Dosenessen

Erstellt 13.08.2018, von Vonny. Kategorie: Gesund vegan leben. 10 Antworten.

Dosenessen
13.08.2018
Zu Beginn habe ich noch eine Frage:

Ich bin ein bisschen faul was kochen angeht, und nicht so engagiert beim Frischkochen - gestern gab es bei mir zu mittag Kichererbsen, grüne Erbsen, Champignons, Kartoffeln von gestern, Haferflocken, Ketchup, Rosmarin (Gewürz) und Hefeflocken zu Mittag. Kein Quatsch - war lecker. Aber wohl nicht so gesund?


Esst ihr auch so öfter ungesundes? :red: Oder sind Kichererbsen aus der Dose ok? Die getrockneten sind doch auch nicht frisch?
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13.08.2018
Hallo, Vonny,

... interessante Kombination ... ;-)
Vom Gesundheitsaspekt ist nichts dagegen einzuwenden, alle wichtigen Nährstoffe und ein paar Vitamine enthalten. Aber ich gebe dir recht, auf die Dauer vielleicht doch etwas einseitig ...

Dosengemüse enthält oft Zuckerzusätze, und durch das Kochen zur Konservierung zerfallen die meisten Vitamine. Also sollte man generell nicht zu oft auf Konserven zurückgreifen.

Gegen Faulheit beim Kochen hilft mir, dass es inzwischen eine sehr schöne Auswahl an Tiefkühl-Gemüse gibt, in den meisten Supermärkten auch leckere Mischungen (Vorsicht: zum Teil mit Schweinespeck oder Butter), die ich gerne als Grundlage benutze, wenn es mal schnell gehen muss.
Auch gibt es sehr viele und leckere vegane Fertiggerichte, tiefgekühlt, in der Frischetheke oder getrocknete Mischungen, nicht nur in Biomärkten, sondern auch in vielen Supermärkten. Einfach mal durchprobieren, vielleicht ergeben sich dadurch ja auch Anregungen, was man sonst noch alles wie kombinieren kann.

Ab und zu mal etwas Ungesundes essen, das macht jeder mal, da brauchst du auch kein schlechtes Gewissen zu haben.
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13.08.2018
Hi Vonny,

interessante Frage!

Denn grundsätzlich ist ja die Empfehlung, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel zu bevorzugen, da hast Du schon recht.

Ich denke aber, dass es gerade bei Hülsenfrüchten nur einen wirklich sehr kleinen Unterschied macht. Denn Hülsenfrüchte sollten sowieso gut gekocht werden, damit unverdauliche Stoffe zerstört werden.
https://www.vegpool.de/magazin/phasin-huelsenfruechte-giftig.html

Wenn das in einem optimierten Prozess in großer Menge und unter Druck erfolgt, und das Produkt in Glas verpackt wird (nicht Metalldose), ist das womöglich sogar noch energiesparender als wenn man selbst zuhause einen Topf aufsetzt.

Ein bisschen anders sieht es vielleicht bei anderen Konserven-Produkten wie z. B. Karotten aus. Auch bei Erbsen, die zwar auch zu den Hülsenfrüchten gehören, aber deutlich sensibler sind als Kichererbsen. Die sind ja meist fast zerkocht und dabei dürften dann auch mehr Nährstoffe flöten gehen. Das dürfte vom Herstellungsprozess abhängen.
Wenn es um Nährstoffe geht, würde ich da dann auch eher TK-Erbsen bevorzugen.


Ansonsten klingt Dein Gericht doch ganz solide. Nicht wirklich prätentiös, aber das war ja auch nicht Dein Ziel.
Durch das Ketchup vielleicht unnötig zuckerig (kommt aufs Ketchup an). Aber unter "ungesund" würde ich das jetzt nicht zählen, sofern Du da nicht Unmengen an Sonnenblumenöl oder Salz reingekippt hast und es weder angebrannt noch totgekocht war.

Wenn Du Dich den ganzen Tag davon ernähren wolltest, sollte da noch etwas mehr Gemüse rein. Bei schnellen Gerichten sind Tomaten eigentlich immer gut. Die kann man ganz am Ende dazu geben. Auch Chinakohl gehört zu meinen Schnellkoch-Favoriten, weil er wirklich schnell gar ist (halb roh schmeckt er am besten).

