02.2021, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 7 Antworten.

Vegan vom Konzern... gut oder schlecht?
16.02.2021
Immer mehr Konzerne bringen vegane Produkte auf den Markt. Ist das gut oder schlecht?
https://www.vegpool.de/magazin/vegan-vom-konzern.html
Wie seht ihr das?
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16.02.2021
Dass sich die Konzerne inzwischen dem Thema Vegan endlich annähern ist für mich eine durchweg positive Entwicklung. Zeigt es doch, dass sie verstanden haben, dass viele Verbraucher*innen keine Lust mehr auf tier- und klimaschädliche Produkte haben. Dass Konzernstrukturen zumeist im Geist des letzten nzw. vorletzen Jahrhunderts aufgebaut sind und dementsprechend teils menschen- und tierverachtend agieren ist für mich eigentlich unerträglich. Dennoch werden wir sie nicht dadurch verbessern, indem wir einen Kampf gegen sie führen. Die Veränderungen müssen innerhalb der Konzerne aufgrund besserer Erkenntnisse derer, die diese Monsterfirmen steuern entstehen. Das kann fuktionieren, denn diese jüngeren, und damit oft moderner agierenden Manager und Eigentümer, sowie der Druck der Börsen, die immer häufiger Investments in nachhaltig agierende Strukturen bevorzugen, tun ihr übriges. Allianz z.B. ivestiert nicht mehr in Kohle und Atommüll. Mehr und mehr Investoren investieren in vegane Start-Ups. Das ist ein echter Zukunftstrend, das haben die Börsen längst kapiert und lenken das massig vorhandene Geld vo allem der "Generation Erbschaft" entsprechend um - das ist eine der großen Stärken des ansonsten zu recht so verschrieenen Kapitalismus.

Nicht die Konzerne sind böse, sondern die Menschen, doie sie lenken, treffen Entscheidungen, deren Auswirkungen böse oder gut sein können.
Vegan ist nicht böse, also nutzen wir auch die Marktmacht der Konzerne und das schlechte Gewissen ihrer Eigentümer und "Shareholder" (Anteilseigner/ Aktionäre) dazu, vegan zu verbreiten!

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16.02.2021
Ich gebe dir Recht, Vegbudsd. Trotzdem bin ich jedem dankbar, der bei kleinen inhabergeführten Betrieben kauft. Da gibt es einzigartige wundervolle Waren, die von Konzernen in dieser Güte nicht hergestellt werden. Ich wünsche mir, daß jedes Kind mit diesen Gaumenfreuden aufwachsen kann und sich nicht mit dem Supermarktmittelmaß begnügen muss.
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16.02.2021
Aber ja Crissie! Deine Argumente sind absolut richtig! Selbstverständlich will ich auch, dass die kleinen inhabergeführten Unternehmen (habe hier auch des öftern für kleine Restaurants geworben) nicht nur überleben, sondern ein gutes Auskommen für ihre Familien erwirtschaften können. Das ist für mich kein entweder oder, sondern immer ein sowohl als auch! Ohne, dass eine große Zahl der Bevölkerung an "vegan" an sich gewöhnt ist, wird es auch für die "Kleinen" schwierig bleiben, sich am Markt zu behaupten. Aber ohne die kleinen Pioniere, wären wir nicht da, wo wir jetzt sind.


Das beeinflusst sich in positiver Weise gegenseitig. Da die besseren Argument auf Seiten der veganen Lebensweise sind, wird der Trend immer stärker werden. Das "schmutzige Geschäftsmodell ist definitiv ein Auslaufmodell und wird auf Dauer ziemlich sicher überwunden werden, da immer mehr Menschen auch in der Wirtschaft erkennen, dass miteinander immer die bessere Wahl ist als wie bisher gegeneinander.


Unsere Erde zeigt uns den Weg. Vegan for Future wird die alte Fleischesserkultur in den Hintergrund treten lassen.


Wir werden nie den kleinen veganen Eckladen in der Höhenstraße in Frankfurt vergessen, der lange Zeit einer der wenigen war, die überhaupt vegane Sachen vom Schuh über Väse bis hin zur Zahnpasta im Programm hatte - Danke Marlies, die uns jahrelang vegan versorgt hatte. Oder den ersten langjährig am Markt vertretenen Veganversand "Radix", deren spätere Inhaberin leider viel zu früh verstarb. Aber auch Taifun, deren Anfänge meine Frau ganz persönlich an einem Messestand mit ihren damaligen Freiundinnen unterstützt hatte (die hatten damals wohl sogar Eis im Angebot). Und viele andere mehr, die es aber leider zum Teil nicht mehr gibt, die aber ihren großen Anteil an der veganen Entwicklung in Deutschland hatten.


Wie gesagt, ich möchte die alle nicht missen und freue mich auf immer wieder neu auftauchende Start-Ups, die die vegane Idee voranbringhen - und unterstütze sie wo es nur geht. Aber ohne die Marktmacht und die Möglichkeiten, vegane Produkte direkt im Lebensmitteleinzelhandel unterzubringen, wird vegan nicht wirklich in der Bevölkerung verbreitet werden. Dafür brauchen wir die "Großen", die mit iher Lieferfähigkeit gerade Ketten wie Lidl, Rewe, Edeka usw. beliefern können.


Nicht entweder oder, vielmehr sowohl als auch! :thumbup:
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13.09.2022
Diesen Artikel finde ich sehr sehr gut formuliert und inhaltlich glasklar korrekt.
Einen Punkt würde ich noch hinzufügen:
Wenn ich bei Mcdonalds eknem veganen Burger kaufe stelle ich keine Machfrage nach Big Macs oder Nuggets, sondern nur nach den pflanzlichen Produkten.
Darüber hinaus ist die pauschale Aussage große Konzerne seien klimaschädlich (er) nicht per se korrekt. Große Unternehmen arbeiten sehr effizient.
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13.09.2022
Weil es zeitlich ganz passt:
Billa (Rewe in Österreich) hat letzte Woche einen rein veganen Supermarkt eröffnet:
https://www.derstandard.at/story/2000138943380/warum-der-neue-vegane-supermarkt-in-wien-fuer-so-viel
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14.09.2022
In Wien ist da schon sehr viel möglich. Ich bin auch immer ganz begeistert von den veganen Optionen dort. Meine neusten Entdeckungen sind dort ein komplett veganes vietnamesisches Restaurant und die wunderbare Raw Bakery, wo wir ganz fantastisch gefrühstückt haben.
1x bearbeitet

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16.09.2022
Denke, nur weil was von einem grossen Konzern kommt, muss es nicht gleich automatisch schlecht sein. Und ein Vorteil ist vielleicht auch, dass sue mehr und bessere Qualitätskontrollen haben als kleinere Betriebe.
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