Erstellt 14.01.2021, von Ef70. Kategorie: Gesund vegan leben. 13 Antworten.

Früher hatte ich einen Hausarzt, der hätte sicher so reagiert (kam nicht dazu). Ich war ein paar Mal dort, wg. Mandelentzündung o.ä., weshalb ich krankgeschrieben werden musste. Er maß z.B. immer gleich den Blutdruck, nicht etwa, weil es wegen der Erkrankung nötig war, sondern, weil ich schonmal dort war und er das quasi als Teil eines gesamten Checkups verstand - Blut sollte auch gleich mal abgenommen werden, um auf wer weiß was geprüft zu werden. Alles nur auf meine Nachfrage erklärt. Was mich an dem Verhalten gestört hatte, war nicht, dass er an meinem Allgemeinzustand Interesse hatte, sondern dass ER entschied, was jetzt zu tun war und in meinem Interesse läge. Erinnerte mich an die Geburt meines ersten Kindes und die Tage danach im KH - nichts wurde erklärt, ich sollte mal die Pillen zur Rückbildung nehmen (einfach lose, ohne Beipackzettel serviert), mit dem Kind müsse dies und das getan werden. Ich war quasi komplett entmündigt, und wenn ich dann mit dem gekommen bin, was ich aus Büchern und Internet übers Stillen wusste, wurde das gleich als Blödsinn abgetan. Dann steht man als Laie ziemlich doof da. Mit dem Kind "auf eigene Verantwortung" rauszugehen, war schon ein ziemlicher Kampf. "Auf eigene Verantwortung" - dass das mit "verantwortungslos" gleichgesetzt wird, wird einem doppelt und dreifach unter die Nase gerieben. Ich habe in meinem Leben häufiger mit solchen als mit offenen Ärzten zu tun gehabt (auch wegen der Kinder habe ich ja schon insgesamt den einen oder anderen erlebt). Ich bin nicht kämpferisch veranlagt, und schon gar nicht, wenn ich in einer gesundheitlich geschwächten Position bin oder einfach nur als Laie grundsätzlich nichts zu melden habe - obwohl es doch um mich geht.
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