Vegane Backerfahrung

Erstellt 19.01.2017, von pummelchen. Kategorie: Rezepte & Anleitungen. 31 Antworten.

27.01.2017
Eine weitere Erfahrung im Leben: Edeka Soja schmeckt so stark nach Soja, dass ich das in meinem Kuchen rausschmecke :-( Hoffentlich merkts keiner :-/ Also: momentan schmeckt Edeka Bio Sojadrink so nach Soja, dass er fürs Backen leider wertlos ist für mich.
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30.01.2017
Zitat Enika:
Zitat Jogi:Wo ich aber echt ein Problem habe, ist meinen geliebten Marmorkuchen (eigentlich der einfachste Kuchen der Welt) nachzubacken. Der kommt einfach nicht mal ansatzweise an das "mit Ei"-Produkt heran. Den hatte ich allerdings auch perfektioniert :D
Probier mal diesen hier:
Teig:
375 g Mehl
1 Pck. Weinstein-Backpulver
¼ TL Salz
240 g Zucker
1 Pck. oder 10 g Vanillezucker
240 ml geschmacksneutrales Öl
240 ml Pflanzenmilch (Soja-/Reis-/Hafer-/Dinkel-/Mandelmilch)
3 EL Rum
Für den Schokoteig:
4 EL Kakaopulver, ungezuckert
3 EL Pflanzenmilch (Soja-/Reis-/Hafer-/Dinkel-/Mandelmilch)
120 g vegane Zartbitter-Schokodrops
Schokoguss (optional):
200 g vegane Zartbitter-Kuvertüre
Nach Belieben Streusel, Nüsse, usw. zum Bestreuen
Zubereitung:
Ofen auf 175ºC Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Springform (26 cm) einfetten. Mehl und Backpulver in eine Rührschüssel sieben. Salz, Zucker und Vanillezucker dazu geben und mit einem Schneebesen vermischen
Öl, Pflanzenmilch und Rum dazu geben und mit dem Schneebesen verrühren.
Ungefähr zwei Drittel des Teiges in die Form füllen.
Kakaopulver und Pflanzenmilch zu dem restlichen Teig geben und mit dem Schneebesen verrühren.
Die Schokodrops mit einem Teigschaber untermischen
Den Schokoladenteig in die Form geben.
Nun eine Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen.
Den Kuchen im Ofen ca. 60 Minuten backen.
Mit Kuchenglasur überziehen und mit gerösteten gehackten Nüssen/Mandeln verzieren.


Bei Verwendung von Sojamilch sollte die Bindung super sein. Bei Verwendung anderer Planzenmilch kann man einen Teil des Mehls durch 1-2 EL Sojamehl ersetzen.


So, nun habe ich ihn probiert. Hier das Ergebnis:

Bild: ohne Beschreibung

Die Fluffigkeit im Inneren fand ich OK. Die "Kruste" außen rum war wirklich eine "Kruste" und echt hart. Hatte 2 Stücke in einer Plastik-Dose in der Arbeit dabei und nicht geschafft zu essen... sie 2 Tage in der Tasche liegen lassen... dann entdeckt und gegessen: siehe da: alles locker und fluffig, auch außen rum. Die Kuchenstücke, die das Tageslicht nicht scheuten, blieben "außen" hart.
Ich habe den Kuchen ohne das Zartbitter-Schokodrops, Rum und sonstige Nüsse/Streusel gebacken, da das für mich in einen Marmorkuchen nicht hinein gehört. Aber klar: Sind tolle Variationsmöglichkeiten.
Hatte den Eindruck, dass die feste "Kruste" an dem ganzen Öl lag, dass sich außenrum abgesetzt hat. Mag auch falsch sein.

Insgesamt sicherlich einer der besseren Marmorkuchen, die ich probiert habe. Ingesamt aber auch noch ein ordentliches Stückchen weg von dem, wo ich eigentlich hin will.

Danke jedenfalls für das Rezept! :wink:
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30.01.2017
Also ich muss sagen, dass mir 240 ml Öl auf nichtmal 400gr Mehl sehr viel vorkommen - schwitzt der nicht massig Öl aus wie Jogi meinte?


Ausserdem meine ich letztens gemerkt zu haben, dass veganes Backwerk wohl wirklich einfach ne Zeit liegen muss, bis es richtig weich und lecker wird. Habe am Freitag Schokomuffins gebacken, sie wurden immer weicher bis Sonntag. Und viel Schokoladiger, und schmeckten weniger nach Soja.

