Sonderling?

Erstellt 20.11.2022, von Martella. Kategorie: Neu hier. 5 Antworten.

Sonderling?
20.11.2022
Hallo liebe Community,
ich bin Elisabeth und 63 Jahre alt.
Seit meinem Studium vor über 30 Jahren ernähre ich mich weitgehend vegetarisch.
Ich hatte schon mehrere Phasen, einem veganen Speiseplan zu folgen, hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen.


Leider war zunächst der Tierwohlgedanken noch nicht so ausgeprägt und ich bin auf einem Bauernhof sozialisiert worden. Der Umweltaspekt war eigentlich noch gar kein Thema in der Öffentlichkeit.
Aber nun ernähre ich mich seit einem Jahr komplett vegan und achte auch sonst darauf, nur noch vegane Produkte einzukaufen.
Ich habe mich sehr viel mehr mit den Folgen der omnivoren und vegetarischen Ernährungsweise auseinandergesetzt.
Vor 25 Jahren bin ich zurück ins württembergische Allgäu gekommen und eher zunächst wegen der Regionalität flexitarisch unterwegs gewesen, mit sehr wenig Fleisch vom Bioerzeuger, aber nie mit sehr gutem Gefühl, aber einem pubertierenden fitnessbegeisterten Sohn, der das meiste davon verzehrt hatte.
Doch er ist dann Vegetarierer geworden und letztes Jahr vegan - und ich gleich wieder mit. Mein Mann liebt die vegane Küche und ist wenigstens kein Fleischjunkie, aber er isst nicht konsequent vegan und auswärts nur teilweise. Kuchen aller Art kann er bei Einladungen nicht wiederstehen.
Ich ecke leider oft damit an, das ich eben nicht mitesse und meistens etwas veganes mitbringe. Ich erlebe Angriffe, obwohl ich mich gar nicht weiter zum Thema Veganismus geäußert habe. Und was ich an Gegenargumenten und "Whataboutism", speziell in meiner Altersklasse erlebe, hat mich dazu veranlasst, mir etwas Unterstützung in diesem Forum zu gönnen (-:
Wenn ich mit meinem Sohn diskutiere, merke ich, dass ein junger Mensch, der in einer Universitätsstadt lebt, kaum solche Erfahrungen wie ich macht. Da scheint die Toleranz schon größer.
Herzliche Grüße an alle alten und neuen Mitglieder
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20.11.2022
Hallo Elisabeth, herzlich willkommen hier im freundlichen Forum. Ich bin auch aus gesundheitlichen Gründen zum Veganer geworden nach dem mir Ärzte nicht mehr weiter helfen konnten. Das war vor knapp 10 Jahren und es hat sich gelohnt, heute bin ich beschwerdefrei. Meine Frau hatte sofort mit gezogen und sie hat dadurch ihre heftigen Allergien bezwungen. Auch auf unsere beiden Söhne mit ihren Familien hat es schon abgefärbt.
Anfeindungen habe ich bisher keine erfahren, was hinter dem Rücken geredet wird weiß man nicht. Aber die vegane Ernährung findet immer mehr Beachtung und Respekt finde ich.
Ich wünsche dir viel Freude hier.
1x bearbeitet

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20.11.2022
Vielen Dank für deine Antwort Smaragdgrün,
schön, dass du da keine unangenehme Erfahrungen machst -
es ist jetzt auch nicht so, dass ich ständig angegriffen werde, aber es fallen doch regelmäßig unreflektierte abfällige Bemerkungen und manche sind tatsächlich verunsichert, wie sie mich jetzt einschätzen sollen.
Vielleicht liegt es auch etwas an meinem Umfeld:
alleine in der Verwandtschaft 6 Metzger, mehrere Landwirte und deren Familien, alle Tanten und Onkels stammen aus Bauernfamilien ab und ich wohne umgeben von Milchbauern, die Käserei ist um die Ecke...
Da bin ich wohl bei Manchen teilweise nur durch meine Anwesenheit eine Provokation, so erlebe ich es auf jeden Fall. Aber es gibt auch interessierte Mitmenschen: Bei der Arbeit gibt es nicht mehr nur Butter auf die Brezel, sondern auch vegane Aufstriche und einige Kollegen backen "extra" vegan, dass ich mitessen kann.
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20.11.2022
Hallo Martella
herzlich willkommen hier im Forum ! Ich denke, dass wird wahrscheinlich bei einigen nicht zu ändern sein, die sich abfällig äußern, aber lass dich davon nicht verärgern. Es ist schon wichtig und gut, dass Dein Mann und Dein Sohn Dich unterstützen.
Liebe Grüße
METTA
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20.11.2022
Hi Nutella, äh sorry Matella,😆
ich habe mich komplett aus einem Verein zurückgezogen, nachdem ich dort zum Schluss nur noch angefeindet wurde. Dabei hatte ich nur am Anfang von der Ernährung geschwärmt, weil ich selbst so tolle Erfahrung damit gemacht habe. Irgendwann hab ich damit aufgehört und wurde trotzdem weiter provoziert. Dann habe ich die Konsequenz gezogen, und habe mich aus dieser Gruppe entfernt.
Ich mache es jetzt auch bei neuen Kontakten nicht mehr zum Thema.
Ich wohne in der Nähe von einer Schlachterei und einer Schinkenräucherei, wenn die arbeiten, und der Wind falsch steht, habe ich einen Gestank hier, da könnte ich kotzen.
Aber Metzger und Landwirte in der family stell ich mir hart vor. Wünsche dir Kraft zum Durchhalten!

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20.11.2022
Ich bin in der Landwirtschaft aufgewachsen, wir haben selber geschlachtet und auch Tiere zum Metzger gebracht - ja es war eigentlich Alltag und erschien mir damals normal. Meine Schwester ist Metzgerei Verkäuferin und ihr Mann Jäger - die Quittung für hohen Fleischkonsum bekam er schon mit Mitte 40 als eine Bypass Operation notwendig wurde, dazu noch Bluthochdruck und einiges andere. Für mich ist die Ursache klar.
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