Unser neues Familienmitglied

Erstellt 17.02.2017, von Rudolfo. Kategorie: Off-Topic. 65 Antworten.

11.05.2017
Hallo astirue,

Zitat astirue:Ich glaube, könnten sie sich frei entscheiden, würden sie sich wohl für Fleisch entscheiden

Und Kinder würden sich "immer" für Gummibärchen, Schokolade oder anderen Zuckerkram entscheiden..
Wie es endet, wenn jeder "essen darf was er will" sieht man doch gut in der aktuellen Adipositas-Statistik westlicher Gesellschaften.

Zitat astirue:denn Hunde haben wohl kein Problem damit andere Tiere zu Futterzwecken zu töten

Menschen haben wohl auch keine Probleme damit andere Menschen zu töten, um sich zu bereichern, zu rächen oder zu überleben.
Gibt hier also der Istzustand wirklich einen Sollzustand wieder?

Zitat astirue:Es sind nun mal Jäger

Genauso hilfreich wie "Männer sind nun mal Chauvinisten", "Frauen sind nun mal nicht so schlau wie Männer" oder "Schwarze sind nun mal nicht so kultiviert wie Weiße":
Es hängt vom Einzelfall ab.
So wie es Hunde gibt die alles zerfleischen was nicht bei 3 auf dem Baum ist, gibt es Hunde die zusammen mit Katzen, Hasen und Meerschweinchen in einem Haushalt leben.


Versteh mich nicht falsch, jeder kann machen was er / sie will und da ich keine übermenschlichen Kräfte besitze werde ich wohl niemanden daran hindern können, aber mit Verallgemeinerungen, unbegründeten Annahmen oder "dem eigenen Bauchgefühl" zu argumentieren hilft uns doch wohl offensichtlich auch nicht weiter? :D

Grüße,
Falk
2x bearbeitet

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11.05.2017
Zitat astirue:Das habt ihr gut gemacht. So was bereut man auf keinen Fall. Ich wünsche Euch noch viel Spaß mit Mia und Mia viel Spaß mit Euch. LG



:heart: nochmals an alle, die hier Anteil nehmen :heart: :heart:

Wir besuchten heute mit Mia eine Hundeschule, deren Trainerin ebenfalls Veganerin ist. Die Trainerin ist jedoch der Meinung, dass wir unsere Süße omnivor ernähren sollten... :surprise:

Wir haben etwas diskutiert und uns auf eine jährlich Blutuntersuchung geeinigt (was wir sowieso vorhaben) um eventuelle Mängel abzufangen. :thumbup:
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11.05.2017
Hach ja, Adorno hat damals gesagt, dass man den Namen nicht dem Gegenstand gleichsetzen soll ^^
Eigentlich diktiert man dem Tier ja immer alles auf: wo es zu wohnen hat, wo es hingehen darf und wo nicht, dass es zum Tierarzt muss, dass es gimpft wird und mit dem Essen im Napf eben auch, was es zu essen hat. Ich spreche Tieren genauso wie Babys nicht grundsätzlich zu, das natürliche (und damit irgendwie das "richtige") zu tun, also bleibt es auch ein wenig an uns, nachzudenken, was dem Tier denn gut tun würde oder nicht. Dabei auf eine schwammige, konstruierte Natur zurückzuverfallen finde ich nicht sinnvoll. Aber Natürlichkeits-Diskussionen sind ja sowieso immer schwierig.
Nefasu, das Problem Istzustand-Sollzustand hat sogar einen logisch-argumentativen Namen in der Philosophie: es ist der sein-sollen Fehlschluss (hab ich damals gelernt). Es ist der fehlerhafte Schluss, dass nur, weil etwas gerade auf eine bestimmte Weise ist, es auch zwingend so zu sein hat, bzw alternativlos ist, daher ist es auch kein logisches Argument.
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11.05.2017
Hallo Nefasu,

ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen.


Allerdings muss ich sagen, dass ich meinen Kindern nie verboten habe Süßigkeiten aller Art zu essen (damals hat noch keiner von uns an Veganismus gedacht!) und keiner von uns ist dick, und inzwischen leben alle meine Töchter vegan. Ich glaube, bei Kindern spielt das "gute" Vorbild ein große Rolle.