Weiterhin war mein absolut bester Kuchen bisher ein Schoko-Nusskuchen. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, was ich da alles reingeschüttet hatte -.- er war aber sehr saftig, sofort luftig, aromatisch. Ich werde mal weiter probieren, aber ich glaube, viel Sojajoghurt hilft, genauso wie Stärke.
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30.01.2017
Es gibt ja auch immer wieder spannende neue Rezepte zu entdecken. Ich habe vor einiger Zeit diesen hier probiert - mit Gries anstatt Mehl, völlig verrückt in meiner bescheidenen Welt :D Doch das Ergebnis hat überzeugt: das ist einer der besten und einfachsten vegane Kuchen, den ich je gebacken habe!

http://www.chefkoch.de/rezepte/2409661380641865/Susys-genialer-Griess-Nuss-Kuchen.html
1x bearbeitet

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30.01.2017
Und, wie war die Konsistenz? Gries ist doch einfach nur gröber gemahlener Weizen, oder? Irgendwie sowas :-/
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31.01.2017
Hallo,
finde das sehr interessant was rauskommt wenn jemand anders den Kuchen bäckt ;-)
Dieser Marmorkuchen gehört zu meinem Standardreportaire und ich backe ihn sehr oft für Gäste.
Er ist immer recht fluffig, fast zu fluffig. Er hat nämlich eine leichte Neigung zum bröseln.
Einmal habe ich ihn versehentlich 20 Minuten zu lange drin gelassen und er war immer noch gut. Allerdings fester. Könnte auch daran liegen, dass ich einen sehr alterschwachen Ofen habe. Wir sind eingespielt wie ein altes Ehepaar (der Ofen und ich) Falls ich irgendwann mal einen neuen Ofen bekommen sollte, werde ich das backen vermutlich neu lernen müssen ;-)
Öl hat sich auch noch nie abgesetzt und hart ist er außen auch noch nie geworden. Außer man lässt ihn tagelang unabgedeckt irgendwo stehen, dann beginnt die natürliche Vertrocknung :-)
Generell finde ich auch schmecken vegane Rührteige am nächsten und übernächsten Tag noch besser.
Den Nuss-Grieß-Kuchen kenne ich, der ist sehr lecker und super einfach - wie die meisten veganen Rührteige.
Dann weiterhin fröhliches backen und ausprobieren :wink:
LG Eni
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31.01.2017
Ja, wer ein Rezept macht hat auch immer nen Einfluss. Ich hab gemerkt, dass manchmal sogar die Rührzeit einen unterschied macht und ob man in der Maschine oder mit dem Schneebesen rührt. Zu lange = teig wird weniger fluffig. Oder bilde ich mir das ein?
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31.01.2017
Zitat pummelchen:
Ja, wer ein Rezept macht hat auch immer nen Einfluss. Ich hab gemerkt, dass manchmal sogar die Rührzeit einen unterschied macht und ob man in der Maschine oder mit dem Schneebesen rührt. Zu lange = teig wird weniger fluffig. Oder bilde ich mir das ein?

Da bildest du dir nix ein....Um so weniger du rührst um so fluffiger/lockerer!
Also nur solange (am besten mit Schneebesen) rühren/unterheben bis alles vermischt ist.
LG Mel
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31.01.2017
Zitat pummelchen:Und, wie war die Konsistenz? Gries ist doch einfach nur gröber gemahlener Weizen, oder? Irgendwie sowas :-/

Super! Bisher der Kuchen, der für mich in keinster Weise "anders" (=vegan-Verdacht :D ) schmeckt. Vor allem die vielen Nüsse darin machen den Kuchen richtig lecker. Dass er mit Gries ist, fällt nicht auf.

Zitat pummelchen:Ja, wer ein Rezept macht hat auch immer nen Einfluss. Ich hab gemerkt, dass manchmal sogar die Rührzeit einen unterschied macht und ob man in der Maschine oder mit dem Schneebesen rührt. Zu lange = teig wird weniger fluffig. Oder bilde ich mir das ein?

Nein, das bildest du dir nicht ein. Beim Rühren von Teig tritt das Gluten aus dem Mehl aus. Umso stärker der Kuchen gerührt wird, desto fester wird er. Deshalb rühre ich meine Teige eigentlich nur kurz mit einem Schneebesen, so werden sie schön locker.

Zitat Enika:Hallo,
finde das sehr interessant was rauskommt wenn jemand anders den Kuchen bäckt ;-)
...
Er ist immer recht fluffig, fast zu fluffig. Er hat nämlich eine leichte Neigung zum bröseln.
...
Könnte auch daran liegen, dass ich einen sehr alterschwachen Ofen habe.
...
Öl hat sich auch noch nie abgesetzt und hart ist er außen auch noch nie geworden.

Ja, das ist immer spannend. Beim Einen gelingt es - beim Anderen nicht; und dabei war es das gleiche Rezept ;-)

Denke auch, dass es am Ofen liegen kann. Ich habe den Kuchen auch nur auf 165 Grad gebacken und ihn bereits nach 45 Minuten aus dem Ofen raus, weil ich Angst hatte, dass ich danach eine Stein-Kruste habe :rofl:

Ist immer wieder spannend. Und ich finde es macht auch echt Spaß, dauernd was Neues zu probieren 8) :thumbup:
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31.01.2017
Ich habe ja bei den Blumenkohlwings gemerkt, dass mein Ofen wohl sehr feucht backen muss, weil sie einfach nicht knusprig wurden. Gibt ja bei Öfen eine große Varietät, wie schnell sie auf Temperatur kommen, wie feucht sie sind, wo sie heißer und weniger heiß sind.... All das hat einen starken Einfluss auf das Ergebnis. Irgendwann brauche ich auch mal einen Deluxe-Ofen, der wirklich bäckt und nicht nur erhitzt^^
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