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Würzige Tofu-Seitan-”Bratwurst”Mittwoch, 16:47 UhrGrundidee dieses Rezepts war es, neugierigen Freunden eine leckere, pflanzliche und selbstgemachte "Bratwurst" präsentieren zu können. Nach ein wenig tüfteln und dem Erwerb von Macisblütenpulver ist dies entstanden:
Grundzutaten Masse
200 g Tofu
½ EL – ½ TL Raucharoma (je nach Intensität des Aromas)
300 ml Wasser
40 g Öl
1-2 große EL Misopaste
2 EL Sojasauce
1 EL Tomatenmark
2-4 EL Hefeflocken
Gewürze
1 EL Majoran
½ EL Senfkörner, ganz, gemörsert
1 TL Koriander
1 EL schwarzer Pfeffer
1 EL Fenchel, ganz, gemörsert
1 TL Piment
½ TL Kreuzkümmel
1-2 EL Knoblauchgranulat
¼ TL Ingwer
¼ TL Zitronenabrieb
1 TL Bockshornklee
½-1 TL Zucker
1 TL Oregano
2-3 TL Macisblüte
¼ TL Muskat
optional: 1 TL Jodsalz/Salz
Verdickungsmittel
1 EL Guarkernmehl (vermutlich alternativ einsetzbar: Johannisbrotkernmehl)
Trockene Zutat
230 g Seitan (Seitanpulver/Seitanfix)
Außerdem
Zugeschnittene Backpapier-Quadrate (ca. 15x15 – 20x20 cm)
Bratengarn
Zubereitung
Den Tofu nur leicht auspressen, in grobe Stücke reißen und mit den restlichen Grundzutaten gründlich pürieren.
Gewürze dazugeben, mischen, dann das Verdickungsmittel beimengen. Die flüssige Masse kann abgeschmeckt werden - zu Bedenken ist nur, dass sie später durch Zugabe des Seitans weniger intensiv schmeckt. Zusätzliches (Jod)Salz verstärkt den Gesamtgeschmack, aber wer es weniger salzig haben möchte, kann es weglassen.
Die Masse zügig mit dem Seitanpulver vermischen, erst mit einem Löffel, dann mit der Hand. Es ergibt eine formbare, ein wenig klebrige und relativ feuchte Masse, welche man mit den Händen zu einer Rolle formen und dann diagonal in Backpapier-Quadrate einrollen kann. Die Mitte der “Wurst” fixiere ich mit Bratengarn dort, wo sich die Spitze des Backpapiers nach dem diagonalen Einrollen befindet. Zum besseren Öffnen empfiehlt sich, mit dem Garn eine Schleife zu machen. Die Enden des Backpapiers werden wie Bonbonpapier gedreht.
Wenn alle “Würstchen” gerollt sind, werden sie in einem Topf mit Dünsteinsatz lange genug gedünstet. Je nach Menge dünste ich zur Sicherheit zwischen 60 und 90 Minuten. Zu kurzes Dünsten ergibt einen noch “teigigen” Kern.
Nach dem Dünsten die “Würstchen” auf einen Teller legen, leicht abkühlen lassen, dann Backpapier und Garn entfernen.
Wichtig ist, dass die “Würstchen” während des weiteren Abkühlens nicht in einer Pfütze liegen, sondern in relativ trockener Umgebung (Tellerwechsel/wenden/überschüssiges Wasser aufwischen).
Wenn man kurz danach eine weitere Portion dünsten möchte, kann man Garn und Backpapier grob trocknen lassen und ein zweites Mal verwenden.
Sobald die “Würstchen” komplett erkaltet sind, können sie mit etwas Öl angebraten, im Kühlschrank einige Tage aufbewahrt oder portionsweise eingefroren werden.
Offene Baustellen für dieses Rezept:
- Ich weiß noch nicht 100% sicher, ob das Bratengarn, welches ich nutze, vegan produziert wurde (Material: Lyocell, scheint ok zu sein)
- Wie sich die Wurst auf einem Grill verhält, ist noch ungetestet. In der Pfanne mit etwas Öl ist das Ergebnis super.
- In Zukunft möchte ich noch ausprobieren, ob man zusätzlich Ballaststoffe in Form von Kleie/Chiasamen/Fasern etc. reinbringen könnte