geschwächte Gelenke und vegane Hilfen?

Erstellt 10.07.2017, von Miera. Kategorie: Gesund vegan leben. 3 Antworten.

geschwächte Gelenke und vegane Hilfen?
10.07.2017
Liebe Leute, ich hoffe wirklich, dass dies hier nicht zu medizinisch für das Forum ist. Falls doch und es deplatziert sein sollte, darf es gerne gelöscht werden. ;)


Zuerst mal schildere ich mein Problem: Seit Anfang des Jahres hatte ich mysteriöse Schmerzen im linken Sprunggelenk. (Kein Unfall, kein ensprechender Sport wie Joggen o.ä. ging dem voran.)
Nach Wochen des Rätselns kam nach einem MRT endlich heraus, dass ich dort im Sprunggelenk einen sog. Bone Bruise habe, eine Knochenprellung, bzw. Knochenblutung. Das entwickelt sich gerne mal durch dauerhafte Felhbelastung wie Joggen, Stop-and-Go Sport, etc., oder durch massive, nicht korrigierte Fehlstellungen im Körper, die dann die Gelenke auf Dauer aufeinander malmen lassen. So habe ich es zumindest bislang verstanden, wenn hier jemand mehr oder anderes weiß, gerne her mit dem Wissen! :thumbup:
Eigentlich hätte das schon wieder recht gut abheilen sollen, ich habe das nun schon ein halbes Jahr und laut meines Orthopäden soll das nach 3-6 Monaten ausgeheilt sein. Soweit, so gut, bis hierhin hätte ich auch Geduld für einen längeren Heilungszyklus, schließlich ist jeder Körper anders. Neulich war ich allerdings auf einer Feier und konnte nicht widerstehen, auch mal zu ein paar Takten zu tanzen. Ich war sehr vorsichtig und habe ganz bewusst vor allen Dingen das andere Bein "belastet". Es war wirklich kein langer Tanz, trotzdem hatte ich danach wieder sehr viel stärkere Schmerzen und dazu auch neue, sich ähnlich anfühlende Schmerzen im rechten Sprunggelenk. Nun komme ich mit beiden Füßen erneut ins MRT. Soweit hat das alles noch gar nichts mit Vegan zu tun, ich habe das nur geschrieben, damit diejenigen, die dazu etwas sagen können und mögen, wissen, worum es ungefähr geht.
Mein Orthopäde versucht nun herauszufinden, was die Ursache sein könnte. Unter anderem sprach er von Osteoporose und Stoffwechselstörungen und erkundigte sich, ob ich vegan lebe. Als ich bejahte, sprach er von irgendwelchen bestimmten Proteinen, die mir womöglich fehlen könnten und dass ich mal in Hinblick auf den Osteoporose-Gedanken Calcium und Vit. D zu mir nehmen solle. Vit. D nehme ich eigentlich ohnehin, nur in den letzten paar Wochen nicht mehr, weil ich so viel in der Sonne war, dass ich denke, dass das so genügt. Habt ihr Tipps zu:
1) einer guten, vielleicht selbst erprobten, veganen Calciumquelle (ob natürlich oder als Präparat)
2) bedürftigen, bzw. geschädigten Gelenken und veganer Ernährung
3) eine Ahnung, welche Art Protein der "Herr Doktor" da gemeint haben könnte (es klang nach Lysin, bin mir aber leider nicht mehr ganz sicher) und ob das irgendeinen Sinn machen kann? Wenn Sinn vorhanden: kann man das nicht auch in "grün" regeln? ;)

Ich bedanke mich jetzt schon mal für eure Antworten und hoffe fest, dass sich möglichst bald alles heilen lässt.
Liebe Grüße! :wink:
1x bearbeitet

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10.07.2017
Also meine Gelenke sind seit der veganen Ernährung nicht mehr schmerzhaft.
Als gute Kalziumquelle empfehle ich dir ein gut mineralisiertes Wasser, da gibt es sehr viele im Handel, da vergleichst du am besten mal in einem großen Getränkemarkt.Du kannst dir aber auch ein Kalziumcitrat besorgen. https://www.purecaps.net/de/produkte/calcium-CC9A
Um einen Proteinmangel vor zu beugen solltest du viele eiweißreiche Lebensmittel konsumieren(Quinoa, Soja, Nüsse, Brokkoli usw) du kannst aber einem Defizit auch mit Reisprotein oder Erbsenprotein entgegen wirken. Am besten rührt man es unter einen Smoothie, da kommt es nicht ganz so sandig rüber ;) . Es gibt auch schon fertige vegane Proteintrinks mit Stevia gesüßt und in verschiedenen Geschmacksrichtungen, da sind alle wichtigen Eiweißbausteine enthalten.
Hier z.B. https://www.rockanutrition.de/collections/proteinpulver/products/the-vegan-vegan-milk-chocolate?variant=28460282177#
Ich hoffe das könnte etwas helfen.

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11.07.2017
Hallo Miera,

wenn du keine angeborene Proteinstoffwechselstörung besitzt oder generell zu wenig Energie konsumierst ist es äußerst unwahrscheinlich (bis unmöglich), dass bei dir ein Proteinmangel vorliegt.

Ein fähiger Arzt, der voll hinter seiner / ihrer Theorie steht (und nicht nur einen Schuss ins Blaue abgibt), hätte hier zumindest ein Aminosäureprofil erstellen und den Calciumspiegel bestimmen lassen.

Mein Tipp an dich:
Einen fähigen Arzt, bzw. eine fähige Heilpraktikerin aufsuchen, welche gewillt sind dir wirklich und nachweislich zu helfen und dich nicht nur mit irgendwelchen Bauchgefühlen der eventuellen Selbsthilfe überlassen :thumbup:

Grüße,
Falk
1x bearbeitet

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11.07.2017
Hey Falk, das sind wahrlich gute Gegenargumente. Habe jetzt ein Date mit meiner Hausärztin, inklusive Blutentnahme. Da woll'n wir doch mal schau'n, wo meine Werte so liegen!


Danke ihr beiden, für eure Reaktionen und Unterstützung! :thumbup:
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