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Glücklich sein.

Erstellt 03.08.2019, von anonym. Kategorie: Tierschutz & Tierrechte. 95 Antworten.

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Benutzerbild von kilian
vegan7.132 PostsmännlichBerlinLevel 4Team
06.08.2019
Wir können uns "gut" und "böse" auch an den Hut stecken.
Es gibt genug Menschen, die offen sind für eine vegane Lebensweise. Die sind offen für Argumente und suchen nach Informationen. Verteilen wir unsere Energie, Fokus, Liebe und Ausdauer lieber dorthin, wo es etwas Gutes bewirkt. :happy: Das Konzept verfolgt Vegpool seit 2011 mit Erfolg. Das hat sich bewährt.

Benutzerbild von Googlehupf
vegan43 Postsmännlich OstholsteinLevel 3
07.08.2019
@PeeBee
Ja, diese Menschen sind per se böse!!!
Ich bin auch in einem Umfeld aufgewachsen, in dem man der Meinung war, dass der Mensch das Recht hat, mit seinen Mitgeschöpfen zu machen was man will. Und trotzdem habe ich mich eines Besseren besonnen.

@Kilian
Jawoll! Da hast Du natürlich total Recht und ich bin auch froh und dankbar, dass es Vegpool gibt!
Dennoch habe ich ein Problem damit, dass Menschen, die ganz bewusst Tiere ausbeuten und quälen als arme, bedauernswerte Opfer einer Ideologie (Karnismus) hingestellt werden.

Kein Benutzerbild
PeeBee
07.08.2019
Zitat Googlehupf:

Dennoch habe ich ein Problem damit, dass Menschen, die ganz bewusst Tiere ausbeuten und quälen als arme, bedauernswerte Opfer einer Ideologie (Karnismus) hingestellt werden.


Das habe ich nicht gesagt. Natürlich sind diese Menschen schuldig. Und natürlich haben sie kein Recht, Tiere zu misshandeln und zu quälen. Ich weise nur darauf hin, dass deren Handeln Ursachen hat. Nicht mehr, nicht weniger.

Kein Benutzerbild
anka
07.08.2019
Zitat Lenshar:
Ich habe meine Zahlen (99 von 100) auch nicht meinem Gefühl zugeordnet, sondern das sind die tatsächlichen Fakten. Dass das für mich bösartig ist, kann ich auch begründen: Jeder muss bei sich selbst anfangen und unter jedem Kassenzettel ist auch ein Stimmzettel versteckt. Jemand, der für Tierquälerei stimmt, weil es ihm gerade so gut schmeckt oder es ein bisschen Anstrengung erfordert etwas zu ändern, ist für mich kein guter Mensch.


Ich bin der Meinung, dass man doch auch die Meinung der anderen Menschen akzeptieren soll, auch wenn man es selber anders sieht. Man möchte doch auch , das man so akzeptiert wird wie man ist !! Oder ??
Ich kann doch nicht alle Fleischesser als böse und keine guten Menschen bezeichnen, nur weil sie anderer Meinung sind als ich!! Sorry, aber das musste ich jetzt einmal los werden. Ich bin übrigens seit 34 Jahren Veganerin , und zwar die einzige in meiner Familie und meinem Bekanntenkreis. Und wenn ich ständig versuchen würde alle anderen zu " bekehren " , dann wäre ich ein sehr einsamer Mensch !!

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
08.08.2019
"Ich kann doch nicht alle Fleischesser als böse und keine guten Menschen bezeichnen, nur weil sie anderer Meinung sind als ich!"


Nein, nicht wegen einer "anderen Meinung! Die darf jeder im Rahmen der Gesetze haben wie er will. Ich hoffe aber doch, dass wir uns einig sind, dass Menschen die anderen Menschen oder Tieren absichtlich schlimme Dinge antun oder durch Kauf der so entstandenen Produkte andere Menschen indirekt dazu auffordern, sich nicht wirklich auf der Seite der "Guten" wiederfinden, sondern auf der anderen Seite.

Wenn es nur um irgendeine Meinung ginge, würde ich also zustimmen.

Geht es aber um real Tag für Tag massenhaft praktizierte Grausamkeit an leidens- und lebensfähigen Individuen - egal ob Mensch oder Tier -, habe ich explizit etwas dagegen, solches Tun unter "Meinungsfreiheit" zu verbuchen und es damit gut sein zu lassen.


Sorry, so weit geht Toleranz bei mir nicht.

Das fand ich zum Thema gestern auf der Seite www.tagesschau.de:

https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/milchkuehe-tierschutz-101.html

Ich streite selten mit "Andersessenden", versuche auch nicht mehr, sie zu "bekehren" aber meint Ihr nicht auch, dass sowohl die Fleischesser aber auch unsere Freunde (meine ich ernst, denn ich weiß, dass es viele wirklich gut meinen) von der vegetarischen Fraktion sich aus eigenem Antrieb das mal anders überlegen könnten?

