Fettarme Cremesuppen - Baukasten

Erstellt 04.01.2017, von pummelchen. Kategorie: Rezepte & Anleitungen. 4 Antworten.

Fettarme Cremesuppen - Baukasten
04.01.2017
Hallo an alle,


jetzt im Winter hab ich mir gedacht, ich schreib mal mein Baukastenprinzip für cremige Suppen auf. Im Prinzip kommt am Ende immer einer sämige Suppe raus, die einen super sättigt und schön wärmt. Der Vorteil an diesen Suppen ist auch, dass man sie super in Einmachgläser machen, lange aufbewahren und dann auch auf Arbeit mitnehmen kann.
I Das Prinzip
Gemüse wählen, schnippeln, kochen bis cremig, pürieren - fertig.
II der Baukasten
Ein stärkehaltiges Grundgemüse gibt Sättigung und führt zu einer schön sämigen Suppe ohne Mehlschwitze oder solche Späße. Ich habe bereits probiert:
Kartoffeln - der Klassiker. Am Besten mehlig kochende.
Süßkartoffeln - geben eine rötliche Farbe und eignen sich vor allem für würzige, fruchtige Suppen
Linsen - proteinreich und sättigend. Ob rot oder mit Schale, gekocht und püriert geben sie eine schöne Suppe, jedoch kommt mir diese eher nicht so sämig vor
Kichererbsen - proteinreich, gesund, voller Vitamine. Ergeben eine schön cremige Suppe, leichter eigengeschmack, passt orientalisch ganz gut.
Passend zum Stärkegemüse kommt dann ein geschmacksgebendes Gemüse dazu, das kann alles sein, was man kochen und pürieren kann. Broccoli, Kürbisse, Zucchini, Karotten, Blumenkohl, Lauch, Paprika, Tomaten, Spinat, Fenchel... Alles, was man so da hat. Man kann auch super kombinieren, Karotte und Kürbis harmonieren etwa gut. Man kann auch Obst verwenden, um eine fruchtige Suppe zu bekommen. Hierfür eignen sich Äpfel, Ananas, Mango, Orange (eher als Saft am Ende zugeben, sonst wird es sehr bitter), Zitrone, Limette, Banane, Beeren... Nur bei Zitrusfrüchten aufpassen, die werden manchmal beim Kochen bitter. Obst sollte generell eher kurz vor dem Pürieren zugegeben werden, da es meist schon weich ist und kochen keinen Vorteil bringt.
Gewürze sollte man wirklich reichlich verwenden - eine würzige Suppe schmeckt lecker und bringt Abwechslung. Dazu gehören auch frische Kräuter, die der Suppe noch einmal schön Farbe und Geschmack geben. Macht auch viel mehr her, wenn man Besuch da hat ;) Wer es etwas sahniger mag kann auch noch mit der Pflanzensahne seiner Wahl abschmecken.


III Beispiele
Mein Favorit: Kürbis mit Kartoffel und Karotte. Ich brate für eine deftigere Suppe mit ganz wenig Öl erstmal Zwiebeln und Knoblauch mit etwas Chili an, sodass es ein wenig dunkel wird im Topf. Dieses Eingebrannte gibt Röstgeschmack. Das ganze wird dann aufgegossen mit Gemüsebrühe, Kürbis, Karotte, Kartoffel in kleinen Stücken dazu und dann kochen, bis alles weich ist. Für eine würzige Suppe koche ich immer Lorbeer und Nelken mit und nehme die vor dem Pürieren raus. Dann wird alles püriert und mit den Gewürzen abgeschmeckt - angerichtet mit Korianderblättern macht sie auch was her.
Scharfe Suppe mit Linsen und Paprika - das ergibt eine eher scharfe, nicht so sämige Suppe. Die Paprika sollte man entweder vorher häuten oder eben mit den kleinen Hautstücken in der Suppe leben ;)
Süßkaftoffel mit Karotte und Ananas ergibt eine etwas süße, fruchtige Suppe, dazu passt scharfes Topping oder eine Salsasoße.
So kann man sich nach seinem Geschmack alles zusammenstellen, was man will und hat immer ein schnelles, unaufwendiges Essen, das auch gut vorbereitet werden kann.



