Asthma und Allergien

Erstellt 31.03.2020, von Tina76. Kategorie: Gesund vegan leben. 8 Antworten.

Asthma und Allergien
31.03.2020
Liebe Community,

ich nehme schon seit Kindertagen Cortison (Pulver zum Inhalieren) wegen Asthma und früher hatte ich immer ein weiteres atemwegserweiterndes Medikament zum Sprühen für unterwegs. Das zusätzliche Medikament brauche ich inzwischen nicht mehr, cortison konnte ich reduzieren und schreibe, wie ich das durch gesunde Ernährung erreicht habe. Bitte erst euren Arzt fragen wenn ihr merkt dass es euch besser geht wie ihr was am besten umstellt, dann erst Medis anpassen!

Im Verlauf mehrerer Jahrzehnte habe ich meine Ernährung mehrmals umgestellt. Heute esse ich möglichst naturbelassen frisch und ungespritzt. Wenige einfache hochwertige Zutaten.

Frühstück
Dinkelbrei nach Rezept Hildegard von Bingen warm zubereitet alternativ Haferbrei mit Äpfeln u Mandeln oder Walnüssen u Trockenfrüchte
oder
1 Bio Apfel alte Sorte allergikergeeignet und 1 Scheibe BiovollkornBrot (keine Körner die reizen,besser gut vermahlen ) mit Sauerteig, ohne Hefe
dazu ein gutes kalt gepresstes Öl oder Mandelmus
oder pikant : SalatGurkenscheiben oder 1 Biopaprika dazu Dinkel oder Roggenbrot plus 1 Teelöffel Leindotteröl. Dieses Öl schmeckt nussig und ist sehr gesund. Alternativ Olivenöl.

Selbstgemachter Brotaufstrich
beliebige Samensorte zerstossen mit einem Mörser oder Löffelrückseite Zitronensaft dazu plus frische Kräuter oder Kresse und milde Gewürze.

Dazu 1 Tasse Fencheltee oder 1 Tasse Kaffee schwarz danach Rest des Tages nur noch Wasser ggf Wasser mit Zitronensaft.

Zucker, helles Mehl und Zusatzstoffe aller Art umgehe ich indem ich möglichst Basis Zutaten kaufe und selbst mische.

Rezepte für mittags u abends folgen bin noch am Ausprobieren


Durch den Erfahrungsbericht eines anderen Asthmatikers habe ich gelernt, dass es nicht egal ist, was ich trinke. Die Atemwege, die Lunge, die Schleimhäute wollen gepflegt werden.


Es ist bekannt, dass medizinisches Salz die Schleimhäute pflegt. Produkte die medizinisches Salz oder Meersalz enthalten verwende ich reichlich und in unterschiedlichen Bereichen (spülen, inhalieren, lutschen, trinken)

Ausserdem ist es sehr förderlich, zusätzlich mehrmals täglich Vitamin C zuzuführen und Enzyme, idealerweise in Form natürlichen ungespritzten Vitamin C und enzym reichen Früchten, Vitamin C und enzymreichem Gemüse (zu 50 Prozent roh), auch Mineralwasser gemischt mit einem Spritzer Zitronendirektsaft. Kurz frische Rohkost ist sehr gesund plus leicht gedünstetes Gemüse oder im Ofen kurz knackig erhitzt.


Zu vermeiden sind Getränke und Nahrungsmittel, die die Schleimhäute reizen oder das Schleimhäutmilieu in irgendeiner Form aus dem Gleichgewicht bringen können.
Insbesondere Milchprodukte, auch in kleinen Mengen, sind ungünstig einzustufen, da diese die Atemwege verschleimen wie ich immer wieder selbst feststellen musste aber auch Softdrinks oder den ganzen Tag dickflüssige oder reichhaltige Getränke.