Sorry, aber das musste ich jetzt einmal los werden.

Ich auch :green:

Ich bin übrigens seit 34 Jahren Veganerin , und zwar die einzige in meiner Familie und meinem Bekanntenkreis.

Wow, nicht schlecht! Gibt nicht viele hier, die so viel länger vegan leben als wir mit erst ca. 22 Jahren (glaub ich jedenfalls - muss immer meine Frau fragen).

Und wenn ich ständig versuchen würde alle anderen zu " bekehren " , dann wäre ich ein sehr einsamer Mensch !!


Ach was, Du hast doch jetzt uns :thumbup: :D :clap:

Kein Benutzerbild
DaisyDuck
08.08.2019
Ich schließe mich der Meinung von Vegbudsd (was bedeutet der Name eigentlich ? ) voll an:


Es geh hier nicht um belanglose Dinge, wo man durchaus „anderer Meinung“ sein kann, wie z.B. ob rote oder blaue Socken schöner sind,
nein, es geht hier um das Leiden und Sterben von Milliarden „Nutztieren“ und Millionen verhungernden Menschen bzw. Kindern jährlich:


- alle 10 Sekunden verhungert ein Kind unter 5 Jahren auf dieser Erde:
https://www.welthungerhilfe.de/hunger/
während 50% der weltweiten Getreideernte und 95% der weltweiten Sojaernte in die gequälten „Nutztiere“ gestopft werden.


Philip Wollen: „Glauben Sie mir, jedes Stück Fleisch, das wir essen, ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines hungrigen Kindes!“

https://www.youtube.com/watch?v=yYTlclsy6wA


- mindestens 74 Milliarden Landlebewesen und unzählige Fische werden jedes Jahr gequält und ermordet OHNE JEDE NOTWENDIGKEIT, nur aus Genussgründen


Und weil die große Mehrheit halt „anderer Meinung“ ist, ist das dann in Ordnung ?



1x bearbeitet

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
08.08.2019
Ja, das mit der vermeintlichen Toleranz ist eine fiese Falle. Diese Toleranz bedeutet nichts weiter als dassman diesem unsäglichen Treiben möglichst unkommentiert zusieht und die "Täter" völlig in Ruhe lassen soll (...damit sie ihr Unwesen weiter ungestört betreiben können...?).

Der Vergleich ist vollkommen richtig: Es geht nicht um den Einkauf des nächsten Sommerkleides oder ob ich meinen Sport Karate besser finde als den Sport des Freundes, der Fußball spielt - und da wird manchmal mehr gestritten - ganz ohne Toleranz. Aber bei solch existenziellen, mit extrem viel Leid der Individuen und völliger Entrechtung verbundenen Dingen wie Massentierausbeutung und Massentiervernichtung sollen wir verschämt den Mund halten? Sorry, geht nicht. Geht gar nicht!!

Ich muss mich nicht mit jedem depperten, ungebildeten Fleischkäufer im Supermarkt dem man die Diskussionskultur förmlich ansieht herumstreiten wie die Kesselflicker, aber dass ich beim Essen im Bekannten- und Freundeskreis mit meiner Haltung (nein, nicht einfach nur Meinung!) hinterm Berg halte kommt nicht in Frage.


Selbstverständlich sage ich, dass ich keine tierischen Produkte zu mir nehme, weil ich eine ausgeprägte Tierleidallergie habe und sehr darunter leide.


Das dauert dann erst mal einen kleinen Moment, dann setzt in aller Regel erst ein irritierter bis seltsam geknickter Blick ein und dann oft ein verständnisvolles Kopfnicken. Meist ist das Gespräch darüber dann erst mal beendet.


Aber man sieht förmlich wie es weiter denkt...

vegbudsd = kindlich schwäbisch für "aufgegessen", "alles alle"
wobei das "s" gerne auch durch ein weiches englisches "th" ersetzt werden kann und mit einem rotzfrechen Kichern unterlegt ist...
:D

Kein Benutzerbild
PeeBee
08.08.2019
Wie ich diesen Thread verstehe, ging es doch nicht darum, diese Leute zu "tolerieren" oder ihr Treiben zu ignorieren. Es ging doch darum (MIR jedenfalls ging es darum), dass sie nicht "per se böse" sind. Wenn ich jemanden als "per se böse" bezeichne oder ansehe, dann habe ich doch NULL Chance, bei ihm durch Argumentation irgendetwas zu bewirken. Der schaltet doch sofort auf Kontra und Abwehr. Ich kenne so viele Menschen, die viele Jahrzehnte ihres Lebens Fleischesser waren, und die dann irgendwann Vegetarier und Veganer wurden. Waren die alle 20, 30 oder 40 Jahre per se böse und wurden dann per se gut?

