Nur Gewalt und Hass zu lesen

Erstellt 14.06.2016, von Bettina. Kategorie: Vegan kochen & backen. 15 Antworten.

Nur Gewalt und Hass zu lesen
14.06.2016
Hallo Ihr Lieben,

ob man die Zeitung, Internet usw. aufmacht, liest man nur von Gewalt, Zerstörung oder Hass. Ist das nicht eine furchtbare Welt in der wir Leben? Nicht mal mehr ein Fußballspiel, was uns ja eigentlich verbinden sollte, kann friedlich abgehen. Wo soll das noch alles hinführen?
Was mich am meisten traurig stimmt ist, dass in so einer Welt unsere Kinder aufwachsen. Welche Werte bekommen die noch mit? Und das soll die Zukunft sein?

Es ist einfach nur traurig und deprimierend. Auf der einen Seite appelliert man an die Vernunft und versucht einen respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt nahe zu bringen. Und auf der anderen Seite wird alles zerstört. Die Natur fängt an sich zu rächen - siehe das Wetter, die Naturkatastrophen. Die Welt verabschiedet sich gerade und wir Menschen sind dafür verantwortlich! Wir wollen es ja nicht anders...

Bettina



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14.06.2016
Hallo Bettina!
Ich lese auch gerade Zeitung und mir geht es wie dir.
Die Angst kommt in mir hoch wenn ich nur daran denke, meine Tochter und Enkelin fliegen nach Paris.
Wir dürfen nicht zu lassen, daß diese Ängste unser Leben bestimmen.
Die Menschen müssen endlich aufwachen und erkennen nur sie sind an der Zerstörung unserer Umwelt schuld.

Die Politiker müssen mit uns endlich ehrlicher umgehen und uns nicht immer nur Halbwahrheiten präsentieren.

Grüße von rossie
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14.06.2016
Hallo ihr Zwei,

ich kann eure Bedenken verstehen.. Mir geht es häufig genauso..
Ein Problem der "Neuzeit" ist das jedoch nicht. Jede Generation hatte ihre Idioten - und meist waren diese, leider, in der Mehrzahl.

"Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz."
Albert Einstein (1879 - 1955), theor. Physiker


Doch ist es oftmals nicht die große Masse, die den Weg zu einem neuen Bewusstsein weist, sondern eine Gruppe weniger mit der Fähigkeit die Masse zu lenken - hoffen wir, dass die richtigen Menschen den nächsten Wandel einläuten.

Grüße,
Falk
4x bearbeitet

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14.06.2016
Ja, das wollen wir hoffen: Für unsere Umwelt, den Tieren und unsere Kinder

Uns bleibt ja auch nichts anderes übrig, als Stark zu sein und zu bleiben - auch wenn man sich am liebsten verkriechen möchte.

Lieben Gruß,
Bettina
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14.06.2016
Hallo,
der beste Weg um sich davon nicht deprimieren zu lassen, ist es, das gar nicht zu lesen.
Es bringt doch nichts, sich runterziehen zu lassen wenn man ohnehin nichts ändern kann. Schlechte Nachrichten regen einen auf, dann liest man immer mehr davon und regt sich noch mehr auf. Ändern kann man nur was, indem man sich auf seinen Bereich konzentriert und sich hier gezielt die Infos sucht, die man benötigt.
Viele Grüße
Kilian
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14.06.2016
Ich kann euch gut verstehen. Da ich sehr aktiv im Tierschutz bin,sehe ich täglich Bilder des Grauens (Vorallem bei FB ) Tja, manchmal weine ich,kann weder essen und schlafen und könnte vor Wut platzen.


Aber dabei darf man ( nicht nur beim Thema Tierschutz ) nicht vergessen : Wegsehen ist ein Teil des Problems. Man kann nicht helfen wenn man nicht bescheid weiss. Deswegen lieber Kilian,muss ich dir widersprechen. Nicht hinzusehen ist doch bloß ignorieren.

Ich sehe das so : Meine Gefühle sind bestimmt nicht so wichtig und schon mal nichts im Vergleich zu dem was viele Lebewesen erleiden müssen. Ich verschließe nicht die Augen. Jeder hat eine eigene Grenze der Belastbarkeit und manchmal kann und will man nicht diese schrecklichen Dinge sehen. Man muss sich das nicht pausenlos antun.

Und wie hier schon erwähnt wurde : ohne Informationen, ohne dass wir wissen was vorsich geht, können wir auch nix ändern. Lasst uns nicht vergessen dass es uns gut geht und es mit unsere Verantwortung ist der Umwelt, Tieren, Menschen zu helfen die leiden.
2x bearbeitet

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14.06.2016
Hallo,

wenn hinsehen etwas bewirkt, dann bin ich für Hinsehen. Bei Typen in der S-Bahn, die rumpöbeln... sowas in der Art.

