Mythos Salz

Erstellt 03.09.2016, von Kijolah. Kategorie: Gesund vegan leben. 5 Antworten.

Mythos Salz
03.09.2016
Hallo zusammen,

In der Vergangenheit, glaube so in den 90ern (als ich noch jung war :lol: ) hieß es immer zu viel Salz sei nicht gut, da der Körper dann zu viel Wasser speichere.

Später hörte / laß ich irgendwo, das sei Unsinn, man müsse lediglich genügend Wasser trinken.

Zur Zeit lese und höre ich wieder überall, dass Salz nicht gut sei bzw. eine salzarme Ernährung empfohlen wird. Unter anderem wegen Bluthochdruck, was aber auch nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte..(hab' ich gelesen)

Was ist denn nun dran, an dem Mythos Salz?

Allgemein sagt man ja "die Dosis macht das Gift" ;-)

Grüße an alle
2x bearbeitet

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03.09.2016
Wenn man jetzt wüsste wer es wirklich weis und wer nur so tut als ob er weis.

Die Betrachtung von nur einem Aspekt dürfte auch hier zu kurz greifen.

Mit Vitamin A hat man bei isolierter Gabe wohl festgestellt, dass höhere Gaben vom Körper bei vielen mit einer höheren Neigung zu Krebs beantwortet werden. Hohe Gaben von Vitamin A durch natürliche Lebensmittel führten zu einer geringeren Neigung zu Krebs.

Studien sind aber immer so eine Sache. Je nachdem wer sie interpretiert können die Schlussfolgerungen stark abweichen.

Für mich ist zur Zeit die Neigung, davon auszugehen, dass Salz in der Ernährung wichtig ist, aber nur in sehr geringen Mengen. Höhere Werte von Natrium-Chlorid führen wohl zu einem Ungleichgewicht zwischen Natrium und Kalium.

Aber nur auf Salz zu achten, was wird das bringen? Ich glaube nicht viel. Viel, viel rohes Gemüse, vor allen grünes Blattgemüse, und die Aufnahme von Kalium nimmt zu.

Die intensiven Eigenaromen von unverarbeiteten oder nur in geringem Umfang selbst verarbeiteten Lebensmittel auf Pflanzlicher Basis reduzieren das Verlangen nach Salz ganz von alleine. Erdnüsse z. B. in Rohkost-Qualität nur in Wasser eingeweicht schmecken nach einer gewissen Umgewöhnung auch ohne Salz oder andere Aromen wunderbar.

Bei Salaten aus Wurzelgemüse bereichert eine Brise Salz aber die Eigenaromen.

Bei mir ist es so, dass mit der Zeit mein Geschmack immer mehr Salz und Gewürze verlangt. Dann eiche ich neu, indem ich einige Tage ohne Gewürze und ohne Salz esse.

Ursachen für hohen Blutdruck sollen neben Salz auch tierische Erzeugnisse und Getreideerzeugnisse sein. Für Diabetes 2 gilt wohl das selbe.

In meinen Augen eines der interessantesten Bücher über Ernährung, dass auch auf Salz eingeht ist das Buch "Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts".
1x bearbeitet

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04.09.2016
Zitat Kijolah:
Allgemein sagt man ja "die Dosis macht das Gift" ;-)


Kuckuck =)
da gibt es sehr viele Meinungen und Empfehlungen zu dem Thema.
Während ein D.Graham Salz ganz verteufelt, sagt ein McDougall es gibt schlimmeres,
und ein Dr.Jacob im "gesunden" Maß.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass Salz sehr viel Wasser im Körper einlagert (besonders bei mir als Salzjunkie), das zeigt sich bei mir besonders beim fasten, wenn ich in der 1. Woche Rekordverdächtige 5-6 Kg abnehme (und danach evtl. noch 1.5kg/Woche).

Ich habe mir vorgenommen meinen Salz+Zuckerkonsum beim kochen zu reduzieren,
aber es fällt mir reichlich schwer. In eine durchschnittliche (Tomaten)sauce kommen bei mir immer 1-2 Tl + 1-2EL Zucker rein. Das wirklich problematische ist, dass mir fast kein Essen/Sauce (bis auf Obst) mehr ohne die Salz+Zuckerkombi schmeckt.
Salz kann man relativ gut nach dem Essen noch hinzufügen (statt beim kochen, spart Salz), doch bei Zucker gestaltet sich das schwieriger.

Im Allgemeinen kann ich aber auch das Buch von Dr.Jacob empfehlen,
ist eine gute und ausführliche Lektüre, ohne übertriebene Selbstbeweihräucherung wie bei amerikanischen Autoren.


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16.05.2017
Ah, da es bereits ein Thema zum Salz gibt poste ich einfach hier rein, lese gerade einen interessanten Bericht auf Zeit:
http://www.zeit.de/wissen/2017-05/ernaehrung-salz-wissen-who-gesundheit-beweise/komplettansicht
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18.05.2017
Im Grunde sagt der Artikel ja nun auch nicht viel aus-man ist nicht schlauer als vorher.
Die Probanten aus der Studie waren alles ausgesuchte,gesunde junge Personen(ich hatte einen Bericht darüber gesehen)-und dann noch die Aussage,das Menschen mit Bluthochdruck allgemein weniger essen sollten,kann ich nicht nachvollziehen,denn dann würde ich bald in einer Klinik für Essgestörte landen :crazy:
Ich versuche an mein Essen kein zusätzliches Salz dran zu machen,allerdings einen Schuß Sojasoße kann ich mir nicht verkneifen :lol: . Ich würze lieber mit etwas mehr Schärfe. Ich habe auch die Erfahrung gemacht,das ich bei höherem Salzkonsum Wasser einlager und ich trinke jeden Tag ausreichend Wasser und ungesüßten Kräutertee-ca.2,5 - 3 L am Tag.Und zusätzlich zum eingelagerten Wasser bekomme ich dann Herzrhythmusstörungen.
Ich hatte mir mal die Mühe gemacht und meine tägliche Salzaufnahme durch Minaralwasser,Sojasoße und den natürlichen Gehalt in der Nahrung auszurechnen und komme da auf durchschnittlich 4-5 g. Damit komme ich gut klar. Vielleicht ist der Bedarf von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich. :wink:
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18.05.2017
Ich persönlich hab eher herausgezogen, dass die Studienlage nicht so eindeutig ist, wie man das immer vorgebetet bekommt - mir war das auf jeden Fall neu, ich habe aber auch keine größeren Probleme mit dem Blutdruck oder meinem Herzen.
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