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Sind Maiswaffeln besser als Reiswaffeln?

Maiswaffeln haben einige Vorteile gegenüber Reiswaffeln. Bild: Claudia Nass / Adobe Stock

Reiswaffeln sind häufig mit Arsen belastet, deshalb raten Experten davon ab, Kindern regelmäßig Reiswaffeln zum knuspern zu geben. Doch sind Knusperwaffeln aus Mais eigentlich besser als Reiswaffeln?

Tatsächlich findet man im gut sortierten Biomarkt mittlerweile ganze Regale voll mit Knusperwaffeln aus allen möglichen Getreidesorten und auch aus Hülsenfrüchten. Längst muss also niemand mehr zu Reiswaffeln greifen, wenn er Lust auf einen knusprigen Snack hat.

Und tatsächlich haben Maiswaffeln einige Vorteile gegenüber Knusperwaffeln aus Reis.

Den wichtigsten Grund haben wir oben schon angesprochen: Anorganisches Arsen. Es wird beim Nass-Anbau von Reis über die Wurzeln aus den Böden aufgenommen und reichert sich in den Reiskörnern an.

Die Mengen an Arsen unterscheiden sich deutlich, auch abhängig vom Anbaugebiet. Vollkornreis ist Untersuchungen zufolge besonders häufig mit Arsen belastet. Das gilt auch für viele Vollkorn-Reiswaffeln.

Das Bundesamt für Risikobewertung stuft anorganisches Arsen als generell unerwünscht ein, auch wenn es nicht pauschal vom Reiskonsum abrät. [1] Ganz vermeiden lässt sich die Aufnahme von anorganischem Arsen ohnehin nicht.

Doch gerade bei Kindern kann es durchaus einen Unterschied machen, Mais- statt Reiswaffeln zu geben. Zumal es hier ja eher um Beschäftigung als gesunde Ernährung geht. Und: Maiswaffeln sind genauso knusprig.

Reiswaffeln haben aber noch einen anderen Nachteil: Die Anbaumethode. Denn der Reis-Anbau in gefluteten Feldern (wie er üblicherweise geschieht) setzt eine Menge klimaschädliches Methangas frei.

Und für ein Grundnahrungsmittel ist der Methan-Ausstoß bei Reis schon beachtlich.

Klar, wer seinen Klima-Fußabdruck reduzieren möchte, sollte zuerst bei den Tierprodukten beginnen. Für ein Kilo Reis werden nach Angaben des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) zwar beachtliche 3,1 Kilo CO2-Äquivalente freigesetzt - bei Rindfleisch sind es dagegen mit 13,6 Kilo sogar mehr als 4x so viel. [2]

Wer aber auch bei einer bereits klimafreundlichen Ernährung noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann auch beim Reis drauf achten.

Manche Sorten Reis lassen sich auch trocken anbauen, sodass sowohl die Arsen- als auch die Methan-Problematik reduziert wird, oder ganz entfällt. Diese Anbaumethoden sind jedoch ertragsärmer und teurer. Als Verbraucher fehlt hier oft der Überblick.

Die gute Nachricht: Maiswaffeln liegen laut dem Verbraucherschutzmagazin Ökotest sowohl beim Schadstoffgehalt, als auch bei der Klimafreundlichkeit vorn. Auch wenn man nicht und bei allen Reis-Lebensmitteln immer eine bewusste Entscheidung treffen kann - bei Reiswaffeln geht es zumindest ganz leicht!

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Lieber Mais- statt Reiswaffeln?
Letzter Beitrag: 12.07.2023, von METTA.

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Autor: Redaktion

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Reiswaffeln oft stark mit Arsen belastet