Das Menschen auch nur Raubtiere sind und zwar die schrecklichsten will ich auch nicht bestreiten. Da hoffe ich allerdings, dass sich da irgendwann mal die Intelligenz durchsetzt und Mord und Totschlag überflüssig werden (Träumen und Hoffen darf man ja wohl :angel: ).
Ob die tierischen Raubtiere, wie Bären, Löwen usw. jemals vom Töten abhalten lassen, bezweifle ich allerdings und halte ich auch nicht für nötig (und da würde ich persönlich die Hunde, wenn auch domestiziert, dazuzählen.).

Und zu Punkt 3. Auch wir haben Meerschweinchen gehabt und die Hunde haben ihnen nichts getan. Das lag aber wohl zum größten Teil daran, dass die Meerschweinchen zur Familie und damit zum Rudel gehört haben. Wie gesagt, falls sich ein Eichhörnchen, eine Katze oder eine Maus in unseren Garten verirren, ist Party angesagt und ich glaube das Grundbedürfnis nach Jagd steckt in jedem Hund (sonst sind unsere nämlich sehr sehr faul und friedlich).
Hier ist, glaube ich, hauptsächlich wichtig, wer zur Familie gezählt wird und wer nicht.

Tatsächlich treffe ich aber ganz viele Entscheidungen intuitiv und aus dem Bauch heraus, also nach Gefühl und ich habe eigentlich ganz gute Erfahrungen damit gemacht.

Ich hoffe, du versteht mich und meine Entscheidung nun ein bisschen besser.

Ganz liebe Grüße und noch einen schönen Resttag.
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11.05.2017
Zitat Rudolfo:


Wir haben etwas diskutiert und uns auf eine jährlich Blutuntersuchung geeinigt (was wir sowieso vorhaben) um eventuelle Mängel abzufangen. :thumbup:

Das ist denke ich ein vernünftiger Kompromiss! Ich finde es auch gut, dass ihr mit ihr in die Hundeschule geht - das hilft denke ich ungemein und gibt dem Hund viel :clap:

Zitat astirue:
Allerdings muss ich sagen, dass ich meinen Kindern nie verboten habe Süßigkeiten aller Art zu essen (damals hat noch keiner von uns an Veganismus gedacht!) und keiner von uns ist dick, und inzwischen leben alle meine Töchter vegan. Ich glaube, bei Kindern spielt das "gute" Vorbild ein große Rolle.

Ich denke, er wollte mit dem Beispiel nicht aussagen, dass alle Kinder immer nur Süßes futtern wollen, sondern dass etwas essen zu wollen nicht gleichgesetzt damit ist, dass es das Beste und das Einzige für den Körper ist. Dass der Hund eben nicht nur immer das für ihn optimalste isst oder will und das nicht Ausdruck seiner Natur ist, sondern eben auch einfach nur Appetit und Angebot.

Zitat astirue:
Ob die tierischen Raubtiere, wie Bären, Löwen usw. jemals vom Töten abhalten lassen, bezweifle ich allerdings und halte ich auch nicht für nötig (und da würde ich persönlich die Hunde, wenn auch domestiziert, dazuzählen.).

hier glaube ich auch, dass Nefasus Punkt nicht der war, sämtlichen Raubtieren das Töten zu verbieten, sondern dass der domestizierte Hund nicht mehr der wilde Wolf ist und im Gegensatz zu diesem kein Fleisch mehr braucht, da er eben mit Stärke auch gut auskommt. Der Kern seines Arguments, so verstehe ich es, ziehlt darauf ab, dass der Hund sich anders entwickelt hat und kein Raubtier mehr ist, sondern quasi eine Menschenanhängsel.
Zitat astirue:
Und zu Punkt 3. Auch wir haben Meerschweinchen gehabt und die Hunde haben ihnen nichts getan. Das lag aber wohl zum größten Teil daran, dass die Meerschweinchen zur Familie und damit zum Rudel gehört haben. Wie gesagt, falls sich ein Eichhörnchen, eine Katze oder eine Maus in unseren Garten verirren, ist Party angesagt und ich glaube das Grundbedürfnis nach Jagd steckt in jedem Hund (sonst sind unsere nämlich sehr sehr faul und friedlich).
Hier ist, glaube ich, hauptsächlich wichtig, wer zur Familie gezählt wird und wer nicht.

