Vegane Babyernährung ist machbar, Frau Nachbar

Erstellt 30.05.2021, von Vegbudsd. Kategorie: Gesund vegan leben. 54 Antworten.

Vegane Babyernährung ist machbar, Frau Nachbar
30.05.2021
Natürlich werden Babys häufig von ihren Müttern gestillt, sofern das möglich ist. Wenn nicht oder nach dem Abstillen stellt sich die Frage, was nun. Vor allem für vegan lebende Eltern eine echte Herausforderung, weil viele Menschen so verbohrt sind, dass sie bei veganer Ernährung lediglich die Grashalme sehen, die den armen Kinderlein zu essen gegeben werden sollen. Denn natürlich ist es eben nicht damit getan, nur tierleidbasierte, als "Nahrung" gedeutete Milch- und Fleischprodukte wegzulassen. Es muss natürlich dafür Sorge getragen werden, dass alle lebens- und entwicklungsnotwendigen Stoffe den Kindern auch zukommen. Veganer*innen ist das ja auch bewusst, während ich manchmal den Eindruck habe, dass die Omnieltern den Werbeversprechen der Tierleidernährungsindustrie einfach unreflektiert Glauben schenken und ihre Kinder mit allem möglichen Tierleidzeug vollstopfen und sich später über Adipositas und andere Mangel - und Wohlstandserkrankungen wundern.

Würde mich freuen, wenn hier im Forum auch dieses Thema mal wieder intensiver besprochen würde und Eltern Mut gemacht werden könnte, angstfrei und gesund für ihre Kinder die vegane Ernährung zu wählen. Deshalb her mit den positiven Erfahrungen von Veganer*innen! :heart: :thumbup:

2x bearbeitet

antworten | zitieren |
30.05.2021
ich würde gerne in dem Zusammenhang mal fragen, ob jemand diese Bücher schon angeschafft hat und wie er/sie sie findet - dann würde ich sie ggf. auch mal Bekannten von mir, die sich omnivor ernähren, mitbringen... es ist ein Graus zu wissen, dass durch den kommenden Erdenbürger auch wieder Leid von vielen weiteren Tieren entstehen wird...

Vegan für unsere Sprösslinge
https://veganverlag.de/produkt/vegan-sproesslinge/
"Vegan für unsere Sprösslinge liefert Antworten auf alle Nährstofffragen rund um Beikost und die Ernährung im Kindes- und Teeniealter und bietet über 100 leckere Rezepte sowie praktische Tipps zur Umsetzung, untermauert von zahlreichen Fachmeinungen, unter anderem von Prof. Dr. Claus Leitzmann, Prof. Dr. Markus Keller, den Kinderärzten Dr. Leila Masson und Herbert Renz-Polster sowie Rechtsanwahlt Ralf Müller-Amenitsch, und von Erfahrungsberichten veganer Eltern."

Vegan in anderen Umständen
https://veganverlag.de/produkt/vegan-anderen-umstaenden/
"Vegan in anderen Umständen gibt vegan lebenden (werdenden) Müttern und ihren Familien wertvolle Tipps für die gelungene Schwangerschaft und die Zeit danach. Es klärt wissenschaftlich fundiert über gesundes Essen und Leben sowie Nährstoffe auf und bietet 133 leckere Rezepte für den Alltag. Mit einer Einleitung und Statements renommierter Ernährungsmediziner, Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzte."
antworten | zitieren |
30.05.2021
Wir müssen uns zur Zeit auch auf die Zunge beißen, unser 7monatiger Enkel bekommt jetzt auch schon etwas Rindfleisch in den Brei gemischt. Aber die Eltern verwenden schon seit einiger Zeit Hafermilch etc. Unsere Ernährung hat auch schon sonst auf die kleine Familie positiv abgefärbt, haben sie doch wenigstens den Konsum etlicher tierischer Produkte reduziert. Da wir in einem Haus leben bekommen sie fast täglich unsere Lebensweise mit, wir wollen uns aber nicht aktiv in ihre Ernährung einmischen. Unser Sohn meinte kürzlich dass wegen den Veganern der Regenwald zum Sojaanbau abgeholzt wird. Hab ihn dann mal aufgeklärt daß dieses Soja ausschließlich für Tierfutter angebaut wird, da hat er mal erstaunt geguckt. :crazy:
antworten | zitieren |
30.05.2021
Hallo Salma
leider bin ich aus dem Alter raus um diese Bücher zu lesen. :D Und ein Enkel ist auch nicht in Sicht ! :-)

Aber für junge Eltern hier sind die sicher interessant.

