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Vegan klappt nicht? Pflanzlicher essen mit der Salami-Taktik!

Auf dem Weg zur veganen Ernährung kann die Salami-Taktik helfen!
Bild: lashkhidzetim / Adobe Stock

Immer mehr Menschen spüren es: Zu viele Tierprodukte tun uns nicht gut – weder dem Körper noch dem Gewissen.

Doch eine sofortige Umstellung erscheint zu schwer. Sie fühlen sich überfordert. Viel zu groß ist die Angst, mit dem guten Vorsatz zu scheitern. Unnötig hohe Ansprüche lassen das Ziel unerreichbar erscheinen.

Deshalb stellen wir euch hier unsere Strategie vor – die wir absichtlich mit dem passenden Namen bezeichnen:

Der Weg zur veganen Ernährung – mit der Salami-Taktik

Die Grundidee: Manche Tierprodukte wegzulassen, ist schwerer als bei anderen. Daher beginnen wir bei denen, die besonders leicht sind – und erreichen mit super einfachen Schritten bereits große Erfolge.

  • Die Vegan-Strategie nach der Salami-Taktik basiert auf psychologischen Erkenntnissen, wie wir unsere Ziele wirklich erreichen.
  • Statt auf Perfektionismus beginnen wir dort, wo wir mit superleichten Minischritten viel erreichen können.
  • Je nach unserer eigenen Einschätzung schrauben wir unsere Ansprüche langsam höher – aber so, dass sie uns nicht überfordern.
  • Die vegane Salami-Taktik vermeidet Perfektionismus. Der ist wahrscheinlich einer der häufigsten Gründe dafür, dass Umsteiger scheitern. Sie glauben, nur perfekter Veganismus würde ausreichen. Wir orientieren uns stattdessen an dem, was wir einfach umsetzen können.
Unsere Strategie der Salami-Taktik basiert auf unserem beliebten Artikel über den entspannten Vegan-Umstieg nach dem Pareto-Prinzip.
Perfektionismus oder Salami-Taktik – auf die Strategie kommt's an!
Bild: K/Vegpool

Besonders leicht gelingen uns die ersten Erfolge bei Gewohnheitsprodukten wie diesen:

Diese Tierprodukte können wir mit Mini-Aufwand einfach vegan ersetzen

Tierprodukt Ersetzen durch Notizen
Butter Margarine → Butter vegan ersetzen
Sahne / saure Sahne vegane Kochcremes → Sahne ersetzen
Joghurt vegane Alternativen → Joghurt ersetzen
Wurst vegane Alternativen
Verarbeitete Fleischprodukte (z. B. Frikadellen, Snacks usw.) vegane Alternativen
Frischkäse vegane Alternativen → Frischkäse vegan ersetzen
Eier, verarbeitet abhängig vom Zweck → Eier vegan ersetzen

Diese Produkte wegzulassen, ist bloß eine Frage der Gewohnheit. Wir achten 4–6 Wochen lang darauf, probieren neue Produkte – und schon wird es zur Routine. Es wird zum Selbstläufer!

Mit diesem einfachen Schritt erreichen wir bereits eine deutliche Verbesserung unserer Ernährungsgewohnheiten auf allen 3 Hauptdisziplinen (Tierschutz, Umweltschutz und Gesundheit)!

Wir meiden auch die Tierprodukte, bei denen es uns ein wenig schwerfällt. Mit jedem Tag wächst unsere Sicherheit. Was heute noch ungewohnt ist, fühlt sich bald ganz natürlich an. (Die Macht der Gewohnheit lässt uns durch kleine Schritte Großartiges bewirken!)
Die Salami-Taktik zur veganen Ernährung basiert auf psychologischen Prinzipien.
Bild: Photographee.eu / Adobe Stock

Scheibchen für Scheibchen zur veganen Ernährung

Umfragen zeigen, dass es hauptsächlich ein Tierprodukt gibt, von dem Verbraucher schwer wegkommen: Käse. Bei Käse vermuten Fachleute eine gewisse Suchtwirkung (ähnlich wie bei Morphinen) – was erklärt, warum der Verzicht vielen schwerfällt.

