Essen Im Krankenhaus

Erstellt 20.07.2022, von Josephine91. Kategorie: Gesund vegan leben. 11 Antworten.

Essen Im Krankenhaus
20.07.2022
Hallo erstmal! Und zwar ist es leider so dass ich nach einem farad Unfall jetzt im Krankenhaus liege. Ich lebe bereits seit 1 Jahr vegan und es fällt mir auch nicht besonders schwer. Nun ist es aber so dass ich hier kein veganes essen bekommen kann. Mir gehts ziemlich schlecht deshalb bin ich eigentlich über alles was in meinem “Magen” bleibt ziemlich froh. Ich habe zu Lucy viel Hunger und so habe ich jetzt einfach das gegessen was mir gebracht wurde. Habe mich dann auch nicht beschwert sondern es einfach gegessen. Jetzt stellt sich mir aber die Frage was ihr machen würdet ob es für euch ethisch nicht vertretbar wäre… ich würde mich trotzdem als “seit einem Jahr vegan” bezeichnen da das hier eine außnahme Situation ist. Was sagt ihr dazu ?
Und sorry falls ich mich viel Verschrieben habe es ist etwas schwer mit diesen Dingern an der Hand zu schreiben :)
LG
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20.07.2022
Hallo Josephine, herzlich willkommen im freundlichen Forum.
Das Thema gab es hier schon öfter, musst du mal ein bisschen stöbern.
Ist eigentlich traurig dass du nicht das gewünschte Essen bekommst. Bestimmt bestimmt gibt es noch einige gute Tipps hier - wünsche dir eine gute Genesung.
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20.07.2022
Zitat Josephine91:Jetzt stellt sich mir aber die Frage was ihr machen würdet ob es für euch ethisch nicht vertretbar wäre…

Wenn es absolut nichts Veganes gäbe und ich Hunger hätte, würde ich ganz sicher auch Unveganes essen. Und würde mich danach ebenfalls immer noch als Veganer bezeichnen.
Für mich persönlich kann ich mir aber nicht vorstellen, dass diese Situation im Krankenhaus vorkäme. Zur Not haben die irgendwelche Beilagen, an die man sich halten kann. Und ich würde auf jeden Fall etwas sagen (im schlimmsten Fall wird nur die Menge des veganen Teils erhöht und der für mich nicht in Frage kommende Teil weggelassen, im besten Fall bekommt man ein für Krankenhausverhältnisse schon fast vernünftiges Essen).
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20.07.2022
Hallo Josephine91
Ja ich habe das auch schon im akuten Fall- wegen Nierenkoliken im Krankenhaus- erlebt, dass es NUR vegetarisches Essen gab und halt das gegessen was vegan davon war. Aber es ist o.k. wenn Du Dich trotzdem als Veganer*in bezeichnest. Aber ich würde nach Deinem Krankenhausaufenthalt mal an das Krankenhaus schreiben viele haben ja eine Möglichkeit sich zu beschweren- und darum bitten vegane Nahrung in ihre Krankenhausverpflegung einzubauen, da diese Ernährung auch für andere die nach Dir kommen dann nützlich wäre. Ich habe das auch schon mehrfach praktiziert.

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21.07.2022
Hey Josephine,
erstmal finde ich es vollkommen in Ordnung, wenn du keine anderen Möglichkeiten hast. Ich finde in solch einer Situation ist es wichtiger, dass du auf deine Gesundheit achtest und ausreichend Nährstoffe und Energie zu dir nimmst. Das ist durch bloßes "Beilagenessen" nicht wirklich möglich. Wenn du deinen Körper Vitamine, Mineralstoffe und Energie nicht im ausreichenden Maß zur Verfügung stellst, kann er sich nicht erholen. Im Worst Case bist du so geschwächt, dass du dir eine der zahlreichen KrankenhausKeime einfängst und ernsthaft erkrankst. In der Bildzeitung und Co. heißt es dann wieder "Vegane Ernährung tödlich: Frau stirbt wegen ihrer Ernährung im Krankenhaus"...
Das es in vielen Krankenhäusern noch keine vernünftigen veganen Menüs gibt, ist erschreckend und bedauernswert. Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Jahren noch ändert. Ein Brief an das Krankenhaus wie METTA vorgeschlagen hat, kann diesen Prozess bestimmt unterstützen. :thumbup:

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du dich voererst um deine Gesundheit kümmerst. Als kranke Veganerin wirst du nur wenigen Menschen zeigen können, das eine pflanzliche Ernährung gut für den Körper, die Umwelt und die Gesellschaft ist.
Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung :-)

Wir können zusammen mehr erreichen, wenn wir alle in die richtige Richtung gehen, als wenn einzelne 100 Prozent perfekt sind.
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21.07.2022
Seis hier oder beim Bundesheer. Irgendwie verstehe ich das auch, wenn irgendwo 2% Veganer sind, sich die Mühe zu machen, täglich extra für sie zu kochen? Wenn nur mehr vegan serviert würde, würden sich bald 90% aufregen, sie wollen was "ordentliches" zu essen. Man kann nur hoffen, dass es bald noch viel mehr Veganer/innen geben wird, wo sie dann sehen, sie kommen nicht mehr aus, ohne für diese extra zu kochen. Vielleicht kann man als Überbrückung für die fertige vegane Produkte bestellen (gleich viele, die länger haltbar sind oder eingefroren sind) die nur mehr aufgewärmt werden müssen?
1x bearbeitet

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21.07.2022
Seis hier oder beim Bundesheer. Irgendwie verstehe ich das auch, wenn irgendwo 2% Veganer sind, sich die Mühe zu machen, täglich extra für sie zu kochen?