Als Getränk zum Durst löschen empfehle ich ganzjährig stilles Mineralwasser mit einem mittleren Mineralgehalt, viel Magnesium und wenig Sulfat. Gelegentlich ist gesprudeltes Wasser ok, als Genussgetränk mit einem Schuss bio Zitrone, nicht zu kalt da auch das die Schleimhäute reizt. Viel Kohlensäure wirkt übersäuernd. Es dauert eine Weile sich daran zu gewöhnen, Medium kann anfangs eine Alternative sein.
Tee und Kaffee sind Genussgetränke, einzustufen wie Essen also zum Essen oder zu besonderen geselligen Gelegenheiten.
Zur Schleimhautpflege kann ich ausschliesslich stilles raumwarmes Wasser empfehlen pur oder mit einem Spritzer bio zitronendirektsaft.

wenn ich das konsequent durchziehe also viel pures Wasser trinke das Mineralien enthält bei Bedarf Salzprodukte verwende reizende Stoffe vermeide mich gesund vitamin c reich ernähre
reicht mir unterwegs als Notfallausrüstung bei Asthma :
1 kleiner TrockenSalzinhalator,
1 Flasche Mineralwasser still oder Medium,
Salztabletten zum Lutschen,
1 Apfel ggf noch ewas Gesundes mit Ballaststoffen zum Knabbern um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Fragen dazu beantworte ich gerne und freue mich auf eure Erfahrungsberichte zu diesem Thema.



1x bearbeitet

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01.04.2020
Wahnsinn. Toller Beitrag!

Frage, wie schlimm hattest du denn Asthma bevor du dich behandeln hast lassen?

Ich hatte als Kind kein Asthma, entwickelte aber zahlreiche Allergien und auch Heuschnupfen. Erst mit etwa 30 Jahren fand ein sog. "Etagenwechsel" statt, den ich aber gar nicht wirklich als Asthma wahrnahm. Tagsüber hatte ich keinerlei Probleme, aber gelgentlich bekam ich dann nach dem Schlafengehen schlecht Luft. Ich konnte dann nicht wirklich einschlafen und quälte mich mehr oder weniger in den Schlaf. Manchmal stand ich dann auch auf und ging einfach spazieren. Da es anfangs relativ selten war (etwa einmal im Monat) machte ich mir auch keine allzugroßen Gedanken darüber. Da ich bei einem Asthmatiker immer so das Bild eines keuchenden, auf dem Boden liegenden Nerds mit Inhalator im Kopf hatte, wäre ich nie auf die Idee gekommen an Asthma zu denken :rolleyes:

Bis ich dann etwa 37 Jahre alt war, wurden die Anstände zwischen diesen "Anfällen" dann aber immer kleiner und es zehrte schon ziemlich an meinen Kräften. Vor allem, weil ich durch die Schichtarbeit ja sowieso schon einen schwierigen Schlafrythmus hatte.

Ich ging also doch mal zum Lungenarzt und machte einen Lungenfunktionstest. Der fiel wohl ziemlich schlecht aus, weil er mir auch sofort Kortison (Relvar) verschrieb, dass ich täglich nehmen musste. Für Notfälle gab er mir den Salbutamol Inhalator.


Nach einiger Zeit wurde es dann besser und jetzt muss ich nur noch gelegentlich das Kortison nehmen. Das Notfallspray brauche ich eigentlich nie. Nach meinem Umstieg auf vegan wurde es nochmal etwas besser. Die Abstände zwischen dem Kortison haben sich etwa verdoppelt, so dass ich es jetzt vielleicht noch einmal im Monat oder alle zwei Monate brauche.
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01.04.2020
Hallo Habanero,
als Kind hatte ich starkes Asthma, hatte 2 schwere Astmaanfälle als Kind und war deshalb mehrfach in Kliniken und Kuren. Im Erwachsenenalter wurde es besser : keine Anfälle mehr allerdings häufig Bronchities.

Zur Zeit nehme ich noch tgl. 1 kleine Dosis Kortison für die Lunge, weil ich damit auf Nr. sicher gehe bzgl Umwelteinflüsse. Ich hab z.B. noch Schwierigkeiten wenn ich Luft einatme, die mit Schadstoffen verunreinigt ist und das lässt sich nicht immer vermeiden.
Ein Notfallmedikament das einem sicher hilft dabei zu haben, für alle Fälle (auch wenn man es nie braucht ) ist auch gut, vorsichtshalber.


Gegen Kratzen im Hals nehme ich MineralWasser u Emser Salz Lutschtabletten.

