Katzen vegan ernähren

Erstellt 30.09.2020, von -Emily-. Kategorie: Tierschutz & Tierrechte. 64 Antworten.

06.10.2020
Das sehe ich tatsächlich ähnlich, verstehe aber den Einwand von. Kilian so, dass keine. Verurteilung stattfinden sollte. Dass Tiergefangenhaltung generell überprüft werden sollte und es sicher gesünder für die zum Verfüttern zerstörten Tiere wäre, wenn Tierhalter, ja, natürlich auch Tierheime, die Tiere in ihrer Obhut gewaltfrei ernähren würden, ist dennoch eine Aussage, die nach meiner Meinung in eine Diskussion über Tierernährung gehört.
Es stimmt jedoch ebenfalls, dass die "Zerstörung" des eigenen bisherigen Weltbildes und des Urteils über das eigene bisherige Verhalten am besten gelingt, wenn es die/der Betroffene selbst vornimmt.
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06.10.2020
Ich habe mich tatsächlich zu veganen Katzenernährung belesen, es hat mich nicht überzeugt. Auch mein Bauchgefühl lässt das nicht zu. Soll ich jetzt meine Katzen jemandem abgeben, der das tun möchte? Und am besten auch noch gleich mit dem Partner Schluss machen, weil er isst ja auch noch Fleisch. Tut mir leid, aber nur weil ich mich als Mensch dafür entscheiden habe vegan zu leben, bedeutet das nicht dass ich bereit bin von meiner Familie zu trennen. Wie Killian schon sagte, ja solche "entweder ganz oder gar nicht" Fälle verschrecken einen neu oder interessierten Veganer. Wäre ich an einem anderen Zeitpunkt zu dem Themen gekommen, wäre ich vielleicht auch verschreckt worden, so wie die Userin Emily. Aber ich bin der Meinung dass jeder soweit gehen soll, wie er möchte und kann.
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12.10.2020
Ich persönlich würde meinen Vierbeiner NICHT vegan ernähren. Genau so wenig würde ich mein Baby / Kind vegan ernähren.
Die Entscheidung zu einer veganen Ernährung wird getroffen, die sich aus einer politischen und ethischen Haltung ergibt. Diese Haltung kann weder ein Tier noch ein Kind besitzen.

Katzen sind Fleischesser und sollten auch dementsprechend ernährt werden. Das heißt aber nicht, dass man zur billigsten Discounter Dose greifen sollte und all seine ehtischen Ansprüche damit auflöst.

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12.10.2020
Zitat VeganesMett:Ich persönlich würde meinen Vierbeiner NICHT vegan ernähren. Genau so wenig würde ich mein Baby / Kind vegan ernähren.
Die Entscheidung zu einer veganen Ernährung wird getroffen, die sich aus einer politischen und ethischen Haltung ergibt. Diese Haltung kann weder ein Tier noch ein Kind besitzen.
Katzen sind Fleischesser und sollten auch dementsprechend ernährt werden. Das heißt aber nicht, dass man zur billigsten Discounter Dose greifen sollte und all seine ehtischen Ansprüche damit auflöst.


Hi, welche Art von tierieschem Hunde- und Katzenfutter findest Du denn dann also ethisch korrekt, bzw. welche Kriterien stellst Du dann an tierisches Dosenfutter?
Ich stelle diese Frage ganz besonders unter Beachtung Deines Posts hier:
Zitat VeganesMett:Hallo, das ist eine wirklich spannende Frage, die den Sinn der Haltung von Tieren im allgemeinen nochmal von einer anderen Seite beleuchtet und die Absurdität des Sinnes der Tierhaltung in Frage stellt. Dennoch denke ich, dass sich die Frage ob es Kühe geben würde, wenn die Menschen alle vegan wären, schnell beantworten. Genau so wie es Katzen und Hunde und Vogelliebhaber auf diesem Planten gibt, gibt es ebenfalls Liebhaber von Pferden, Ziegen, Schweinen und auch Kühen. Daher denke ich nicht, dass Kühe von unserem Planeten verschwinden werden sollten alle Menschen nur noch vegan leben. Aber sicher ist, dass sich die Anzahl der gehaltenen Kühe drastisch verringern würde, da sie ja keine Profit bringenden Quellen mehr wären. Denke dass sich da generell auch die Frage stellen kann warum es sinnvoll ist Hunde oder Katzen zu halten und nicht sinnvoll sein sollte Kühe zu halten ? Hunde und Katzen erfüllen in dem Sinne genau so wenig Nutzen werden aber, zumindest in unserer westlichen Gesellschaft im übertragenden Sinne, über Kühe gestellt.

2x bearbeitet

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05.03.2021
Hier gibt es eine Vergleichstudie (Befragungsmethode) zu verschiedenen Katzenernährungen (rein pflanzlich, rein tierisch, gemischt). Finde ich lesenswert sowohl für Gegner als auch Befürworter der veganen Katzenfütterung. Fazit: rein pflanzliche Ernährung hat weder zu mehr Erkrankungen noch zu einer verkürzten Lebensdauer geführt. Es wird weitere Forschung vorgeschlagen.
Ich hab's nur zum Teil sorgfältig gelesen, den Rest überflogen - Katzenhalter können da gern mehr Zeit und Gedanken reinstecken, weil es da ja auch um Detailfragen zu einzelnen Nährstoffen geht.
https://bmcvetres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12917-021-02754-8
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15.04.2021
Das ist ja tatsächlich ein spannendes Thema - sowohl die Ernährung als auch die Art der Haltung von Katzen.
Ich bin mir bewusst, dass meine Einstellung dazu wahrscheinlich nicht auf viel Gegenliebe stoßen wird hier. Trotzdem erzähle ich mal wie es bei uns läuft.