Oftmals sind es allerdings nur Kleinigkeiten, die aus einem "normalen" vegetarischen Gericht ein veganes machen. Zum Beispiel wenn kein Milchpulver mehr verwendet wird etc. Eventuell könnte eine Lösung sein, das vegetarische Gericht so aus mehreren Komponenten aufzubauen, dass es sich veganisieren lässt. Es gibt zwar nur 1 bis 2 Prozent Veganer*innen, aber vegetarisch essen immer mehr und ich glaube die wären veganen Menüs gegenüber oftmals aufgeschlossen, kann ich aber auch irren...

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21.07.2022
Zitat Josephine91:Hallo erstmal! Und zwar ist es leider so dass ich nach einem farad Unfall jetzt im Krankenhaus liege. Ich lebe bereits seit 1 Jahr vegan und es fällt mir auch nicht besonders schwer. Nun ist es aber so dass ich hier kein veganes essen bekommen kann. Mir gehts ziemlich schlecht deshalb bin ich eigentlich über alles was in meinem “Magen” bleibt ziemlich froh. Ich habe zu Lucy viel Hunger und so habe ich jetzt einfach das gegessen was mir gebracht wurde. Habe mich dann auch nicht beschwert sondern es einfach gegessen. Jetzt stellt sich mir aber die Frage was ihr machen würdet ob es für euch ethisch nicht vertretbar wäre… ich würde mich trotzdem als “seit einem Jahr vegan” bezeichnen da das hier eine außnahme Situation ist. Was sagt ihr dazu ?
Und sorry falls ich mich viel Verschrieben habe es ist etwas schwer mit diesen Dingern an der Hand zu schreiben :)
LG

Ich wünsch Dir ganz doll gute und schnelle Genesung!!! 🌼

Und klar, wenn es Dir schlecht geht, dann iss, was Dir vorgesetzt wird. Wir hatten hier das Thema schon öfter, und ich glaube, die meisten von uns sehen das erstmal als medizinisch notwendig an, wenn man derart krank ist, dass man z.B. unvegane Medizin zu sich nehmen muss, und so ist das jetzt halt auch mit dem Dir vorgesetzten Essen. Du scheinst gerade ohne Ausweg zu sein.

Ich selber könnte vegetarisch allerdings nicht essen, da ich eine starke Laktoseintoleranz habe - ich wäre sehr schnell gezwungen, etwas anderes zu bestellen zu versuchen, oder eine Diät zu machen (hätte genug Reserven ;-) .

Hast Du vielleicht jemanden, der für Dich im Krankenhaus mit einer Ernährungsberaterin einen Termin machen könnte? So habe ich das bisher als Zaungast im Krankenhaus erlebt: Auf Anfrage bekommt man ein Beratungsgespräch mit einer Ökothrophologin, die dann mit der Küche abklärt, was man zu essen bekommt.


Die würden doch einem Moslem niemals Schwein zu essen geben, aber Veganer, deren Anschauung eigentlich auch als "Belief" anerkannt ist, sollen sich mit Vegetarischem begnügen - da ist noch viel Luft nach oben... :wallbang:

Berichte mal, wie es weiter geht! Und wie gesagt: Gute Gesundung!
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22.07.2022
Bei mir ist es eine massive Tierleidintoleranz, die es mir verunmöglicht, Tierleidprodukte als Nahrung zu mir zu nehmen - ich erleide dann einen seelischen allergischen Schock, der mich mitunter zur Raserei bringt und Bluthochdruck sowie Schlaganfälle oder Herzinfarkte auslösen kann. :green:

Meine Krankenhausaufenthalte (Uni-Klinik Gießen und Krankenhaus Siegen Weidenau) waren deshalb von veganem Essen begleitet. In Gießen kam extra eine "Diätberaterin" am ersten Tag zu mir und ging die akzeptablen Zutaten mit mir durch. In Siegen beschränkte sich vegan auf das "Weglassen" von Tierleidprodukten - also Trockenbrot und Gurken/Tomaten... War da aber nur zwei Nächte.

Gießen war dagegen richtig gut, inklusive Alpro Puddeling und veganer Pastete aufs Brot.

Aber klar, bevor ich nix esse, würde ich den Arzt, die Ärztin anknabbern...

Die meinte in Siegen sogar, sie hätte gerne meine Blutwerte :green:
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23.07.2022
Zitat Franz23:Seis hier oder beim Bundesheer. Irgendwie verstehe ich das auch, wenn irgendwo 2% Veganer sind, sich die Mühe zu machen, täglich extra für sie zu kochen? Wenn nur mehr vegan serviert würde, würden sich bald 90% aufregen, sie wollen was "ordentliches" zu essen.


Ich bin da ganz anderer Meinung. Wahrscheinlich würden sich die Leute beschweren, aber dass es in so vielen Krankenhäusern so fleischlastiges und qualitativ schlechtes Essen gibt, ist nicht ok. Ein Krankenhaus soll Leute gesund machen und es ist bereits erwiesen, dass tierische Produkte die Entzündungswerte im Körper erhöhen und die Verdauung verlangsamen. Nach einer Weisheitszahn-Op wird einem gesagt, dass man keine Milchprodukte zu sich nehmen soll, solange man offene Wunden im Mund hat. Aber nach jeder anderen Op bekommen die Patienten 3 Mal Milch und Fleisch am Tag, obwohl das die Genesung verzögern kann und nach medizinischen Maßstäben auch generell die Gesundheit beeinträchtigt.
Im Normalfall ist man ja nicht Ewigkeiten im Krankenhaus und auch Omnivore können es überleben, wenn sie ein paar Tage veganes Essen bekommen würden. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Krankenhäuser mit einem rein veganen Speiseplan es sich erübrigen würden lauter Extrawünsche machen zu müssen, da veganes Essen koscher, halal und lactosefrei ist.
1x bearbeitet

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