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04.01.2017
Huhu Pummelchen,

ich habe gerade mit Erschrecken festgestellt, dass ich diesen Herbst und Winter viel zu wenig Suppen gegessen habe :oo

Ich denke das wird sich jetzt ändern ;)

Wie ist bei dir der Anteil von Gemüse und Kartoffeln?
Bei meinen vergangenen Versuchen hat sich die Stärke in der Kartoffel im Mixerer verkleistert und eine merkwürdige Konsistenz ergeben, sodass ich als Bindeverfahren entweder auf Mehlbutter oder Stärkekleister zurückgreifen musste, welche leider beide größere Nachteile aufweisen :(

Grüße,
Falk
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04.01.2017
Hallo Nefasu,
sträflich, sträflich. Dabei passen sie doch so gut in HCLF ;)


Ich nehme recht wenige Kartoffeln. Auf einen durchschnittlichen Hokkaido mache ich vielleicht eine große Kartoffel, wenns hochkommt mal zwei. Es sollte auf jeden Fall deutlich mehr Gemüse als Stärkegemüse dabei sein, weil die Suppe sonst eher eine Art dicker Brei wird als eine Suppe. Es ist natürlich auch wichtig, genug Flüssigkeit im Topf zu haben, die mitgekocht wird, dann nimmt sie nämlich den Geschmack des Gemüses besser auf. Ich püriere immer mit Pürierstab, ich hatte bis jetzt keine Klebeprobleme^^ Als Faustregel würde ich schätzen: 1/4 Stärkegemüse, 3/4 Gemüse. Ich gieße im normalen Topf so auf, dass alles gut bedeckt ist, aber eben nicht untergeht. Nachgießen kann man immer.


Worauf man achten muss, um klebrige Konsistenzen zu vermeiden, ist erstmal, die Kartoffeln frisch zu kochen, dann werden sie nämlich sämig. Kocht man sie und lässt sie liegen werden sie eher kleisterig. Mehligkochende Kartoffeln sind zu bevorzugen, weil sie viel leichter zerfallen, die Festen neigen oft dazu, eher einen kompakteren Brei zu bilden.


Ich versuche das nächste Mal, die ein paar Maße zu geben, wenn ich wieder koche^^


Und jetzt ran an die Töpfe!


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05.01.2017
Genau so Pummelchen :clap:
Suppe ist einfach SO herrlich :heart:
Auch ich pürriere entweder direkt in der Suppe oder aber wenn ich mehr Stück haben will,
nehme ich ca 1/4 der Suppe ab und gebe ihn in den Mixer.
Dann zurück in die Suppe kurz um rühren und aufkochen und dann is die sämige Suppe fertig!
Ich habe gerade 2 Lieblingssuppen.
Eine wo ich alles reinschmeisse was der TK hergibt grüne Bohnen, Möhrchen, Erbsen, Blumenkohl, Zwiebeln, Rosenkohl und ganz wichtig Blattspinat.
Gewürzt wird mit selbstgemachter Gemüsebrühe UND GANZ WICHTIG Maggiekraut (Liebstöckel).
Den kaufe ich im Herbst frisch und friere ihn dann ein.
Gut, die ist jetzt nicht sämig...aber einfach, lecker und echt preiswert!!!
Und die 2.te Zwiebeln, Knoblauch und Thymian anschwitzen dann mit weisse Bohnen und/oder Kichererbsen auffüllen.
Kurz den Zauberstab reinhalten und dann noch Nudel rein *göttlich

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09.01.2017
Die Suppe mit Ananas, Möhre und Süßkartoffel klingt wirklich toll! Muss ich unbedingt mal ausprobieren :D Ich mache oft Erbsencremesuppe, in die ich auch Möhren geben. Und ich verdicke sie ebenso mit Kartoffeln.
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