Lieben Gruß
METTA
antworten | zitieren |
30.05.2021
Da geht es mir genauso wie Metta. Töchter zu alt, kein Enkel weit und breit. Wobei ich natürlich sagen muss, dass meine zwei vegetarisch bis vegan leben, von daher wird es bei einem Enkel denke ich genauso sein. Aber die Bücher sind sicher auch ein tolles Geschenk für werdende Eltern (wobei, wenn die Eltern omnivor leben, sie sicher nicht deshalb vegan werden), besonders wenn diese auch schon mit veganer Ernährung sympathisieren.
antworten | zitieren |
31.05.2021
Ich habe schon von den Büchern gehört, allerdings noch keinen Grund gehabt, diese anzuschaffen :green: Aber die sollen sehr Informativ sein.
antworten | zitieren |
31.05.2021
Die beiden Bücher habe ich zwar schon in der Hand gehabt, habe sie aber nicht gekauft. Ich habe lieber in das Werk von Niko Rittenau „Vegan Klischee - ade“ investiert. Das fand ich fachlich sehr fundiert, es geht auch in einem Teil extra auf Schwangerschaft und Stillzeit ein.
So kann ich meine Ernährung gut gestalten. Mein Sohn „isst bei mir mit“, solange er noch im Bauch ist und während der Stillzeit auch. Meine 4jährige Tochter isst alles, was es vom Tisch gibt (ausser, wenn’s ihr zu scharf ist) auch da taugt das grosse fundierte Werk für mich also besser, als eines was spezifisch für Kinder ist.
Wenn ich die beiden in der Bibliothek oder so mal sichte, würde ich sie aber sicherlich ausleihen und lesen.

Was eigene Erfahrungen anbelangt, so kann ich folgendes über meine Blutwerte in der Schwangerschaft berichten. Als ich mit meiner Tochter schwanger war, waren meine Werte okay. Ich habe Folsäure genommen und mir wurde vom Arzt Eisen und Omega3 verordnet. Ernährt habe ich mich da omnivor. Mein Blutdruck war ab dem 4.Monat zu hoch.

In meiner zweiten Schwangerschaft, waren die Werte ähnlich, ich hatte aber zu wenig Vitamin B12. Das habe ich also zusätzlich zum Eisen und Omega3 auch noch bekommen. Folsäure hatte ich auch da ab Kinderwunsch schon genommen. Ich habe mich auch da omnivor ernährt. Was das Vitamin B12 anbelangt, habe ich einen Verdacht. Ich habe vor meiner ersten Schwangerschaft recht häufig Redbull getrunken. Als ich das erste Mal schwanger war habe ich damit aufgehört und anschliessend auch nicht wieder damit angefangen, besonders gesund ist es ja trotz der zugesetzten Vitamine nicht. Ich habe also wohl vorher einfach über das Redbull meinen B12 Bedarf gedeckt.
Die Schwangerschaft hat leider nicht so lange gedauert, dass ich über den Blutdruck etwas sagen kann.

Jetzt in der dritten Schwangerschaft ernähre ich mich vegan. Ich habe wieder ab Kinderwunsch Folsäure genommen. Das B12 habe ich damals weiter genommen, unabhängig von der Ernährungsweise.
Ansonsten sind meine Blutwerte top. Das Omega3:6 Verhältnis stellt den Arzt zufrieden und ich habe genug Eisen. Mein Blutdruck liegt jetzt Ende 7.Monat bei 120 zu 80, was laut der Arzthelferin ein „Bilderbuchwert“ ist.

Ansonsten war ich in dieser Schwangerschaft nicht ein einziges Mal krank oder auch nur verschnupft, während ich die beiden anderen Male das Gefühl hatte, dass ich quasi von Test bis Geburt durchgehend immer irgendwas hatte. Das könnte natürlich aber auch mit daran liegen, dass man sich durch die ganzen Coronamassnahmen im Moment auch schwerer mit einem Schnupfen oder so ansteckt. Auch habe ich dieses Mal so gut wie keine Wassereinlagerungen, obwohl ich mich aufgrund einer Symphysenlockerung (für die aber die Ernährung nix kann) viel weniger bewegen darf. In den beiden anderen Schwangerschaften hatte ich immer ganz schlimme Neurodermitisschübe, dieses Mal nur etwas trockene Haut.
Mein Sohn ist normal entwickelt. Er scheint sich einen Spass daraus zu machen bei allen Werten immer exakt den Durchschnittswert zu haben.

Soweit mal zum Thema Schwangerschaft. Da ich ja noch eine Vierjährige habe, mache ich mir natürlich auch einiges an Gedanken zur Ernährung von Kleinkindern, aber dazu mach ich dann gerne noch einen weiteren Post. Ich muss da nochmal ein wenig Gedanken ordnen und Fakten nachschlagen. Zudem ist der hier jetzt schon lang.

antworten | zitieren |
31.05.2021
Vielen Dank Bianca für den ausführlichen Erfahrungsbericht.


