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Kuhmilch als Kalziumquelle: so verrückt ist der Mythos!

Das Kalzium in der Kuhmilch kommt aus den Futtermitteln.
Kuhmilch ist ein Kalziumspeicher - aber keine "Quelle" für Kalzium. Bild: pixabay.com / K / Vegpool (bearb.)

Kuhmilch ist eine gute Quelle für Kalzium? Schön wär's!
Tatsächlich stammt ein großer Teil des Kalziums in Kuhmilch aus industriell erzeugtem Mineral- und Kraftfutter!

Kuhmilch stellt daher eine Art indirekter Kalzium-Supplementation dar. Fast so, als würde man eine Kalziumtablette in Wasser lösen und das Getränk dann als "Kalziumquelle" anbieten.

Rinder der Milchindustrie verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im Stall. Dort fressen sie, was der Tierhalter ihnen vorsetzt. Heu, Kraftfutter, Mineralfutter, Vitaminpräparate, Lecksteine und so weiter...

Ein Teil davon landet in der Kuhmilch.

Und doch wird Milch weiterhin als Naturprodukt vermarktet. Natürlichkeit, Traditionalität und Reinheit sind zentrale Motive in der Milch-Werbung. Selbst Riesen-Molkereien werben mit urtümlicher Kleinbäuerlichkeit. Achtet beim nächsten TV-Spot einmal darauf!

Verrückt: Erst seit der BSE-Krise ist es verboten, Rindern Mehl aus den Überresten ihrer eigenen Artgenossen ins Futter zu mischen! In den allermeisten Fällen ist Kuhmilch alles andere als natürlich.

Neben den emotionalen Aspekten kommen noch die angeblichen gesundheitlichen Vorteile von Kuhmilch dazu. Bis heute werben selbst wissenschaftlich orientierte Ernährungsgesellschaften für Kuhmilch als angebliche Kalzium-Quelle.

Kuhmilch: Kalzium-Speicher, keine Kalzium-Quelle!

Tatsächlich enthält Kuhmilch durchaus Kalzium - eine Quelle ist sie aber mitnichten. Einen Teil des Kalziums haben die Kühe ja erst aus dem Mineralfutter aufgenommen. Kuhmilch ist also allenfalls ein Kalzium-Speicher.

Ein Teil des Kalziums in der Kuhmilch kommt auch aus natürlichem Futter. In der industrialisierten Tierhaltung stellt artfremdes Futter jedoch eine wesentliche Kalziumquelle dar.

Auch Kühe, die "Bio-Milch", "Heumilch" oder "Weidemilch" produzieren, erhalten ebenfalls auch Kraft- bzw. Mineralfutter. Auch solche "Premium-Produkte" sind mitunter indirekte Nahrungsergänzungsmittel. Jedenfalls zum Teil. Denn klar, auch Heu und Gras enthalten Kalzium. Nur: Kühe bekommen keineswegs bloß Heu und Gras.

Wenn Kuhmilch Kalzium aus Mineralfutter enthält - warum dann nicht gleich eine Kalzium-Tablette einnehmen? Oder einen angereicherten Haferdrink, der dazu noch viel umweltfreundlicher erzeugt wird?

Anbindehaltung bei Rindern.
Rinder bekommen keineswegs nur Gras und Heu! Bild: pixabay.com

Es gibt bessere Kalzium-Quellen als Kuhmilch

Nachhaltiger wäre es allenfalls. Etwa 90% des Futters werden von Rindern schließlich zu Gülle umgewandelt.

Was Landwirte als "Veredelungsverluste" bezeichnen, ist in Wahrheit nichts anderes als Verschwendung natürlicher Ressourcen.

Wenn ihr also wieder einmal hört, dass Kuhmilch eine prima Kalzium-Quelle wäre, dann weist doch auf den verbreiteten Irrtum einmal hin.

Der Mensch ist das einzige Säugetier, das nach dem Ende des Säugealters noch Milch trinkt - und auch noch die Milch einer anderen Spezies. Es gibt also gute Gründe, keine Kuhmilch zu trinken.

Wollt ihr euch gesund und nachhaltig mit Kalzium versorgen? Dazu braucht ihr keine Kuhmilch!
Hier findet ihr die besten veganen Kalzium-Quellen!

Der Artikel wurde am 13.6.2023 überarbeitet

Veröffentlichung:

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Das Kalzium-Märchen der Milchindustrie
Letzter Beitrag: 15.07.2023, von METTA.

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AUTOR: KILIAN DREIßIG
Vegane Lebensweise vereint Klimaschutz, Tierschutz und Lebensqualität. Gründe genug, mich als Journalist damit zu beschäftigen.

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