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Report: Düngen in der bio-veganen Landwirtschaft

Erstellt 27.05.2021, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 13 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan7.034 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
Report: Düngen in der bio-veganen Landwirtschaft
27.05.2021
Womit düngen bio-vegane Betriebe eigentlich?
Wir haben bei PlantAge vorbeigeschaut und uns dieses Thema von Daniel Mettke erklären lassen.
https://www.vegpool.de/magazin/bio-vegan-duengen.html
Habt ihr einen Garten oder eine andere Möglichkeit, Kräuter, Gemüse und Co anzubauen? Was nutzt Ihr als Dünger?

Benutzerbild von Bianca
vegan270 PostsweiblichAppenzeller VorderlandLevel 2Supporter
27.05.2021
Wir haben in Ermangelung eines Gartens auf dem Balkon mehrere Hochbeete, worin wir einen kleinen Teil unseres Gemüses anbauen. Diese werden mit unseren eigenen Grünabfällen gedüngt.
Da wir keinen Platz für einen Komposter oder eine Wurmkiste haben arbeiten wir mit dem Bokashi-System. Die ganzen Küchenabfälle werden gesammelt und dann möglichst unter Ausschluss von Sauerstoff in einem Eimer fermentiert. Nach einer Reifezeit kommt dann der Inhalt des Eimers in ein leeres bzw. halbleeres Hochbeet und wird mit etwas Erde bedeckt. Es ist erstaunlich, wie schnell dann dort alles von Kleinstlebewesen zersetzt wird.
Da es bei uns vor allem in ländlichen Gebieten keine Biotonne gibt, sparen wir uns so auch noch ganz viel kostenpflichtigen Hausmüll.
Einziges „Problem“ dabei ist, dass wir immer einen Überschuss, an sehr nährstoffreicher Erde haben. Diese lässt sich aber gut an Bekannte, Nachbarn etc. verschenken.

Das einzige, worüber ich mir jetzt gerade Gedanken mache, wo ich das so schreibe, ist, ob ich es okay finde, dass wir Regenwürmer gesammelt und so in unsere Hochbeete zwangsumgesiedelt haben. Die führen da zwar wohl ein ziemlich fürstliches Leben, denn die paar Exemplare, welche wir gesammelt hatten sind seit letztem Sommer, sehr gewachsen und haben sich fleissig vermehrt, trotzdem sind sie da halt eingesperrt, ob es ihnen passt oder nicht.
Alles andere was da in der Erde so kreucht und fleucht ist selbständig zugeflogen. Unter anderem haben wir viele Rosenkäferlarven in unseren Beeten, über die ich mich sehr gefreut habe.

Benutzerbild von Dana
vegan4.683 PostsweiblichSchwarzwaldLevel 4
27.05.2021
Wir düngen überhaupt nicht und trotzdem wächst im Hochbeet und im Treibhaus alles prima.

Benutzerbild von Salma
vegan2.462 PostsweiblichBerlinLevel 3
27.05.2021
da ich die pflanzen und erde auf meinem balkon nicht austausche, habe ich für mich die marke greenlab entdeckt: http://greenlab.berlin/produkt-kategorie/duenger/
finde das ein sehr sympathisches startup in berlin, von der humboldt-uni entstanden. http://greenlab.berlin/team/
darauf gestossen war ich mal bei einer veggie-messe, glaube ich. mit küchenabfällen mache ich nix, als schimmelallergiker möchte ich mich von solchen verwesungsprozessen fernhalten. aber um den bio-abfall ist es wirklich schade.

