Zitat Smaragdgruen:
Da geht die " Sau - erei " wohl noch lange weiter. Das einzige was da wirklich hilft ist der Verzicht auf Schweinefleisch !
Jepp, Verzicht auf alles, was so an Tier"produkten" so zu haben ist. Außer dem, was freiwillig von den Tieren gegeben wird - also z.B. Liebe, Zärtlichkeit und Zuneigung!
Zitat Smaragdgruen:
Vielleicht lesen ja hier auch Fleischesser mit, die sollten sich dann auch mal im klaren darüber sein welche brutale Tierhaltung sie mit ihrem Essverhalten unterstützen. Es gibt auch die " Metzger gegen Tiermord ", wenn die vegan leben können sollte man meinen dass viele andere Menschen das auch können.
Und noch etwas: mit Schuld an solchen perversen Zuständen sind auch gewissenlose Politiker, Tierärzte und Landwirte selbst. Ich bin überzeugt dass auch Bestechung und Korruption eine Rolle spielen !
Professor Bülte (Uni Mannheim) dazu:
https://www.jura.uni-mannheim.de/media/Lehrstuehle/jura/Buelte/Dokumente/Veroeffentlichungen/Buelte__Zur_faktischen_Straflosigkeit_institutionalisierter_Agrarkriminalitaet__GA_2018__35-56.pdf
Es ist dennoch erheblich komplexer: Ein System brutalster Erpressung mit teilweise Androhung körperlicher Gewalt oder gar Todesdrohungen, auch gegen die Familien. Ich weiß nicht, ob wir als vegan lebende Menschen nur den bestochenen Politiker, Veterinär usw. sehen sollten, anstatt uns der Sache von der anderen Seite zu nähern: Jeder versucht sein Leben, seine Weltanschauung und seine Existenz zu sichern, so gut es irgend geht. In der Wirtschaft oft auch mit entsprechen brutalen und ungesetzlichen Mitteln.
Dass Tiere für diese Menschen nichts anderes sind, als Produktionsmittel wie sonstige seelen- und empfindungslose "Rohstoffe" ist ein gesamtkulurelles Problem, dem wir nicht beikommen, wenn wir lediglich fordern, die Politiker und Veterinäre dürfen nicht mehr korrupt sein, dann wäre schon alles in Ordnung - so einfach ist die Sache leider nicht.
Jeder, der diesen Menschen, die von der von ihnen selbst nicht so empfundenen Tierqual leben, gegenübertritt und sagt "Ihr macht das falsch", ist genau in diesem Moment zu ärgsten Feind geworden, der ihnen ihre Existenz "rauben will" und wird mit äußerster Brutalität bekämpft.
Das ist immer wieder genau so - war übrigens bis vor gar nicht so langer Zeit auch bei der Atommüllproduktion mit Nebenerwerb Stromerzeugung ähnlich, oder bei der Kohleverstromerei. Geht schneller zu Ende, als gedacht!
Nicht alle Grünen schließen sich dabei zu einem einzigen, für die Tierrechte kämpfenden Block zusammen, sondern die Tierschützer sind so ungefähr ein Sechundzwanzigstel dieser Partei und mit entsprechend geringer Durchschlagskraft insgesamt versehen. Dennoch ist es - wie man gerade in dieser Diskussion sehen kann - die einzige Partei, die sich überhaupt dauerhaft und erfolgreich für mehr Tierschutz und für Tierrechte einsetzt.
Ratet mal, wer dafür mitverantwortlich war, dass Tierschutz ins Grundgesetz kam...
Das geht nicht schnell und ist in dieser Demokratie extrem schwer durchsetzbar. Da kommt es in Verhandlungen über Gesetze, Verträge und dann in den entsprechenden Verordnungen auf jedes Komma, jedes Wort, jeden Halbsatz und auch darauf an, was eben nicht drin steht an. Und Juristen sind häufig auch Jäger, also nicht unbedingt das, was man den ausgemachten Tierrechtler nennen würde, was die Praxis dann noch mal schwieriger macht. Wobei: Nicht alle Jäger sind auch Sadisten und Tierquäler!
In Hessen allerdings ist einer der Väter des Grundgesetzartikels zum Tierschutz damit beschäftigt, der Landestierschutzbeauftragten und der zuständigen hessischen Ministerin mit Rat und Tat juristisch zur Seite zu stehen. Sie hört nicht immer auf ihn, aber ich glaube, immer öfter

)
Es gibt sehr viele, ehrliche Menschen, die sich innerhalb und außerhalb der Grünen um das Thema Tierschutz und Tierrechte kümmern, aber sie sind nicht die alleinigen Entscheider. Weder in der Partei, noch in der gesamten Politik.
Sei haben sehr, sehr mächtige Gegenspieler. Das aber nur mit Korruption erklären zu wollen greift leider viel zu kurz: Die Leute sind von ganzem Herzen überzeugt, richtig zu handeln, sind teilweise selbst Landwirte und kennen die "andere Seite", bei der sie oft sogar aufgewachsen sind.
Dennoch ist es nach meiner Auffassung trotz aller Probleme die einzige Partei die es geschafft hat, durch ihre durch viele mehr oder weniger scheinbar faule Kompromisse geschafft hat, in den Länderparlamenten so stark vertreten zu sein, dass sie ein solches Machwerk wei den Klöcknerschen Gesetzesentwurf zu Fall bringen könnten. Bei allem Respekt vor der Arbeit anderer, sich ausschließlich um Tierschutz und Tierrechte kümmernden Parteien, das hätten sie alleine niemals schaffen können.
Deshalb bin und bleibe ich bei dem Verein - und bin trotz aller Probleme mit handelnden Entscheidern, Ministern und anderen seltsam nicht verstehen wollenden Parteimitgliedern stolz auf das, was diese Partei bereits beschafft, bzw. in der Vergangenheit bereits verhindert hat. Z.B. gestern erst Bericht in der "Hessenschau" ein Bericht über das Verhindern des massenhaften Abschusses von Nilgänsen durch die grüne Umweltdezernentin Frau Heilig in Frankfurt, oder der Umbau der gesamten hessischen Landwirtschaft auf 25 % biologische Landwirtschaft - mit entsprechender Senkung der Zahl der getöteten Tiere durch die grüne Landwirtschaftsministerin Priska Hinz. Dazu kommen die Einrichtung der erste 3R - Professuren als Grundlagenforschung zur Verringerung von Tierversuchen.
Habt Ihr übrigens mitbekommen, dass der "Veggieday" und das daraus entstandene Trauma endlich keine Rolle mehr in den Grünen Äußerungen mehr spielt? Ich glaube, ich kenne den Grund... Mein Dank gilt da besonders Renate Künast!
Dass uns die Landwirte nicht mögen, die - jeder für sich - trotz völliger Unlogik (sie leiden nicht unter den Grünen, sondern unter der schlechten Bezahlung für ihre "Produkte") nicht aus ihrer Haut rauskönnen nicht mögen, wundert mich zwar, aber ich habe es zu akzeptieren gelernt.
Trotzdem können wir mit der Unterstützung und dem Druck von Tierschützern und Tierrechtlern sehr viel erreichen, wenn sie uns in die Parlamente wählen, anstatt sich bei jeder Enttäuschung abzuwenden und sich in Kleinstparteien ehrenvoll, aber leider zu oft vergeblich zu engagieren, was ich wegen der vergeblich vergebenen Lebenszeit ohne echtes Ergebnis und der Schwächung der tatsächlichen Möglichkeiten sehr schade finde.