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BMEL startet "Wenn Salz, dann Jodsalz"-Kampagne

Erstellt 13.09.2023, von kilian. Kategorie: Gesund vegan leben. 13 Antworten.

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Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
14.09.2023
Was ist das anderes als eine Zwangsjodierung, wenn es fast kein Lebensmittel mehr gibt, wo kein Jodsalz drin ist.


Na, Denksportaufgabe - Richtig! Keine Zwangsjodierung, denn es gibt in ausreichendem Maß unjodierte Lebensmittel.

Lebensmittel ins "Regal zu schmeißen" ist sicher auch nicht der ideale Umgang damit...Persönlich bevorzuge ich, die Lebensmittel wieder ins Regal zu stellen oder legen, damit da nichts kaputt geht.


Jeder Mensch darf nach wie vor unjodierte Lebensmittel herstellen, vertreiben und einkaufen, sogar ungestraft verzehren.

Wenn eine Jodierung aufgrund von Untersuchungen und Statistiken aus gesundheitlichen Gründen empfohlen wird, um möglichen Mangelerscheinungen in weiten Teilen der Bevölkerung entgegenzuwirken, hat das nicht nur nichts mit Zwang zu tun, sondern es wäre grob fahrlässig, wenn eine solche Empfehlung unterbleiben würde, wodurch möglicherweise mehr Menschen erkranken, als ohne jodierte Lebensmittel.

Selbstverständlich bleibt es immer in der Verantwortung der Konsumenten, sich auf eventuell auftreten könnende Erkrankungen hin untersuchen zu lassen, gegebenenfalls in der üblichen Eigenverantwortung gegen zu steuern. Das aber gilt völlig unabhängig davon, ob der Empfehlung für jodierte Lebensmittel gefolgt wird, oder nicht. Wer das nicht tut, ist durchaus mit selbst verantwortlich für deshalb nicht rechtzeitig erkannte Erkrankungen.

Diese verwendeten Formulierungen erinnern mich sehr an Impfgegnersprech vergangener Monate.

Sicher gibt es immer die Möglichkeit, durch welche Handlung auch immer, individuell geschädigt zu werden. Vom lauten Musik Hören bis hin zum Verzehr jodierter Speisen, oder vom Verzehr unjodierter Speisen. Von der Impfung gegen Corona, oder der unterlassenen Impfung gegen Corona.


Das muss - und darf! - jeder Mensch für sich entscheiden. Und sollte es ärztlich kontrollieren lassen - Empfehle hier einen jährlichen Gesundheitscheck beim medizinischen Personal des Vertrauens!

Eine solche Empfehlung für jodierte Speisen mit an den Haaren herbeigezogenen, möglicherweise selbstverschuldeten Erkrankungserzählungen und angeblich nicht erhältlichen unjodierten Lebensmitteln als "Zwangsjodierung" zu titulieren, halte ich nicht für seriös.

1x bearbeitet

Benutzerbild von ItsaMeLisa
vegan329 PostsweiblichHannoverLevel 3
14.09.2023
Mich irritieren die Bilder der Kampagne ein wenig. Ich nehme schon eine Weile Salz mit Jod und Folsäure und das ist nicht so strahlend weiß wie das auf den Plakaten, sondern eher gelblich, eben wegen dem Jod. Wenn man Leute schon dazu animieren will eine Alternative zu kaufen, sollte man m.M.n. das auch korrekt abbilden, sonst könnten einige verwirrt sein beim Umfüllen in den Salzstreuer. 😅

Benutzerbild von Steja
vegan1.171 PostsweiblichDeutschland Level 4
Benutzerbild von Pee-Bee
vegan618 PostsmännlichOstbayernLevel 3Supporter
14.09.2023
Meine Frau hat seit Jahrzehnten Hashimoto, sie nimmt L-Thyroxin, was aber nicht ausreichte, um die SD-Werte zu normalisieren, zumindest wollte sie nicht ständig die Dosis erhöhen. Erst als sie begann, regelmäßig eine kleine Menge Algen zu essen (ein Achtel Nori-Blatt oder 1/2 Gramm Wakame), normalisierten sich ihre Werte und die Symptome milderten sich oder verschwanden ganz. Und das blieb und bleibt seit vielen vielen Jahren so, und ihre L-Thyroxin-Dosis ist wieder bei nur 50 µg (seit 2012 stabil).

Man kann also nicht generell sagen, dass Jod Hashimoto generell verschlechtert. Es gibt Hashimoto-Patienten, die brauchen mehr Jod, andere sollten es meiden oder reduzieren, zu denen wohl Steja gehört. Wie Hashis auf Jod reagieren, ist laut Aussagen ihres Endokrinologen individuell sehr verschieden. Der Endokrinologe sagte übrigens auch, dass Hashimoto eine Autoimmunerkrankung sei.

Jodiertes Salz verwenden wir nicht, einfach, weil der Algenkonsum ausreicht.

  • **

Zitat Steja:



Guten Morgen, Steja,

das ist für die Betroffenen gewiss sehr unangenehm.

Ob aber dieser Professor (emeritiert!) wirklich als aktueller Beleg ausreicht, dass alle Hashimotopatienten eine jodarme Diät brauchen, wage ich zu bezweifeln. Zumal er sich selbst widerspricht. Einmal sagt er in der Schrot-und-Korn-Quelle "Diese Krankheit [Hashimoto] entwickelt sich schleichend, über Jahre hinweg. Ihre Auswirkungen lassen sich durch eine jodarme Ernährung verringern.“ Punkt. Klingt so, als gelte das "für alle". Dann wieder sagt er: "Jod ist lebensnotwendig. Aber jeder Mensch braucht die für ihn richtige Menge" Also doch individuell. Letzterem kann ich zustimmen: Es gibt einfach Hashimoto-Kranke, die mit Jod nicht nur gut klarkommen, sondern dieses sogar vermehrt brauchen.


Bei dem Artikel habe ich mich, wie schon oft im Leben, wieder einmal gefragt: Warum eigentlich immer dieser Entweder-Oder? Meistens ist die Welt nicht schwarzweiß (da muss ich mich selbst oft dran erinnern...), sondern Sowohl-als-auch.

1x bearbeitet

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