Und auch für die "schwierigen" Tierprodukte gibt es einen Schritt in der Salami-Taktik:

Schritt 2: Wir definieren eine konkrete Kategorie von Tierprodukten, die wir weiterhin in geringen Mengen essen, um uns nicht zu überfordern – und halten uns daran. Unsere Konsequenz ist gefragt, aber sie überfordert uns nicht.

Beispielsweise: Wir essen pflanzlich, bis auf x Scheiben Käse am Tag (es sollte nicht mehr sein als bisher, damit wir nicht in die Rebound-Falle geraten).

Auf diese Weise ersparen wir uns das Gefühl des Verzichts oder Zwangs. Und wir umgehen zugleich die Gewohnheitsfallen, die sich einschleichen, wenn wir unsere Definitionen zu lose festlegen.

Wir sind klar in dem, was wir essen – aber nicht übertrieben strikt.

Der Fokus liegt auf den Erfolgen, die sich ohne große Mühe erzielen lassen.
Bild: sonyachny / Adobe Stock

Ein wenig Anstrengung ist okay und wichtig. Denn wir wissen: Die Phasen, in denen wir stark geblieben sind, sind die Phasen, auf die wir stolz sein werden! No pain, no gain.

Wir halten uns an die definierte Produktkategorie und wechseln nicht willkürlich zu einer anderen Kategorie. Auf diese Weise werden wir neue Routinen entwickeln, die uns helfen, unseren Zielen treu zu bleiben.

Wir vermeiden die falsche Sichtweise, dass es darauf ankäme, perfekt zu essen. Selbst wenn wir nur zu 90 % vegan essen, befinden wir uns auf einem bewundernswerten Level – verglichen mit dem Ernährungsdurchschnitt. Wir investieren in eine Routine, die uns langfristig trägt.

Challenge der Salami-Taktik

Schritt 3: Wir richten den Fokus auf das, was wir mit mäßigem Aufwand erreichen können. Zum Beispiel kreuzen wir in unserem Kalender jeden Tag an, an dem wir unseren Vorsätzen treu geblieben sind. Haben wir eine Woche am Stück erreicht, gibt es einen Stern für die Woche. Yeah!

Bei "Fehlern" machen wir am nächsten Tag weiter, als wäre nichts geschehen. Fehler kommen vor. Die wichtigsten Effekte entstehen, wenn wir es ernsthaft versuchen.

Das Challenge-Prinzip klingt banal, ist aber überraschend effektiv. Man wird den Effekt spüren, sobald man es selbst einmal ausprobiert.

Der Weg zur veganen Ernährung mithilfe der Salami-Taktik motiviert uns, ohne zu überfordern. Das ist der ganze Trick hinter der Idee.

Und wenn wir uns nach den ersten erfolgreichen Wochen bereit fühlen, nehmen wir den Vegan-Umstieg nach dem Pareto-Prinzip in Angriff!

Wer zu lange zögert, verliert. Wer den Angriff wagt, gewinnt. Der erste Schritt ist längst gemacht – jetzt nähern wir uns unserem Ziel!

Wir bleiben in Kontakt!

Wir beschäftigen uns regelmäßig mit den Vorzügen einer pflanzliche(re)n Ernährung. Wir nutzen Websites zu dem Thema und holen uns natürlich auch den kostenlosen Vegan-Newsletter von Vegpool. Wir lassen uns jede Woche erneut inspirieren.

Und wenn wir können, suchen wir uns einen Gleichgesinnten, der unser Sparringspartner wird (und wir seiner). Denn so aktivieren wir weitere psychologische Mechanismen, die uns helfen, dran zu bleiben. Wir stehen nicht im Wettbewerb, sondern helfen einander.

Wir haben den Artikel am 14.10.2025 leicht überarbeitet.

Veröffentlichung:

Autor: Kilian Dreißig

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Diskussion im Forum:
Vegan werden mit Salamitaktik
Letzter Beitrag: 19.10.2025 von Friedhelm.

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