Xylit: Eine gute Alternative zu Zucker? Bild: pixabay.com
Xylit ist eine Alternative zu raffiniertem Zucker. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt und wird seit 1960 in Lebensmitteln als Süßungsmittel eingesetzt. Allerdings ist Xylit deutlich teurer als weißer Zucker, weshalb es immer noch eher ein Nischenprodukt ist.
Xylit hat gegenüber klassischem Haushaltszucker einige Vorteile. So ist Xylit deutlich ärmer an Kalorien und ist nicht nur zahnschonender, sondern regelrecht zahnpflegend. Manchmal wird Xylit wegen der chemischen Erzeugung kritisiert - es gibt jedoch auch Bio-Xylit.
Auch wenn Xylit oft als "Birkenzucker" bezeichnet wird, kommen häufig auch Holzfasern anderer Baumarten (z. B. Buchen) zum Einsatz. Der daraus gewonnene Holzzucker (Xylose) wird in der weiteren Verarbeitung zu Xylit umgewandelt. Als Rohstoffe können aber auch Maiskolben und andere Rohstoffe dienen.
In den meisten Fällen schon. Xylit schmeckt etwa gleich süß wie Zucker und kann sogar besser konservieren, da sich Hefen und Bakterien nicht von Xylit ernähren können. Xylit eignet sich jedoch nicht so gut für karamellisierte Leckereien, da der Kochpunkt sehr hoch ist. Für Hefeteige ist Xylit nicht geeignet, da die Hefen sich davon nicht ernähren können. Nach dem "Gehen" des Teiges kann aber zusätzlich mit Xylit gesüßt werden.
Xylit wird in vielen verschiedenen Formen angeboten. Klassisch ist natürlich das kristallisierte Xylit-Pulver, das so aussieht wie normaler Zucker. Es gibt aber auch Puder-Xylit, Würfel-Xylit, Gelier-Xylit und vieles mehr. Die Anbieter sind hier sehr kreativ.
Häufig werden Nebenprodukte der Zellstoff-Herstellung verwendet, um Xylit zu erzeugen. Viele Anbieter betonen jedoch, dass diese Nebenprodukte (z. B. Borke) ohnehin vorhanden ist und deshalb keine Bäume direkt für Xylit gefällt würden.
Manchmal. Xylit kann unter Einsatz von Chemikalien wie Schwefelsäure gewonnen werden, allerdings gibt es verschieden Arten der Herstellung, die von Anbieter zu Anbieter variieren. Es gibt auch bio-zertifiziertes Xylit, das gentechnikfrei mittels Fermentation gewonnen wird.
Ja, Xylit ist praktisch immer vegan. Wir haben bisher keinen Anbieter gefunden, der nicht-veganes Xylit anbieten würde. Achte dennoch auf mögliche Vegan-Siegel und auf die Zutatenliste (falls vorhanden).
Xylit hat gegenüber raffiniertem Haushaltszucker einige Vorteile. Xylit ist ärmer an Kalorien (40% weniger Kalorien) und nicht nur weniger schädlich für die Zähne - es unterstützt sogar die Zahnpflege. Gleichwohl handelt es sich um ein extrahiertes Produkt, das außer Süße wenig Wertvolles zur Ernährung beizutragen hat.
Xylit ist ein Zuckeralkohol und kommt auch in der Natur vor, zum Beispiel in bestimmten Kohl- und Obstsorten. Auch in der Rinde von Birken und Buchen ist Xylit anzufinden. Die Mengen sind in der Natur aber eher gering.
Xylit hat einen sehr viel geringeren "glykämischen Index" als normaler Zucker, wird nahezu ohne Insulin abgebaut und hat daher minimalen Einfluss auf den Blutzucker. Xylit ist von Natur aus zuckerfrei.
Studien haben gezeigt, dass Xylit die Zahnpflege sehr gut unterstützen kann, da es im Mundraum für ein basisches Milieu sorgt, in dem sich Bakterien schwer vermehren können. Das Wachstum einiger karies-fördernder Mikroorganismen wird durch Xylit gehemmt. Offenbar kann eine gute Zahnpflege in Verbindung mit Xylit nicht nur Karies vorbeugen, sondern diese sogar bekämpfen.
Xylit kann die mechanische Zahnpflege natürlich nicht ersetzen. Zahnbürste und Zahnseide gehören natürlich weiterhin zum täglichen Zahnpflegeprogramm. Xylit kann aber die Zahnpflege unterstützen. Das haben etliche Studien belegt.
Ja, du kannst nach dem Zähneputzen (mit normaler Zahncreme und Zahnseide) einfach eine Prise Xylit lutschen und im Mund gut verteilen. Du brauchst also keine speziellen Zahnpflegeprodukte mit Xylit.
Wenn man etwas Xylit-Pulver im Mund zergehen lässt, entsteht ein Kühleffekt, wie man ihn von Pfefferminzbonbons kennt. Es handelt sich um einen "endotherme" Reaktion mit dem Speichel.
Wer das erste mal Xylit verzehrt (z. B. mehr als 4 TL am Tag), wird eventuell Verdauungsprobleme feststellen (Blähungen, Bauchgrummeln). Xylit kann auch abführend wirken. Der Körper passt sich aber im Laufe der Zeit an und kann in der Regel nach mehreren Wochen auch größere Mengen Xylit problemlos verstoffwechseln.
Xylit ist ein Zuckeralkohol. "Alkohol" ist die Bezeichnung für eine chemische Struktur. Mit gewöhnlichem Trinkalkohol hat Xylit nichts zu tun und ist daher auch für "trockene Alkoholiker" geeignet, ohne dass ein Rückfall zu befürchten ist.
Xylit und Erythrit sind zwei verschiedene Süßungsmitteln mit verschiedenen Eigenschaften. Erythrit hat noch weniger Kalorien als Xylit, aber auch eine geringere Süßkraft. Dafür hat Erythrit nicht die zahnpflegenden Eigenschaften von Xylit.
Xylit wird von Hunden anders verstoffwechselt und ist für diese sehr giftig. Daher sollte Xylit unbedingt von Hunden (und besser noch: Von allen Haustieren) ferngehalten werden. Das gilt auch für mit Xylit gesüßte Leckereien.
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