Ich würde das so interpretieren, dass es ja für einen instinktgetriebenen, wie du ihn zeichnest, Hund schon eine Leistung ist, wenn er Beutetiere als Familie akzeptiert. Also wird sein Jagdinstinkt durch dich als erziehenden Menschen ausgeschaltet. Oder wie soll der Hund erkennen, dass die Meerschweinchen nicht als Futterration gedacht sind?


--> der Knackpunkt bei euch liegt also denke ich bei der Frage: was ist der Hund? Und was folgt daraus? Instinktgetriebener Jäger, der, wenn er es auch nicht erjagt, Fleisch aus der Dose bekommen muss oder eben stark domestiziertes Haustier, das Fleisch nicht mehr unbedingt zum Leben braucht.
Folgt aus Wolf,Bär =Raubiter, Hund = Wolf = Jäger, Hund braucht Fleisch? Da scheidet es sich doch?
1x bearbeitet

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11.05.2017
Hallo astirue,

Zitat astirue:Ob die tierischen Raubtiere, wie Bären, Löwen usw. jemals vom Töten abhalten lassen, bezweifle ich allerdings und halte ich auch nicht für nötig (und da würde ich persönlich die Hunde, wenn auch domestiziert, dazuzählen.).

Ob sich wild lebende Raubtiere jemals vom töten abhalten lassen ist nicht der Punkt[*1] dieses Diskureses und somit hinfällig.

Fragwürdig ist jedoch, ob domestizierte, bzw. in Obhut des Menschen befindliche Tiere bei ihrer unnatürlichen Heimfütterung eben jene Methodiken unterstützen müssen, welche nach moralischen, ökologischen und sozialen Aspekten eben unnötig sind, wenn Alternativen zur Verfügung stehen, welche eben diese Faktoren großteilig ausschließen und gleichzeitig eine ausreichende Versorgung des Tieres gewährleisten..

Zitat astirue:Hier ist, glaube ich, hauptsächlich wichtig, wer zur Familie gezählt wird und wer nicht.

Für wichtiger betrachte ich hier die ursprüngliche Gesinnung und in besonderem Ausmaß die Erziehung des Hundes.
Wenn einem Hund nicht beigebracht wird, dass andere Tiere (auch im eigenen Territorium) zu jagen kein gewünschtes Verhalten ist, wird der Hund auch im eigenen Territorium und / oder in der Natur Tiere jagen.
Es gab einige Hunde in meinem ehem. Umfeld, welche auch mit fremden Katzen / Eichhörnchen / jeglichen anderen Tieren auf dem eigenen Grundstück keine Probleme hatten, da sie ebenfalls darauf "geschult" wurden, dass das Jagen fremder Tiere bestraft[*2] wird.

Grüße,
Falk

[*1] Ob auch diese durchaus zweifelhaft sind, ob der Tatsache, dass domestizierte Einzelfälle eben dieses Verhalten ablehnten (vgl. die freiwillig vegetarische Löwin "Little Tyke")

[*2] Bevor ich als Lederpeitsche schwingender Hundeschänder wahrgenommen werde: mit Bestrafung meine ich hier nicht körperliche Züchtigung

edit: Pummelchen war schneller :lol:

5x bearbeitet

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11.05.2017
Zitat Nefasu:
edit: Pummelchen war schneller :lol:

Schneller und ich verstehe dich besser als du dich selbst :rofl:
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21.02.2018
Zitat Rudolfo:Wir besuchten heute mit Mia eine Hundeschule, deren Trainerin ebenfalls Veganerin ist. Die Trainerin ist jedoch der Meinung, dass wir unsere Süße omnivor ernähren sollten... :surprise:

Wir haben etwas diskutiert und uns auf eine jährlich Blutuntersuchung geeinigt (was wir sowieso vorhaben) um eventuelle Mängel abzufangen. :thumbup:


Heute war es soweit - Mias allererste Blutuntersuchung nach einem Jahr veganer Ernährung stand an. Die geführte Unterhaltung mit dem Tierarzt (TA) war ... bizarr. :rolleyes: Ich sprach offen an, dass wir Mia rein pflanzlich ernähren und wir nun ihr Blutbild prüfen wollen. Der TA bezeichnete die vegane Ernährungsform als falsch und nahezu einen Fall für den Tierschutz :wtf: - doch unser sicheres Auftreten lies ihn dann doch verstummen. Sein Argument war, dass Hunde Allesfresser waren und immer noch sind - wir entgegneten, dass früher Fleisch so kostbar war und die Hunde lediglich Abfälle (Knochen) bekommen haben.