Ich muss gestehen, ich habe meine zwei vegetarisch ernährt ohne mir allzu viele Gedanken über die Zusammensetzung zu machen (wobei man (oder zumindest ich) sich grundsätzlich nicht allzu viele Gedanken über das Essen gemacht hat, Hauptsache vegetarisch), aber sie sind beide groß geworden und leben heute selbst vegetarisch/vegan.
antworten | zitieren |
01.06.2021
Liebe Dana,
diese Einstellung zur Ernährung würde man sich heute manchmal etwas mehr wünschen, besonders wenn es um die Meinung der Allgemeinheit zum Thema vegane Kinderernährung geht.
Ich habe 12 Jahre an einer recht kleinen Schule unterrichtet und von vielen Familien mehrere Kinder über die Jahre in der Klasse betreut. So bekommt man, da bei mir Ernährung auch im Unterricht immer Thema war auch diesbezüglich Einblick in die Familien.
Wenn man also schaut, wer sich da laut DEG gesund ernährt, ist das ein erschreckend kleiner Prozentsatz. Ich habe Kinder erlebt, welche aufgrund ihrer Ernährung schon im Grundschulalter massiv übergewichtig waren. Viele mit Verdauungsbeschwerden und Allergien, welche von der Ernährung herrührten und auch Kinder welche mit Mangelerscheinungen beim Arzt gelandet sind. Keines dieser Kinder wurde vegan oder auch nur vegetarisch ernährt.
Wenn ich bei Elterngesprächen mit solchen Kindern, bei denen die Ernährung offensichtlich nicht gut für das Kind war, diese angesprochen habe, habe ich von anderen Pädagogen oft Kritik geerntet. Es wäre ein heikles Thema und die Ernährung wäre nun mal Privatsache, da darf man sich als Schule nicht einmischen.
Vor drei Jahren ist eine Familie zugezogen. Die Familie hatte drei Kinder, welche für mein Empfinden kerngesund waren. Zumindest waren keine der oben beschriebenen Schwierigkeiten ersichtlich. Irgendwann kam dann raus, dass die Familie schon seit vielen Jahren vegan lebte. ALLE DREI Lehrpersonen der Kinder fanden es notwendig das Thema am Elterngespräch anzusprechen und Bedenken zu äussern. Zum einen mit der Begründung es könnte ungesund sein, zum anderen, weil sie befürchteten, die Kinder könnten gemobbt werden. (Was beides bei übergewichtigen Kindern definitiv Begründung ist es an Gesprächen anzusprechen.)

Ich würde gerne glauben, dass das ein Einzelfall ist, aber habe leider das Gefühl, dass da mit zweierlei Massstäben gemessen wird, sobald es ums Thema Veganismus geht.

1x bearbeitet

antworten | zitieren |
03.06.2021
Ich finde das Thema sehr interessant und habe eine Fortbildung um Themen "vegane Ernährung für Mutter und Kind besucht" um meine Kenntnisse dahingehend zu erweitern.
Eine vegane Ernährung ist in der Schwangerschaft, Stillzeit oder später bei der Kinderernährung möglich ABER sollte gut geplant sein und die Eltern müssen sich mit dem Thema beschäftigen.
In meinem Beratungen habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass die Eltern das wissen haben aber auch oft nicht ohne Unterstützung trauen. Ich empfehle aber auch immer mit einer qualifizierten Person die Ernährung zu besprechen um einen möglichen Mangel vorzubeugen.


Es ist auch zwingend notwendig sich mit Supplements zu beschäftigen und auch schon bei Kindern diese anzuwenden.


Die Ernährung sollte auch auf jeden Lebensabschnitt angepasst werden. In der Schwangerschaft sind andere Nährstoffe wichtig als beim Stillen oder später fürs Kind.
antworten | zitieren |
Antworten

Nächster Thread:

VEGAN = KEINE Angst vorm Arzttermin



Weitere Themen:

Titel
Autor
Antworten
zuletzt
Veränderungen
Was habt ihr eigentlich an Veränderung im und / oder am …
Shaneira
3
Shaneira
23.08.2022
» Beitrag
Kalziumreiche Mineralwässer
Das IFPE (Forschungsinstitut für pflanzenbasierte Ernährung)…
kilian
7
Heinzi
21.08.2022
» Beitrag
Essen Im Krankenhaus
Und zwar ist es leider so dass ich nach einem farad Unfall …
Josephine91
11
Salma
24.07.2022
» Beitrag
Protein Ersatz?
Bin seit 3 Monaten Veganer und davor viele Jahre Flexiganer.…
feuerland
7
Salma
17.07.2022
» Beitrag
Veganer und Deppressionen
Liebe Foris, ich ernähre mich seit ca. Mitte des Jahres …
Vegipedia
18
Vegipedia
25.06.2022
» Beitrag


© Vegpool.de 2011 - 2022.