Aber was bringt es, sich das Übel der Welt in den Medien ständig anzutun und sich über die Bequemlichkeit oder Ignoranz von Menschen aufzuregen, wenn man nichts daran ändern kann? Es führt zu nichts anderem als Resignation und schlechter Laune. Und das kann ja auch nicht das sein, was mit "Hinsehen" gemeint ist.

Facebook-Likes ändern rein gar nichts und das auf Facebook geäußerte Mitleid erreicht weder die Tiere noch die Verantwortlichen sondern nur den eigenen Freundeskreis. So funktioniert Facebook. Und welche Freunde mögen es, wenn alle Freunde nur (meinetwegen gerechtfertigt aber wirkungslos) jammern? :oo Es mag Ausnahmefälle geben, wo Facebook-Klicks tatsächlich was bewirkt haben... aber aus Zufällen und Sonderfällen kann man keine Regeln ableiten.

Facebook ist ein Zeitfresser. Man vergeudet hier Zeit, um passiv entmutigende Dinge auf sich einwirken zu lassen, statt zum Beispiel auf die Straße zu gehen und einen Infostand zu machen :-) .

Man hat Emotionen, die sich vielleicht richtig und der Botschaft angemessen anfühlen, die aber genauso wenig verändern, wie wenn man das Thema einfach ignoriert.
Siehe auch: https://www.vegpool.de/magazin/warum-blutige-bilder-auf-facebook-nerven.html

Ich bin seit 15 Jahren Veganer, habe selbst in Schlachthöfen gefilmt, meine Aufnahmen wurden u.a. in den "Tagesthemen" ausgestrahlt, zur besten Sendezeit. Ich weiß, wie Behörden das alltägliche Leid ignorieren und wie schwer es ist, IRGENDWAS zu verändern, geschweige denn das Thema in die Diskussion zu bringen. Einige Menschen aus meinem Bekanntenkreis haben irgendwann depressiv resigniert und wieder angefangen, Fleisch zu essen... aus dem Gefühl, dass eigentlich alles egal und für die Tonne ist.

Ich kenne solche Gedanken und ich habe mich bewusst entschieden, die Infos, die ich konsumiere, zu filtern und mich auf die Themen zu konzentrieren, bei denen ich einen Beitrag leisten kann UND bei denen ich mich wohl fühle. Es gibt nicht nur das Leben der Leidenden, sondern auch mein Leben, das nicht weniger wert ist.

Es sieht so aus, als würde Donald Trump bald der "mächtigste" Mann der Welt und Befehlshaber über Atomwaffen. Ja, das ist deprimierend. So wie die meisten Politiker und Funktionäre irgendeinen psychischen Knacks zu haben scheinen. Die "dunkle Triade" (eine Reihe von schweren Persönlichkeitsstörungen) ist besonders bei Leuten in Machtpositionen zu finden.
Nein, ich mache mir dazu keine weiteren Gedanken, denn das frisst Energie und Lebensfreude. Und letztendlich kann ich daran nichts ändern.

Meine Energie nutze ich lieber dazu, um die Vorteile einer veganen Lebensweise bekannter zu machen. Das ist mein Thema, da kenne ich mich aus und das macht für mich Sinn. Und dafür verzichte ich gerne auf das Gefühl der Resignation... und auch wenn ich im Freundeskreis nicht über das Übel der Welt mitreden kann, ist es mir das wert.

Wer vegan lebt, muss sich nicht ständig antun, wie andere Menschen mit Tieren umgehen.

Auch dazu: http://www.zeit.de/entdecken/2015-12/social-media-depression-facebook-twitter

Viele Grüße

Kilian
1x bearbeitet

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14.06.2016
Ja,das mit Facebook ist so ne Sache. Wir haben Kontakt zu mehreren Organisationen;dadurch haben wir bei Transporten von Rumänien nach Deutschland,Tierarztrechnungen,Vermitllungen,Futterspenden,Impfungen, geholfen.Durch Hilferufe Hunde aus Junkiehaushalten (auf legalem Weg) geholt,die abgemagert und krank waren. Fahrer gefunden die bis nach Leipzig (von Essen aus) einen Hund abholten weil die Besitzer "Kein Bock mehr auf das Vieh hatten" . Entlaufene Haustiere gefunden. ( Suchen in den Gebieten organisiert,und ja auch mal erfolgreich ;) )
Dort werden Termine für Demos und Termine zum Verteilen von Essen an Obdachlose abgesprochen. Ja und auch organisatorische Dinge wie z.B: wann und wo machen wir den nächsten Infostand :green:
Es ist eben nicht nur mal eben ein "Like" und mit Freunden teilen. Vllt für die Masse? Ich weiss nicht. Ich bin nicht bei FB um zu posten dass ich neue Schuhe habe....
Ich weiss aber was du meinst;denn viele denken ich klicke "Like" und bin nu Tierschützer.