Die Untersuchung wurde laut der 150€-Rechnung in drei Bereiche geschlüsselt:
- Blutuntersuchung (BU) Klinische Chemie/14 Werte + 3 berechnet
- BU Hämatologie
- BU Klinische Chemie / 1 Wert

Nach einer halben Stunde Wartezeit, die wir zum Gassigehen nutzten, zeigte er uns die Werte und bestätigte, dass alles im grünen Bereich sei. :thumbup: Ziemlich schnell verabschiedete er sich von uns. Seine Frau, die in der Anmeldung arbeitet (und nicht wusste, wie Mia ernährt wird) versicherte uns, dass die Werte "vorbildlich" seien. Alles gut :wink:

Achja, wir fragten auch bezüglich einer Sterilisation / Kastration an: Laut seiner Aussage würden die TAe lediglich kastrieren, eine Praxis, die eine Sterilisation anbietet, sei ihm nicht bekannt. Warum wir denn über eine Sterilisation/Kastration nachdächten?
Nun, wir sind laut dem Vertrag mit dem Tierheim verpflichtet, sie zu operieren.
Der Vertragspasus ist nichtig, da laut Tierschutzgesetz bei einem gesunden Tier eine Kastration nicht erlaubt ist :!: Der TA ist im Übrigen der offizielle TA im Tierheim.

Herzlichst

rudolfo

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21.02.2018
Hallo Irmgarda, hallo Rudolfo :wink:
Erst einmal :heart: lichen Glückwunsch zu eurem neuen Familienmitglied :thumbup:
na, da habt ihr ja eine heiße Diskussion angeleiert, dass ihr Mia vegan ernähren wollt.
Ich finde das super :thumbup: und habe hier noch den einen oder anderen Link für euch :thumbup:
https://www.provegan.info/de/infothek/aktuelles/das-ist-bruno-vegan-ehemaliger-tierschutzfall-aus-spanien/
http://www.vegan-news.de/kann-man-einen-hund-vegan-ernaehren/
viel Spaß mit eurer Mia wünscht euch
Miezikatz :wink:
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21.02.2018
Zitat Rudolfo:[
Achja, wir fragten auch bezüglich einer Sterilisation / Kastration an: Laut seiner Aussage würden die TAe lediglich kastrieren, eine Praxis, die eine Sterilisation anbietet, sei ihm nicht bekannt. Warum wir denn über eine Sterilisation/Kastration nachdächten?
Nun, wir sind laut dem Vertrag mit dem Tierheim verpflichtet, sie zu operieren.
Der Vertragspasus ist nichtig, da laut Tierschutzgesetz bei einem gesunden Tier eine Kastration nicht erlaubt ist :!: Der TA ist im Übrigen der offizielle TA im Tierheim.

Ich dachte, Tierheime geben generell nur kastrierte/sterilisierte Tiere ab. Hab jetzt mal gegoogelt und finde folgenden Link ganz nützlich:
https://www.kanzlei-sbeaucamp.de/die-kastration-des-hundes-eine-juristische-betrachtung/
Demzufolge hat der Tierarzt recht. Allerdings finde ich den Punkt "Kastrationserlaubnis zur Verhinderung unkontrollierter Fortpflanzung aus Gründen des Tierschutzes“ auch nicht vollkommen irrelevant (weniger bei Hunden, aber dafür bei allen anderen Haustieren), wenn man überlegt, ob artgerechte Haltung von Haustieren überhaupt möglich ist. Die Notlösung der Veganer, ein Tier aus dem Heim zu adoptieren, kann ja eigentlich keine Dauerlösung sein.
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