@bianca: da habt ihr ein cooles selbstversorgersystem entwickelt!
dass du über die regenwürmer nachdenkst, ehrt dich. ich weiss leider nix über deren bedürfnisse, wie weit sie so rumwurmen wollen etc.. aber ich unwissende glaube, im grossen ganzen ist es ok, dass sie es bei euch ja eigentlich gut haben, auch wenn es unter speziesismus-aspekten vielleicht nicht korrekt wäre... das sind so grauzonen, denke ich. mich überfordern z. b. blattläuse auf dem balkon...wenn ich sie da lasse, geht ja alles kaputt... hab schonmal welche ausgesiedelt, in den park neben an. :angel:

1x bearbeitet

Benutzerbild von Bianca
vegan270 PostsweiblichAppenzeller VorderlandLevel 2Supporter
27.05.2021
Mit Blattläusen hatte ich die letzten Jahre zum Glück keine Probleme mehr. Ich hatte die immer nur an den Tomaten. Seit ich die zusammen mit Petersilie und Basilikum im Beet habe, schmecken die den Läusen irgendwie nicht mehr.

Benutzerbild von Salma
vegan2.462 PostsweiblichBerlinLevel 3
28.05.2021
Hier für jene, die sich wie Bianca Gedanken über das Wohlergehen "ihrer" Regenwürmer machen, mal ein Artikel von Peta, der gegen die sogenannte "Wurmkiste" zum Kompostieren argumentiert. Besser sei die Bokashi-Methode (das macht ihr also richtig, Bianca!)

https://www.peta.de/themen/wurmkiste/

Zu den Läusen: Bianca da muss ich mich mal ekundigen, welche Pflanzen denen "stinken", und mehr davon auf dem Balkon anpflanzen. Oder habt ihr dazu bereits Infos für mich? Die neuen Triebe meines großen Efeus mögen sie leider sehr...

Benutzerbild von Bianca
vegan270 PostsweiblichAppenzeller VorderlandLevel 2Supporter
28.05.2021
Liebe Salma, danke fürs recherchieren. Wir haben uns jedenfalls dafür entschieden, dass keine neuen Würmer eingesetzt werden.

Gegen Blattläuse helfen Minze, Petersilie und Zwiebeln, das konnte ich schon selber beobachten.
Weiter soll Gartenkresse helfen und wenn es lieber was blumiges sein soll dann Tagetes. Bei diesen beiden Gewächsen habe ich aber selbst noch keine Erfahrung gemacht und es nur gelesen.

Benutzerbild von Bianca
vegan270 PostsweiblichAppenzeller VorderlandLevel 2Supporter
28.05.2021
Es gibt einige Pilotprojekte, wo mit Komposttoiletten gedüngt wird.
Ich habe letztens etwas über eine Organisation in Haiti gelesen, welche Projekte leitet, um so fruchtbaren Boden in Dörfern zu generieren.

Im ersten Moment klang das für mich recht eklig, andererseits weiss ich wenigstens, was ich gegessen habe und meine Ausscheidungen sind weder mit Antibiotika noch künstlichen Hormonen belastet und bei Krankheiten weiss ich das vermutlich. Bei Dünger aus der Massentierhaltung kann man das wohl nicht behaupten.

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.993 Postsmännlich35708 HaigerLevel 4Supporter
28.05.2021
Tolle Infos, die Ihr hier gebt! Das macht mir Mut, es vielleicht auch mal zu versuchen. Vielen Dank dafür :heart: :thumbup:

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.848 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
28.05.2021
Zitat Bianca:
Es gibt einige Pilotprojekte, wo mit Komposttoiletten gedüngt wird.

Ein lieber Freund von mir hat vor ca. einem Jahr in einer Kleingartenanlage einen verwilderten Garten ohne alles übernommen, mit dem Ziel nach dem Prinzip der Permakultur für den Eigenbedarf anzubauen. Das hatte mich damals sehr inspiriert mal zu verschiedenen Gartenthemen zu recherchieren, unter anderem auch zur Trockentoilette/Komposttoilette. Ich weiß nicht, ob ich das, sofern ich selbst einen Garten hätte, umsetzen würde, aber in der Theorie klingt es total praktisch und ökologisch wertvoll. Hier mal zwei Blogbeiträge dazu:
- https://der-kleine-horror-garten.de/eine-komposttoilette-fuer-den-garten/
- https://www.mein-schoener-garten.de/lifestyle/gesund-leben/komposttoilette-38454

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