Hier leben aktuell noch 7 Katzen - drei waren "Ladenhüter" bei einer befreundeten Züchterin, die anderen vier stammen aus unterschiedlichen Tierheimen bzw. dem Auslandstierschutz.

Unsere Katzen werden seit 2012 gebarft. Ich hab mich viel mit dem Thema Katzenernährung auseinandergesetzt und weder eine vegane Ernährung noch Trockenfutter konnten mich da überzeugen. Ich persönlich bin der Meinung, dass ich ein Tier, für welches ich die Verantwortung übernehme, so artgerecht wie möglich halten sollte. Da besteht für mich eine ganz klare Trennung zwischen meiner Ernährung, für die ich mich bewusst entschieden habe, und der meiner Tiere. Ich werde auch weiterhin Katzen halten, sollten die vorhandenen mal nicht mehr sein, da bin ich sicher. Allerdings dann nur aus dem Tierschutz. Eventuell kommt in zwei oder drei Jahren noch ein Hund aus dem Tierschutz zu uns. Da werde ich mich dann neu in das Thema Ernährung einlesen.

Unsere Katzen sind keine "Freigänger", leben aber mit uns auf 200 qm Wohnfläche im Haus und haben zusätzlich noch ca 100 qm sicher eingezäunten Garten zur Verfügung. Im Sommer steht die Tür eigentlich immer offen wenn jemand zu Hause ist, im Winter ist das wetterabhängig - kurz frische Luft schnuppern geht aber täglich ;) .

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15.04.2021
Da würde ich gerne mal diese Frage in den Raum stellen, die sicher in diesem langen Thread (der sich lohnt zu lesen) bereits von jemand anderem auch schon gestellt wurde, von wegen artgerecht: Frisst eine Katze in Freiheit Rinder oder gemästete Puten? Oder sind in ihrem menschengemachten Futter ganz artgerechte Ratten, andere Kleinnager oder Vögel?
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15.04.2021
Ich wundere mich immer, warum man in einem veganen Forum kundtun muss, dass man Tiere verfüttert. Es mag ja Gründe geben, sich dafür zu entscheiden, aber im Allgemeinen sind die Gründe der Tierverfütterer identisch mit denen von in allen Bereichen Nichtveganern.
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15.04.2021
Ich muss das nicht zwanghaft kundtun, ich dachte in diesem Forum wäre ein Austausch möglich. Auf die Art und Weise mag ich aber nicht diskutieren, dann klinke ich mich lieber wieder aus.

Nur zum Thema "artgerecht" noch: ich habe extra das den Unterschied ausmachende Wörtchen "möglichst" davor gesetzt, denn die Haltung von Katzen in der Wohnung bzw im Haus und sie dort mit was auch immer an Futter zu versorgen ist niemals so artgerecht wie das freie Leben. Ob das allerdings noch so artgerecht auf unseren Straßen wäre mag mal dahin gestellt sein. Rind bekommen meine Tiere im Übrigen nicht.
2x bearbeitet

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16.04.2021
Ich persönlich bin der Meinung, dass ich ein Tier, für welches ich die Verantwortung übernehme, so artgerecht wie möglich halten sollte.

Hallo Ilara, Du denkst offenbar, dass Du nur und ausschließlich fur die bei Dirblebenden Katzen/Tiere Verantwortung trägst. Genau hier liegt der Irrtum. Denn durch das Verfüttern (also das Töten) anderer Tiere übernimmst Du ebenso Verantwortung für ebendiese in Deinem Auftrag getöteten und zuvor alles andere als Artgerecht gefangengehaltenen Tiere, der Du durch Dein Handeln denen gegenüber absolut nicht gerecht wirst. Diesen Tieren wird nicht nur ein freies Leben verwehrt, ihre Würde genommen, sondern sie werden auch noch am Ende ihres aus wirtschaftlichen Gründen viel zu kurze Leben genommen. Diese Verantwortung diesen "Futtertieren" gegenùber wird ( aus durchaus verstehbaren, aber nicht stichhaltigen Gründen) völlig verdrängt bzw. abgelehnt.
Das kann man zwar als "Beruhigungspille" für das eigene Gewissen so versuchen, aber mit etwas Logik wird sofort klar, dass diese "tierselektive Tierliebe" nicht wirklich funktioniert. Sie ist schlicht keine. Füttere Deine Tiere wie Du willst, es ist ja zur Zeit noch nicht verboten, aus purem Eigeninteresse Tiere zu vernichten, um sie zu verfüttern - obwohl ich mich auf allen erreichbaren Ebenen dafür einsetze. Nur bitte erzähl nix von "Verantwortung" oder "artgerechter Tierhaltung", denn weder das eine noch das andere trifft tatsächlich für alle die Tiere zu, die in Deinem Auftrag getötet werden. Dank dafür.
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