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Männer fühlen sich "männlicher" durch Fleisch. Aber nicht alle.

Erstellt 16.08.2021, von kilian. Kategorie: Off-Topic. 19 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
Themen-Startervegan7.188 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
Männer fühlen sich "männlicher" durch Fleisch. Aber nicht alle.
16.08.2021
Nicht mehr ganz neu und auch nicht unbedingt überraschend, aber nun wissenschaftlich besser untersucht:
https://www.stern.de/genuss/essen/studienergebnis--maenner-fuehlen-sich-maennlicher--wenn-sie-fleisch-essen-30608954.html

Zitat Stern:
Ein besseres Verständnis dieser Geschlechterrollen kann laut den Forscher:innen in Zukunft dazu beitragen, den allgemeinen Fleischkonsum weiter zu reduzieren und eine gesündere und ökologisch-nachhaltigere Lebensweise der Menschen zu etablieren.


Was haltet ihr davon?

Benutzerbild von METTA
vegan4.787 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
16.08.2021
Dann können auch Männer schneller an dem "männlichen" Prostatakrebs erkranken , wenn sie sich männnlicher fühlen durch Fleisch !

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.920 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
16.08.2021
Besseres Verständnis der Geschlechterrollen - und dann?

Ich würde das in den Bereich toxischer Männlichkeit (ein gesamtgesellschaftliches Erziehungsproblem) einsortieren. Dies zu überwinden, hilft nicht nur Frauen, sondern wie man hier sieht, eben auch den Tieren, der Gesundheit der Männer und der Gesamtumwelt.

Ich glaube viele vegane Gruppen und Gemeinschaften (besonders lobend erwähnen möchte ich da an dieser Stelle mal wieder Roots of Compassion), haben das schon ganz gut erkannt und arbeiten deswegen nicht nur für Tierrechte.

Benutzerbild von METTA
vegan4.787 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
17.08.2021
Hallo Sunjo
ich denke auch, dass es gesamtgesellschaftlich so ist, und an der Erziehung gearbeitet werden muss. Deshalb wäre es halt auch gut, dass Kinder das so früh wie möglich in Kindergärten lernen, dass es nicht unmännlich ist vegan zu leben und dass es u.a. auch in normalen Kindergärten und Schulen mindestens ein veganes Gericht geben muss. Der Anwalt Rolf Müller- Amenitsch hat sich z.B. schon für vegane Eltern eingesetzt, die sich an der Gemeinschaftsverpflegung beteiligen sollten, obwohl ihr Kind kein veganes Gericht bekam.
Manchmal wünsche ich diesen "männlichen" Männern eine Begegnung mit z.B. Patrick Boumemian
oder anderen veganen "Kraftsportlern" :green:

Benutzerbild von Salma
vegan2.496 PostsweiblichBerlinLevel 4
18.08.2021
Ich habe den Eindruck, dass es Männern schwerfällt, den veganen Anstoss einer Frau in Ihrem Leben zum Umdenken zu akzeptieren und diesen dann in Ihrem Freundeskreis zu verteidigen bzw. auch durchzuziehen.


Als ob sie sich dann "übermannt" fühlen, vorgeführt vor den Freunden, denn die Idee kam ja nicht von ihnen selbst - und sie würden zugeben, dass jemand "schlauer" war. Da scheint so ein Widerspruchsgeist zu wirken, der es zwar in den eigenen 4 Wänden erlaubt, rein pflanzlich mit der Liebsten zu kochen (weil "Mann" es eigentlich ja versteht), aber wenn es an die Öffentlichkeit und in den Freundeskreis geht, dann ist er da, der kleine Teufel auf der Schulter und scheint zu bewirken, dass "Mann" wie alle anderen eben Fischbrötchen und Bouletten und Käse etc. konsumieren will....bloss nicht auffallen, bloß nicht argumentieren müssen...


Bin da grad echt etwas deprimiert....

1x bearbeitet

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
20.08.2021
Zitat Salma:
Bin da grad echt etwas deprimiert....

...dabei gibt es gerade tatsächlich heute mehr Leute (auch männliche) denn je, die aus Ùberzeugung sich mehr und mehr vegan ernähren und auch sonst achtsamer mit vielen Dingen, Themen und Menschen umgehen.
Das Glas ist nicht schon halbleer, es ist vielmehr erst halbvoll! An der zweiten Hälfte arbeiten wir noch.


Viel Grund zur Hoffnung und ja, auch zur Freude über das bereits Erreichte.


-1,7% bei der Fleischproduktion im ersten Halbjahr deutet auf eine echte Trendumkehr hin zu .ehr pflanzenbasierter Ernährung hin.