Ich gebe dir recht damit dass man sich auf Themen konzentrieren sollte zu denen man einen Beitrag leisten kann!Und natürlich ist dein/unser Leben nicht weniger wichtig. Das wollte ich bestimmt damit nicht sagen!


LG
Avi



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14.06.2016
Aus Facebook bin ich zum Glück schon seit einiger Zeit raus. Bei mir war das nämlich genau so: es hat mich runtergezogen und ich bin (fast?) depressiv geworden. Ich hab mir allerdings von einigen Tierschutzorganisationen und anderen interessanten Seiten die Newsletter abonniert und so bin ich ständig informiert über Fortschritte im Tierschutz und über anderes Wissenswertes bezüglich der veganen Lebensweise und praktizierbaren Umweltschutz.
Nebenbei angemerkt: Vegpool ist eine tolle Seite, hier sehe ich keine verstörenden Bilder und lese keine Hasstiraden und andere Anfeindungen, sondern werde prima informiert über genau die Dinge, die mich interessieren. Danke dafür :thumbup:
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14.06.2016
Ich habs erst letztens wieder für die Uni gelesen: Adorno hat mit seiner Dialektik der Aufklärung recht, wir hatten nie eine gelungene Aufklärung, die die Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit befreit, wir haben nur eine Diktatur von Ware und Markt und ansonsten rutschen wir, nur eben hygienisch und effizient, wieder in die totale Barbarei ab.


Als Geisteswissenschaftler bekommt man einfach nur für die bloße Anwesenheit oft die geballte Einfältigkeit der Leute zu spüren, ungefähr so, wie ein Veganer einfach nur dasteht und Salat isst und von Fleischessern angefeindet wird. Darin sehe ich viele Probleme und viel Verrohtheit begründet: In dieser extremen Effizienz-und Marktgläubigkeit der Leute. Naturschutz? Aber was ist mit den Arbeitsplätzen? Tierschutz? Aber die Fleischindustrie ist doch so wichtig und so in unserer "Kultur" verankert, das kann man nicht einfach ändern, viel zu teuer und ethisch.


Alles ist nur den Kosten und der Zweckmäßigkeit für die Wirtschaft unterworfen, wenn irgendwas nicht zu einem Produkt wird oder, Gott bewahre, durch Ethik und Rücksichtnahme begründet wird, dann ist das gleich nur links-grün-versifftes Gedudel. Es ist ja genauso, wie heute auch kaum einer mehr Mitleid haben kann: jeder, der es nicht schafft, Erfolg zu haben, ist ja selbst schuld,vor allem all diese Dritte-Welt-Länder. Höre man sich nur die ganzen rechten Parteien an: die sind ja alle faul, dumm und haben zu viele Kinder. Wie soll aus so einem Land mal was werden? Unglaublich, diese Aussagen.
Mir kommt es so vor, als ob nur noch blinde, falsch verstande Rationalität vorherrscht, Beispiel: Ich kaufe billiges Fleisch, weil billig ist rational besser, aber die armen Tiere. Und vor allem: Ganz oder gar nicht, dazwischen ist leere. Entweder wir werden alle Moslems oder wir verbieten den Islam - kein Wunder, wenn alle Leute nur noch Angst haben und dann zur Waffe oder Bombe greifen. Entweder, wir schmeißen alle Flüchtlinge raus oder wir werden von ihnen überrannt.


Weiteres Zeichen der Zeit: Studiengänge, die den geistigen Reichtum der Gesellschaft mehren und aufrechterhalten könnten, wie etwa Geisteswissenschaften, werden generell als sinnlos abgestempelt, weil da produziert man ja nicht und da kann man ja nicht in den Weltraum mit fliegen oder sowas. Höre ich in ähnlicher Form immer wieder von den Studis - was nützt uns das alles, wenn wir damit kein Auto bauen oder ein Unternehmen wirtschaftlich führen können? Und da fällt mir immer das Känguru ein(die Känguru-Chroniken, nur witzig für Philos, leider): Ist es immer noch produktiv, wenn man Prinzessin-Lillifee Schminksets für 12-Jährige herstellt? Solange jemand dafür Geld zahlt, würde man dafür auch ein Naturschutzgebiet platt machen. Damit ich minderjährige schonmal schminken können.
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