Allergien und Unverträglichkeiten habe ich einige, es ist leichter für mich zu schreiben was ich vertrage wie umgekehrt. Da sich Allergien und Unverträglichkeiten verändern können habe ich die Hoffnung, dass das besser wird.


In der Pollensaison nehme ich ein Antiallergikum ein (Loratidin) und ganzjährig ein Kortisonnasenspray das soll ich permanent tgl sprühen wegen chronischer Allergie, hoffe das wird auch noch besser.

Beim Einkauf frage ich auf dem Markt nach ungespritzten / für Allergiker geeigneten alten Obstsorten, diese vertrage ich meistens.


An Nüssen esse ich nur Walnüsse u Mandeln.


Ab und zu mache ich 'Konfrontation', teste 1 einzelne Gemüsesorte ob ich diese vertrage. Am Schwierigsten sind für mich gerade histaminreiche Nahrungsmittel (lange gelagert reichert sich Histamin an oder natürlich hoher Histamingehalt bei Frischware wie bei mediteranen Gemüsesorten). Deshalb kaufe ich alles möglichst frisch und verbrauche schnell das ist verträglicher.

Welche Ernährungsumstellung hat dir im Detail geholfen ?



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01.04.2020
Hallo, Tina,

ich bin auch Asthmatiker, nehme täglich Budesonid in geringer Dosis (als Spray) und habe natürlich mein Notfallspray immer dabei. Ich habe es erst ein einziges Mal gebraucht, aber laut Notarzt wäre ich damals (2017) verstorben, wenn meine Frau dieses Notfallspray nicht in mich geradezu "hineingepumpt" hätte.

Übrigens konnte ich, seitdem ich vegan lebe, meine Dosis an Budesonid halbieren. Ich glaube, dass das zusammenhängt, während mein Pneumologe meint, es sei "Zufall". Aber okay. Wir verstehen uns dennoch gut... ;-)

Was ich sagen will: Man sollte lieber die Mini-Dosis, die wirkt, weiter nehmen, als zu riskieren, dass nach Monaten oder gar Jahren ein schwerer Rückfall passiert. Und das Notfallspray sollte für jeden Asthmatiker einfach ein Muss sein, das habe ich am eigenen Leib erfahren.

Alles Gute.


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01.04.2020
Hallo Peebee,


finde es super dass du die Dosis halbieren konntest. Ich denke auch dass es kein Zufall war sondern dass dein Körper inzwischen weniger braucht. Wenn ich eine Bronchities habe setze ich die Dosis manchmal etwas höher (hat mein Arzt empfohlen) und danach wieder auf Minimum. Ich kann es manchmal (nicht immer) spüren ob ich eine höhere oder niedrigere Dosis Kortison brauche.

Was du schreibst klingt logisch :thumbup: und ist auch am sichersten: tgl 1 kleine Dosis Kortison gegen die Entzündung plus Notfallmedikament dabei, nicht gedacht zum regelmässig nehmen sondern für alle Fälle den Notfall halt.

Ich hab mal versehentlich eine Chemikalie eingeatmet (Spülmaschinenmittel ausgedampft aus Spülmaschine) das war gar nicht gut. Ich war allein in der Wohnung, hab die Nerven behalten, ruhig geatmet und die Atemnot ging wieder weg durch dieses ruhig atmen... aber wer weiss was so alles passieren kann, der Kreislauf kann schlapp machen, wie schmell passiert dass man sich nicht mehr selber helfen kann! Da ist es gut ein atemwegserweiterndes Notfallmittel zu haben sicher ist sicher da hast du recht. Dass ich auch umkippen könnte mir nicht mehr selber helfen kann und dann nur noch ein Medikament hilft, daran hab ich noch nicht gedacht.

Dir auch alles Gute und lg
2x bearbeitet

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01.04.2020
Welche Ernährungsumstellung hat dir im Detail geholfen ?