Wenn es nur an Zeit, nicht aber am Willen mangelt, könnte Dir ein Schnellkochtopf in Verbindung mit einem Dampfeinsatz großen Nutzen erweisen - und Nährstoffe schonen.

https://www.vegpool.de/magazin/daempfen-statt-kochen-daempfeinsatz.html
https://www.vegpool.de/magazin/schnellkochtopf-informationen.html


Dann kannst Du frisches Gemüse schnell zubereiten und auch größere Mengen an Grundnahrungsmitteln schnell auf Vorrat kochen und hast es dann schnell griffbereit.

Früher habe ich gerne Eintöpfe in Stapel-Bauweise gemacht:

- Parboiled Reis nach unten, darüber zerstückelte Kartoffeln, darüber z. B. Sojachunks, darüber frischer Broccoli, Blumenkohl, klein geschnittene Karotten usw. Aufgefüllt mit leicht gesalzenem Wasser und ca. 20-30 Minuten - unter mehrmaliger Kontrolle - schonend köcheln lassen.

Nach der Zeit ist das Wasser gut aufgebraucht, alle Zutaten gar (aber nicht zerkocht) und es muss nur noch gewürzt und abgeschmeckt werden.

Habe ich früher ziemlich oft gemacht :) .


Viele Grüße

Kilian
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13.08.2018
Zitat kilian:...

... Eintöpfe in Stapel-Bauweise gemacht:

- Parboiled Reis nach unten, darüber zerstückelte Kartoffeln, darüber z. B. Sojachunks, darüber frischer Broccoli, Blumenkohl, klein geschnittene Karotten usw. Aufgefüllt mit leicht gesalzenem Wasser und ca. 20-30 Minuten - unter mehrmaliger Kontrolle - schonend köcheln lassen.

Nach der Zeit ist das Wasser gut aufgebraucht, alle Zutaten gar (aber nicht zerkocht) und es muss nur noch gewürzt und abgeschmeckt werden.
...


Kilian


das ist ganz nach meinem Geschmack :lol: schnell und einfach.

Also ich muß jetzt nicht zum Kochprofi werden, nur weil ich auf Eier, Fleisch und Milch verzichten möchte.
Möhren und Kartoffeln schaffe ich dann doch selber zu schälen / zu kochen. :D

Aber mal zurück zu dem was mich interessiert hätte - esst ihr immer frisch? Mal ehrlich....
2x bearbeitet

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13.08.2018
"Frisch" wie definierst Du das? Also ich koche schon jeden Tag frisch. Allerings verwende ich gerne TK-Gemüse. Zum einen weil es schneller geht, zum anderen denke ich oft, dass darin noch mehr Vitamine sind, als in Gemüse im Markt. Dosengemüse gibt es bei mir nie.

Greetings from Japan
1x bearbeitet

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13.08.2018
Ich esse nicht immer frisch :green:
Bei uns gibt es öfter auch Fertiggerichte, die sind halt auf Dauer nichts und meistens teurer - weil vegan. Aber für hin und wieder wenn man mal wirklich keinen Bock hat ist das prima. Ich sollte mir einmal angewöhnen etwas öfter frisch zu kochen, manchmal wird es vielleicht doch etwas viel mit den Fertiggerichten ^^

Beim unserem denn's Biomarkt gibt es einige gute vegane Fertiggerichte, darunter Lasagne und Pizza. Ansonsten essen wir zuhause auch sehr oft tiefgekühlte Laibchen, die gehen immer sehr schnell. Und wenn ich einmal wirklich überhaupt keine Lust habe, irgendwas zu machen, dann jausne ich einfach nur etwas oder mache mir schnell Nudeln - ein bisschen wie Aglio e Olio, allerdings ohne Peperoncino und dafür mit verschiedenen Kräutern (frisch oder tiefgekühlt, was eben gerade da ist :D )

Übrigens habe ich schon mehrmals gelesen, dass man bei Kichererbsen wirklich genauso gut die aus der Dose nehmen kann. Von den Nährwerten her soll das nicht wirklich einen Unterschied machen, aber vielleicht ist es gut darauf zu achten was sonst noch drinnen ist - die aus der Dose sind ja oft sehr gesalzen oder enthalten Zucker, etc.
Bei anderen Sachen würde ich natürlich die frische Variante bevorzugen, aber Kichererbsen sind ja sowieso getrocknet ;)
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13.08.2018
Kilians Eintopf in Stapel-Bauweise gab es, als ich Kind war, bestimmt alle 2 Wochen, schnell und einfach zuzubereiten und lecker, Variationsmöglichkeiten unbegrenzt, der hieß bei uns "Schicht im Topf".

