Bauernverband stört sich an Schülerdemo

Erstellt 12.03.2017, von Jogi. Kategorie: News & Aktuelles. 6 Antworten.

Bauernverband stört sich an Schülerdemo
12.03.2017
Hier mal wieder ein neuer Beitrag aus der Kategorie "Kuriositätenkabinett":

„Wir Kinder aus der 5b finden, dass Massentierhaltung das Allerschlimmste ist. Die Tiere werden auf schreckliche Art und Weise gehalten und geschlachtet.“ Mit diesen Worten hatten Kinder der Auguste-Viktoria-Schule Mitschüler in einer Mail dazu eingeladen, am Sonnabend an einer Demo durch die Innenstadt teilzunehmen. Der Aufruf zog Kreise.

Über Umwege landete er auch beim Kreisbauernverband Flensburg, der sich in einem offenen Brief an die Elternvertreter wandte. Darin heißt es: „Leider drängt sich uns der Eindruck auf, dass hier sehr junge Schüler für politische Positionen einzelner Lehrer und Eltern instrumentalisiert werden sollen.“ Man bedauere diese Form der Polarisierung.


Quelle: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/maximale-aufregung-um-mini-demo-gegen-massentierhaltung-id16276496.html


Ich finds ja unfassbar...
Toll, dass die Schüler sich so engagieren! Spannend, dass der Bauernverband sich so aufregt. Betroffene Hunde bellen...
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13.03.2017
Hi Jogi,

ist leider alles andere als ein Einzelfall. Die Agrar-Industrie manipuliert ohne Ende - und hört damit auch bei Kindern nicht auf. Stichwort: Comic-Tiere auf Fleischprodukten, die an Kinder vermarktet werden ("Bärchenwurst" und Co).

Aus irgendeinem Grund haben auch Industrie-Bauern in Deutschland ein Abo als Gesellschafts-Opfer.
Die Bauern, die ohnehin üppig aus Steuergeldern subventioniert werden, jammern stets am lautestens, während die, die nachhaltig Landwirtschaft machen, oft echte Existenzprobleme haben und politisch kaum Gehör finden.

Das Verhalten des Schulleiters ist beschämend. Seine Aufgabe wäre es, die Schüler zu aufgeklärten, verantwortungsvollen Menschen zu erziehen, ihnen den Rücken für verantwortliches Verhalten zu stärken und sie vor Manipulation zu schützen.

Wäre mal interessant, ob an der Schule auch Agrar-Marketing wie "Milch-Tage" oder Jäger-Propaganda ("Wald-Erlebnis-Tage" o.ä.) stattfinden. Da könnte man ja mal genauer hinsehen.

Vielleicht hat jemand Zeit und Lust, ihm einen freundlichen Brief zu schreiben. Damit er nicht nur das konzertierte Berufs-Jammern der Lobby zu hören bekommt, sondern auch ein paar echte Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Hier die Website: https://www.auguste-viktoria-schule.de/
Und hier die Kontakt-Seite: https://www.auguste-viktoria-schule.de/service/kontakt/

Viele Grüße

Kilian
2x bearbeitet

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13.03.2017
Oh ja, die armen Bauern. Sobald jemand eine Meinung hat, die anders ist als die eigene wird sofort manipuliert. Denn es gibt ja nur eine Meinung: Massentierhaltung mit viel Subvention^^

Ich würde allerdings nicht den armen Rektor jetzt auch noch terrorisieren - am Ende kriegens ja doch immer die Kinder ab und dann kommt der nächste Artikel: militante Veganer nehmen Einfluss auf Rektor...
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16.03.2017
unser allseits geschätzter Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung Christian Schmidt hat doch selbst in einem Interview gesagt:

Viele Kinder und Jugendliche wissen heute gar nicht mehr, woher Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. Das hat zum einen Fehlernährung mit immensen gesundheitlichen Kosten zur Folge – und zum anderen fehlende Wertschätzung.

(Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/agrarminister-christian-schmidt-deutschland-soll-trendsetter-beim-tierwohl-werden/19255126.html )

Nun, die Klasse 5b hat sich anscheinend informiert, woher ein Großteil der Lebensmittel kommt ;)

lg Aubergina

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16.03.2017
Hallo Aubergina,

Herr Schmidt möchte zwar, dass sich die Leute informieren, aber dann haben diese doch bitte auch zum gleichen Schluss zu kommen wie er :!:

Alles andere wäre eine Frechheit und Amtsanmaßung :D

Grüße,
Falk
1x bearbeitet

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16.03.2017
Zitat Nefasu:Herr Schmidt möchte zwar, dass sich die Leute informieren...

Selbst da bin ich mir nicht ganz sicher.


In der Poltik ist das immer ein bisschen schwierig: Politiker aus allen Parteien reden dauernd von mehr Beteiligung an Wahlen, die Bürger sollen sich informieren usw. Aber ob sie das wirklich meinen?
Ich unterstelle jetzt mal, dass die Menschen aus sozial schwächeren Verhältnissen ihr Wahlrecht weniger in Anspruch nehmen als die "Mittelschicht". Was resultiert daraus? Die meisten Politiker machen keine Politik für sozial schwächere. Würden mal die ganzen (ich sage es mal absichtlich etwas provokannt) Plattenbausiedlungen zur Wahl gehen und das wählen, was für sie konkret Vorteile bringen würde, sähe unsere politische Landschaft völlig anders aus - und die Politiker würden auch ganz andere Schwerpunkte in ihren Programm behandeln.

Entsprechend bin ich mir gar nicht sicher, ob man wirklich mehr Wahlbeteiligung und Information möchte... hört sich gut an und ich muss es als Poltiker auch öffentlich sagen, aber letztendlich würde es vieles verändern. Und welcher Politiker will schon wirklich Veränderung..?
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01.05.2017
Am Ende schießen sich solche Verbände ins eigene Knie. Sich als mächtiger Lobbyverband gegen Kinder zu stellen und zu diskreditieren ist so durchschaubar und dumm, dass es nur nach hinten losgehen kann. In diese Sinne bin ich fast froh für deren Kurzsichtigkeit. :)
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