Das kann ich dir gar nicht so genau sagen. Zum einen habe ich ja reltiv schnell auf vegan umgestellt und zum anderen habe ich es bis vor ein paar Wochen gar nicht mehr probiert. Das war eher Zufall, mit der Haselnuss :D
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01.04.2020
Danke, Tina. Bei akuten Infekten erhöhe ich tageweise auch, setze dann wieder so früh wie möglich runter. So empfahl es auch mein Pneumologe. Ich hatte jetzt eine Infektion, da habe ich drei Tage mehr gesprayt, seit heute wieder so wie vorher.


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02.04.2020
Bei Asthma hilft Ausdauersport (Rennen, Seil springen) enorm. Damit kann man die Lunge zu einer so guten Leistungsfähigkeit trainieren, dass, wenn man es sehr konsequent macht, oftmals überhaupt keine Medikamente mehr braucht. (Außer Allergietabletten, die geht davon leider nicht weg.)
Der Anfang jedoch ist schwer.
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02.04.2020
Hallo Lenshar,

moderates Ausdauertraining ist gut für Lunge und Kreislauf, das stimmt, danke für deinen Tipp!


Möchte noch hinzufügen: für Anfänger ist gelenkschonendes Intervalltraining ideal geeignet, also z.B. schnelles Gehen im Wechsel mit langsamen Gehen.


Beispiel für Untrainierte (bitte vorher ärztlich durchchecken lassen und ok vom Arzt einholen. Bei fiebrigen Infekten, gesundheitlichen Beschwerden insbesondere starker Atemnot oder Schmerzen Training aussetzen und ärztlichen Rat einholen).:

15 Minuten Gesamttraining am 1. Tag:
5 Minuten im mittleren Tempo gehen bis man aufgewärmt ist
dann 1 Minute schnell gehen (das richtige Tempo ist wenn man noch sich mit jmd unterhalten kann).
4 Minuten langsam gehen.
Dann zum Startpunkt (oder zum Ziel) orientieren.
1 Minute schnell gehen den Rest der Strecke (4 min) langsam gehen.
dabei auf Körpersignale achten, nicht überfordern, etwas zu trinken mitnehmen.
Ggf. pausieren (langsam auf der Stelle treten damit Muskeln warm bleiben oder kurz stehen bleiben danach wieder aufwärmen) und um das Schwitzen auszugleichen was trinken. Wenn Körper wieder bereit ist langsam zurückgehen.


Am nächsten Tag leicht steigern wie oben jedoch 2 Minuten schnell bei einer Gesamtzeit von 20 Minuten.

Steigerung der Gesamtzeit angepasst an eigenes Leistungsvermögen:
Wenn 20 Minuten und 2 Minuten schnell gehen gut geschafft wurden, nach und nach auch die Gesamtzeit steigern, auf 25 bis 30 Minuten (3 bis 5 Minuten schnell gehen).


Trainierte Asthmatiker schaffen auch 10 bis 30 Minuten schnell gehen am Stück bis 90 Minuten Intervall Gesamtzeit, das ist noch moderat (in etwa mein Leistungsvermögen).
Wer mehr schafft als normaler Asthmatiker bitte Erfahrung schreiben ;)

Es ist auch vom Alter und Vorzrainingszustsnd abhängig, das Herz-Kreislaufsystem ist trainierbar jedoch nimmt das Leistungsungsvermögen mit zunehmendem Alter leicht ab. Trainierte Senioren (auch mit Asthma) können leistungsfähiger sein als junge untrainerte gesunde Menschen. Moderates Training lohnt sich!

Immer darauf achten dass dabei der Körper nur leicht gefordert, jedoch nicht überfordert wird.


Ziel:
Regelmässiges Training 3x wöchentlich im eigenen Tempo 30 bis 60 Minuten das den Körper leicht fordert, die Lunge und Muskeln leicht trainiert und dabei Freude bereitet.

Moderates Training im mittleren Leistungsbereich ist gesünder als ehrgeiziges Training an der obersten Leistungsgrenze.

Wer bereits trainiert ist, jedoch gelenkschonend trainieren möchte : Treppen gehen trainiert den Kreislauf intensiv und ist ein ideales Heimtraining. Ich besitze zu diesem Zweck ein Stepboard, normale gerade Treppen tun es auch. Ich habe einen Trainerschein (B Lizenz) und beantworte gerne Fragen zu diesem Sport.



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