Seitdem ich selber koche, gibt es bei mir regelmäßig Schlanguri (das Rezept dazu hatte ich in einem Thread mal gepostet), Aufläufe oder Ein-Pfannen-Gerichte. An Rezepte halte ich mich eigentlich nicht, sondern kombiniere einfach nach Lust und Laune, je nachdem, was da ist und worauf ich Appetit habe.

Frisch alles selbst schneiden und zubereiten mache ich so oft wie möglich, aber wenn ich nach einem langen Arbeits- oder Unitag nach Hause komme, dann habe ich keine Lust dazu und es muss schnell gehen, dann greife ich auf Fertiggerichte zurück, die ich mir dann "aufpimpe" oder nehme Tiefkühl-Gemüse. Auf Konserven aus der Dose versuche ich weitgehend zu verzichten, Ausnahmen sind Mais, Kichererbsen und Bohnen in verschiedenen Varianten, manchmal auch Pizza-Tomaten, wenn ich keine frischen Tomaten habe.

Generell solltest du beim Kochen darauf achten, worauf du gerade Appetit hast - meistens ist das ein Signal vom Körper, welche Inhaltstoffe dir gerade fehlen.
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13.08.2018
Man kann sehr gut gesund, schnell, vegan und abwechslungsreich kochen. Das hat eher mit der Routine und Kreativität zu tun und weniger mit der Zeit, die zur Verfügung steht.

Fertiggerichte im Sinne von z. B. Fertig-Pfannengemüse o.ä. gibt es bei mir eigentlich nicht. Ich achte schon auf Vielfalt und Abwechslung, allerdings koche ich ziemlich spontan und oft dann, wenn ich Hunger habe.

Was mir in Zeiten mit viel Arbeit hilft ist:
- Zutaten auf Vorrat kochen
- TK-Gemüse
- häufig kleine Mengen einkaufen und dabei auf die spontanen Gelüste achten. Da ich in der Nähe mehrere Bioläden habe, kann ich das im Rahmen meines täglichen Sports / Spazierganges gut erledigen.

Da ich allein wohne und keine festen Esszeiten habe, kommt es schon vor, dass ich zwischendurch mal eine Portion Gemüse mache (z. B. ein schön auf Punkt gekochter Broccoli mit Leinöl, Salz und Pfeffer) oder 1-2 Portionen Obst + Nüsse esse, oder ein Müsli... ich folge keinem Ernährungsplan, aber meiner Intuition.

Das Hören auf die eigenen Gelüste mache ich auch, allerdings mit Vorbehalten. Auf Süßkram, Fett und Salz hat jeder immer Lust, auch wenn es der Körper eigentlich nicht braucht. Ich gönne mir schon ab und zu was Süßes oder Snackiges, aber ich achte drauf, dass es auch noch mit Genuss zu tun hat, und ich damit nicht bloß den Heißhunger stille.

Im Vegan-Kurs gibts übrigens viele Praxistipps rund um das einfache aber abwechslungsreiche Kochen :)
https://www.vegan-werden.de

Viele Grüße

Kilian
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13.08.2018
Also ich koche jeden Tag frisch.
Da ich tagsüber beruflich unterwegs bin gibts dabei nur Rohkost und abends frisch gekochtes.
War gerade im Urlaub unter anderem Camping, da gabs auch mal veganes dosenfutter.
Ist auch lecker aber nichts dauerhaftes.
Kann man schon mal machen 😉
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13.08.2018
Ich koche auch jeden Tag frisch, einmal bereite ich für den folgenden Mittag (im Büro) was vor und abends koche ich dann frisch für abends - ich muss allerdings dazu sagen, dass ich extrem gern koche und ich kann mir auch nicht vorstellen, das mal nicht mehr gern zu machen...


Nach der Arbeit das Entspannendste, was ich tun kann - erstmal lecker kochen. (Für meinen Mann und mich). Ich arbeite drei Tage in der Woche, auch an den Tagen, an denen ich nicht im Büro bin, koche ich auf jeden Fall frisch...
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