Ich verstehe mittlerweile nicht mehr, was hier Thema ist.


Zitat Vegbudsd: "aber dass ich beim Essen im Bekannten- und Freundeskreis mit meiner Haltung (nein, nicht einfach nur Meinung!) hinterm Berg halte kommt nicht in Frage. "

Kommt bei mir auch nicht in Frage. Aber Du bezeichnest die anderen doch dann nicht als per se böse oder so. Oder?


2x bearbeitet

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
08.08.2019
Kommt bei mir auch nicht in Frage. Aber Du bezeichnest die anderen doch dann nicht als per se böse oder so. Oder?


Hallo PeeBee, jetzt wird es für mich als Nichtakademiker echt schwierig.

Ist ein böse handelnder Mensch, der gelernt hat, dass durchweg böse Handlungen gesellschaftlich nicht als böse Handlungen angesehen werden, böse oder nicht?

Diese Frage kann ich so sicher nicht beantworten, da fehlt es mir an Ausbildung und Informationen.

Sicher würde ich einen kranken Menschen, der sich schädlich verhält, nicht als grundsätzlich böse bezeichnen. Aber jemanden, der ansonsten durchaus in der Lage ist "gut" und "böse" auseinanderzuhalten als "gestört" zu bezeichnen ist da wohl auch nicht die richtige Antwort. Die meisten Menschen (ich habe selbst auch sehr lange und gerne Fleisch gegessen) fühlen sich keineswegs als böse, bzw. verdrängen lange Zeit erfolgreich, dass sie es durch ihr Tun doch sind. So war es jedenfalls bei mir. Diesen Prozess der Verdrängung zu beenden zu helfen hat nichts mit "Missionieren" zu tun. Eher mit Hilfestellung. Denn die sonst, also zum Beispiel gegenüber Menschen angewendete Moral und Ethik unterscheidet sich im Kern ja keineswegs unbedingt. Also würde ich da eher von partiell bösen Menschen sprechen.

Du hast aber natürlich Recht: Wenn es um den "Erfolg" geht, der eine Kommunikation mit einer*m Fleischesser*in krönen soll, ist es nicht hilfreich, ihr / ihm ständig vorzuhalten, was für ein Verbrecher sie/er doch ist.

Dass ich es aber dennoch so sehe, bleibt für mich angesichts der Folgen der Handlungen gegenüber Tieren und der schon teilweise absurd religiös vorgetragenen Rechtfertigungsorgien der Fleischproduktekunden unverändert.

Nein, ich vergebe ihnen nicht, denn sie wissen fast alle, was sie da tun!
Aber ich habe durchaus Mitleid mit ihrer Schwäche und Unfähigkeit, aus ihrem inneren Gedankengefängnis auszubrechen und sich den sie umgebenen Normen zu entziehen.

sinngemäßes Zitat:
Wenn jemand etwas tut weil er die Folgen nicht kennt, ist er ein möglicherweise ein Depp,
wenn er es tut obwohl er die Folgen kennt, ist er ein Verbrecher.

1x bearbeitet

Benutzerbild von Sunjo
vegan2.900 PostsweiblichLinzLevel 4Supporter
08.08.2019
Haben wir wirklich aufgrund dieses Threads den (m.E.) konstruktivsten Nutzer des Forums verloren? :wtf:

Ich finde diese monothematische Gut-Böse-Einteilung destruktiv und bedenklich. Es gibt so viele wichtige Themen auf der Welt, es gibt so viele tolle Menschen, die vielleicht nicht vegan leben, aber trotzdem unendlich viel Positives für die Welt bewegen.

99% der Menschen für bösartig zu halten ist nicht nur schlecht für das eigene Wohlbefinden, sondern führt auch zu einer moralischen Selbstüberhöhung, die für eine konstruktive Diskussion absolut schädlich ist.

Und nein, das heißt nicht, dass man das schädliche Verhalten akzeptieren (gutheißen) muss. Tolerieren (dulden) müssen wir es derzeit insofern, als dass es keine gesetzliche Grundlage gibt, es zu verhindern, aber Amoklaufen jetzt nicht wirklich eine Alternative ist. Menschen mit schädlichem Verhalten dennoch zu akzeptieren und im Rahmen unserer Möglichkeiten (z.B. durch Vorleben oder durch das Wahrnehmen unserer demokratischen Einflussmöglichkeiten) auf eine Verbesserung der Situation hinzuwirken, dürfte langfristig dann doch erfolgversprechender sein.

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