Kleinstparteien wählen - sinnvoll oder nicht?

Erstellt 08.09.2021, von kilian. Kategorie: Vegpool aktuell. 2 Antworten.

Kleinstparteien wählen - sinnvoll oder nicht?
08.09.2021
Es gibt einige Kleinstparteien, die sich für eine pflanzliche(re) Ernährung stark machen. Doch macht es strategisch Sinn, diese zu wählen?
https://www.vegpool.de/magazin/vegan-wahlen-kleinstparteien-sinnvoll.html
Wie seht ihr das?
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08.09.2021
Auch, wenn die Grünen sich momentan noch nicht so stark für Tierschutz einsetzen, sind sie für mich doch am wählbarsten, da sie eben reelle Chancen auf eine Koalitionsregierung haben.
Am wichtigsten ist mir persönlich, dass es nicht wieder die CDU wird und schon gar nicht die AFD.


Mich hat beim Wahl-O-Mat auch sehr irritiert, dass es so viele unterschiedliche Tierrechts-Parteien gibt. Da ist potenziell die Chance größer, dass jede von denen einen Anteil an Stimmen bekommt und damit keine die 5%-Hürde schafft. Wie im Artikel beschrieben fände ich es auch sinnvoller, wenn diese Parteien sich zusammentun und sich auf ein gemeinsames Wahlprogramm für die nächste Wahl einigen.


Im Wahlprogramm der Grünen steht übrigens unter Punkt 1 "Lebensgrundlagen schützen":
Tiere sind fühlende Lebewesen und brauchen Schutz, deshalb werden wir die gesetzlichen Regelungen zur Tierhaltung verbessern.

Mal sehen, was sie davon dann umsetzen, wenn sie regieren. Schlimmer als mit der Klöckner kann es ja eigentlich nicht werden. :-/
1x bearbeitet

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08.09.2021
Was umgesetzt wird und was nicht, hängt maßgeblich vom Willen der jeweiligen für Tiere vor allem in der Landwirtschaft zuständigen Ministerin ab. Klöckner wurde ja schon genannt - als abschreckendes Beispiel.
Aber auch innerhalb einer Partei gibt es große Unterschiede. Renate Künast ( bis heute in der Bundestagsfraktion für Tierschutz zuständig und richtig gut darin, obwohl keine Veganerin) ist eine der profiliertesten Politikerinnen auf diesem Gebiet.


Sie klopft nicht nur Sprüche, sondern sucht mit engagierten Leuten z. B. In der Bundesarbeitsgemeinschaft Tierschutz, ,Prof. Bülte und anderen Fachleuten, aber auch mit grünen und nicht so grünen Landwirten nach echten Lösungen.


In der selben Partei gibt es aber auch Totalausfälle, die vollkommen beratungsresistent in Sachen echtem Individualtierschutz sind, aber dennoch versuchen, kleine Verbesserungen unterhalb der Schmerzgrenze der tiergefangenhaltenden Landwirte und Jäger umzusetzen. Hier sei das Verbot der Totschlagfallen in Hessen genannt aber auch die Untersagung von Tiertransporten über EU-Grenzen hinaus.

Richtig ist: Wer durch verbrennen seiner Stimme für Kleinstpadteien verhindert, dass z.B. die Grünen realen Tierschutz auch nur ansatzweise umsetzen können, tut leider keinem einzigen Tier einen Gefallen, aber durchaus der Tiervernichtungsindustrie (wäre ich einer davon, würde ich aus meinem Werbeetat gerade so viel für Kleinsttierschutzparteilein spenden, dass sie möglichst viele Stimmen von z.B. den Grünen abziehen, jedoch ebenso sicher nie die 5%Hürde überspringen können), denn die setzt voll und ganz auf Afd, FDP und CDU, damit nur ja die Tiergefangenhaltung und - Tötung ungehindert weitergehen kann.


Aber auch innerhalb der Grünen ist es sehr nötig, dass sich Leute, die für Tierschutz eintreten, sich aktiv in dieser Partei engagieren, damit dort das politische Feld nich nur den anderen (ja durchaus auch wichtigen) Partikularinteressen überlassen wird, wie es beispielsweise im derzeitigen BuVo zu sein scheint.


Also liebe Tierschützerinnen, Veganerinnen und Klimaschützerinnen, auf in die Perteien im deutschen Bundestag, bringt Euch ein, nervt die Leute mit Eurem Thema und helft mit, diese Parteien tierfreundlicher zu machen, damit der Tierschutz nicht mehr länger durch Gesetze und irrsinnige Verordnungen in sein Gegenteil gedreht werden kann.
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