Dämpfen statt kochen - Gemüse schonender zubereiten.

Wer gerne Gemüse kocht, kennt das Problem: Gemüse verliert schnell seinen Biss und schmeckt langweilig. Aromen und Nährstoffe sammeln sich indes im Kochwasser, das im Ausguss landet. (Siehe hierzu unseren Tipp weiter unten!)
Jede heiße Art der Gemüsezubereitung zerstört zwar Aromen und Nährstoffe, dennoch gibt es überraschend einfache Möglichkeiten, diese Verluste deutlich zu verringern und das Gemüse trotzdem gut verträglich zu machen. Eine davon ist das Dämpfen.
Falls ihr euch einmal gefragt habt, warum Gemüse im Restaurant oft so viel besser schmeckt – wahrscheinlich liegt’s daran, dass es gedämpft und nicht gekocht wurde! Doch das Dämpfen ist nicht nur eine Zubereitungsmethode der Profis! Jeder kann dämpfen, sofern er einen Topf, einen Herd und einen Dämpfeinsatz besitzt.
Ein Dämpfeinsatz ist im Grunde ein faltbares Sieb, das ihr in einem Topf platziert, um euer Gemüse über statt im Wasser zuzubereiten. Ihr nutzt beim Dämpfen die Hitze des Wasserdampfes, verringert aber im Vergleich zum Kochen die Verluste an Vitaminen, Aromen und Nährstoffen.

Faltbare Dämpfeinsätze passen sich an die meisten Topfgrößen an – ihr benötigt also keinen Extra-Topf. Ein Dämpfeinsatz benötigt zudem kaum Platz, lässt sich leicht reinigen und schnell verstauen. Perfekt auch für kleine Küchen, für Studenten und Kochmuffel.
Und das Beste: Gute, solide Dämpfeinsätze aus Edelstahl sind für weniger als 20 Euro erhältlich. Günstige Modelle kosten oft sogar nur 10 Euro! Die Geräte werden oft auch als Dämpfsieb, Dünsteinsatz oder Gemüsedämpfer bezeichnet. Die klassischen Einsätze bestehen aus Edelstahl – es gibt aber auch Modelle aus Silikon oder Bambus.
Anschaffung eines Dämpfeinsatzes lohnt sich!
Ein Dämpfeinsatz ist ein praktisches Küchengerät, dessen Anschaffung sich definitiv lohnt, sofern ihr euch nicht allein von Rohkost ernährt. Mit einem Dämpfeinsatz verbessert ihr auf effiziente und kostengünstige Weise die Qualität eurer Ernährung.
Vielleicht werdet ihr (so wie viele andere) rückblickend fragen, warum ihr nicht schon viel früher aufgehört habt, Gemüse zu zerkochen.

Und so einfach ist die Benutzung eines Dämpfeinsatzes:
- Entfaltet den Dämpfeinsatz und stellt ihn in einen Topf.
- Gebt so viel Wasser in den Topf, dass zwischen dem Boden des Dämpfeinsatzes und dem Wasser noch etwas Platz ist.
- Gebt das vorbereitete Gemüse in den Dämpfeinsatz, setzt den Deckel auf den Topf und bringt das Wasser zum Kochen. Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird das Gemüse nun schonend gedämpft.
Besonders bemerkbar sind die Vorteile des Dämpfens bei der Zubereitung von Brokkoli, Chinakohl (und anderen empfindlichen Kohlsorten wie Spitzkohl oder Blumenkohl), Lauch, Mangold, Fenchel und Co.
Auch harte Gemüsesorten wie Karotten, Kohlrabi oder Kürbis schmecken meist deutlich aromatischer, wenn sie nicht gekocht, sondern schonend gedämpft wurden. Das gilt übrigens auch für Tiefkühlgemüse, das ihr durch Dämpfen viel schonender auftauen könnt.
Kochwasser wiederverwenden
Beim Kochen und Dämpfen von Gemüse könnt ihr das Kochwasser gut weiterverwenden – und die enthaltenen Aromen und Nährstoffe nutzen.
Leserin Sabine teilte mit, dass sie die Flüssigkeit auch zum Kochen von Reis oder Linsen verwendet und Überschüsse einfriert. Dadurch hat sie stets etwas aromatische Gemüsebrühe parat und muss nichts wegschütten.
Wir haben den Artikel am 15.7.2026 überarbeitet und um den Hinweis zum Kochwasser ergänzt.
Veröffentlichung:
Autor: Kilian Dreißig



![Bestes Gemüse zum roh essen - hier könnt ihr reinbeißen! [Liste]](https://img.vegpool.de/bild/rohe-gemuesesorten_square100.webp)




![Gewinne 1 von 3 Braun MultiQuick 5 Vario Stabmixern! [Gewinnspiel]](https://img.vegpool.de/bild/stabmixer-kombi-braun_square100.webp)




![Bestes Gemüse zum roh essen - hier könnt ihr reinbeißen! [Liste]
Bild: pixabay.com](https://img.vegpool.de/bild/rohe-gemuesesorten_teaser.webp)