Benutzerbild von METTA
vegan4.787 Postsweiblich ObertshausenLevel 4Supporter
20.08.2021
War heute bei einem Unverpackt laden in Mühlheim und habe neben Zeitschriften- unter anderem Kochen ohne Knochen etc. auch ein paar Infos vom Tierschutzbüro über Fleisch, Milch , Fische etc. abgegeben, der Angestellte war ganz begeistert von den Sachen und hat sich bedankt.
Als ich raus ging hatte ein Gast, der draußen am Tisch saß- die haben auch seit ein paar Monaten ein Café dabei- schon einen Flyer in der Hand! :thumbup:

Benutzerbild von Ef70
234 PostsLevel 3
21.08.2021
Also ich sehe den Artikel kritisch: „Je männlicher sich Männer fühlen, desto mehr Fleisch essen sie.“
Ich würde die Definition von „sich männlich fühlen“ mit Vorsicht betrachten. Und vielleicht eher durch „sich als sehr männlich definieren“ ersetzen. Das würde erklären, dass es eine gesellschaftlich geformte und mittlerweile nicht mehr zeitgemäße Haltung zur Männlichkeit ist, die zB auch Homophobie mit einschließt.
Ein moderner, wohl meist urbaner, besser gebildeter Mann von heute, wie er sich etwa hier im Forum findet, hat solche künstlichen Definitionen nicht nötig. Ich als Frau betrachte eben das als besonders stark und so gesehen gerade männlich. So ein Exemplar habe ich auch geheiratet, und meine zwei Söhne entwickeln sich auch in die Richtung. Ich glaube, dass dieses gerade sehr präsente Männer-Bashing, das sich natürlich auf „den alten weißen Mann“ bezieht, manchmal auch frustrierend für Heranwachsende sein kann, weil sie gerade so nicht sein wollen, aber dennoch von Natur aus männlich sind und sich in ihrer Geschlechtszugehörigkeit immer wieder von „den Männern“ absetzen müssen.
Das ist gesellschaftlich wahrscheinlich kaum zu vermeiden in einem Übergang zu mehr echter Gleichheit.
Aber je nachdem, wo man hinkommt, fühlt man sich um 30 Jahre zurückgesetzt. Mein Mann reist wöchentlich zur Mutter ins erzkatholische dörfliche Rheinland. Man muss aufpassen, nicht arrogant rüberzukommen, aber es ist wirklich ein ganz anderes Lebensgefühl insgesamt und braucht echt noch einige extra Jahrzehnte.
Mit „urban“ meine ich übrigens auch nicht, dass man nicht auf dem Land leben könnte, aber ich hoffe, ich war verständlich: Zumindest für Ausbildung oder Studium mal rausgekommen zu sein aus dem Dorf, seine Werte großenteils selber entwickelt zu haben statt den Konventionen vollkommen unterworfen zu sein. Ein Onkel meines Mannes wollte mal irgendwie was Neues probieren und trug einen Bart. Darüber hatte sich die ganze Familie herablassend das Maul zerrissen: „Wisst ihr schon, der trägt jetzt einen Bart!!“. Unendlich schwieriger, in so einer Umgebung die Ernährung umzustellen und damit alle unbeabsichtigt zu kränken, als hier bei uns in der multikulturellen Stadt, in der jede/r was Neues einbringen kann und das anderen entweder egal ist oder die sogar inspiriert.

Benutzerbild von tomx
194 PostsmännlichDeidesheimLevel 2Supporter
22.08.2021
Kurzes Statement von einem Mann 8)

Ich hatte vor der Umstellung mehrere "männliche" Hobbies und einen "männlichen" Beruf. Und nach der mentalen Ernährungsumstellung hat sich diesbezüglich nichts geändert. Beides macht noch genauso viel Spaß wie vorher, vielleicht mit dem Unterschied, dass ich sportlich (trotz zunehmenden Alters) leistungsfähiger wurde.

Und auch meine Klappe ist nach der Umstellung noch genauso groß wie zuvor. :D Vielleicht hilft das auch, sich gegen evt. Kritiker der veganen/vegetarischen Lebensweise durchzusetzen.

Deshalb meine Meinung: Diejenigen, die sich durch Fleischesserei männlicher und stärker fühlen, wollen damit nur die eigenen Probleme überspielen und sich gegenüber "Andersdenkender und -lebender" in einem cooleren Licht zeigen. Nach dem Motto: ich mache mich selbst stark und damit die anderen (die mir das Schnitzelbrot vermiesen wollen) schwach.

Benutzerbild von Ef70
234 PostsLevel 3
22.08.2021
Zitat tomx:
Diejenigen, die sich durch Fleischesserei männlicher und stärker fühlen, wollen damit nur die eigenen Probleme überspielen


Das meinte ich.


Fleisch essen an sich ist nicht männlich, sondern bedient ein Klischee, mit dessen Hilfe sich einige schwächere Charaktere mehr Männlichkeit einbilden können.

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