Vegan mit nicht veganem Ehemann und Kinder im Haushalt.

Erstellt 30.06.2017, von Becky95. Kategorie: Allgemein vegan. 29 Antworten.

03.07.2017
Oh lenchen das glaube ich, mit kindern ist das alles viel verzwickter..Mein mann wird jetzt nur noch ausser haus fleisch und co essen, zuhause hat er akzeptiert das ich es nicht mehr kaufe und zubereite..er fand ja sogar die veganen hotdogs besser als die omnivoren. :heart:
Die letzte h-milch wird nun noch von ihm aufgebraucht und dann ist auch das passé ..er scheint zu merken das vegan mindestens genauso gut (für mich sogar viel besser) schmeckt wie das was die omnivore küche zu bieten hat.
Mein Kind wurde hingegen heute von der kassiererin gefragt ob sie laktose intolerant sei nachdem sie sich eine milch für ihr müsli aussuchen durfte und stolz die reismilch zur kasse trug..das verstand sie nicht aber als die kassiererin ihr dann versuchte zu erklären warum sie denn keine kuhmilch trinkt kam von ihr “die mama hat gesagt, das die milch von der kuh für die babykuh ist und ich möchte der babykuh nicht die milch wegnehmen!“ kluges mäusschen und sehr verdatterte und empörte blicke der anderen einkäufer und der kassiererin..naja was solls ich weiß schon warum ich lieber das reformhaus betrete als die größeren supermärkte hier in der “kleinstadt“ bzw eher dem dörfchen. :D
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03.07.2017
Zitat Lenchen:Ich habe auch einen sehr fleischliebenden Partner zu Hause, der von der veganen Ernährung nicht viel hält.
Ich versuche einfach, ihm hier genau so viel Toleranz entgegen zu bringen, wie ich von ihm, in Bezug auf meine vegane Ernährung erwarte. Genau so wie ich die omnivore Ernährung für mich ablehne, lehnt er die vegane/vegetarische Ernährung für sich kategorisch ab. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn mal Kinder unterwegs sind :crazy:


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07.07.2017
Also ich finde es echt toll, dass es wohl doch gar nicht so wenige Partner gibt, die da kompromissbereit sind oder sogar komplett mitziehen :thumbup:
Mein Freund kann sich auch nicht vorstellen auf Fleisch oder Käse zu verzichten, aber ich möchte ihn auch nicht belehren oder überreden. Auch wenn er meine vegane Ernährung "Spielkram" nennt, toleriert er sie und isst auch brav mit was ich koche. Bei Kindern würde es wahrscheinlich problematisch werden, aber das steht derzeit nicht auf dem Plan. Ich finde, da muß jeder selbst für sich hin kommen. Außerdem möchte ich nicht das Klischee des ewig belehrenden und schwadronierenden Veganers erfüllen. Eben dadurch dass ich das nicht tue, nehme ich den Leuten oft schon den Wind aus den Segeln :lol:
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07.07.2017
Oft hilft es, erstmal einzelne Speisen durch vegane zu ersetzen, damit habe ich bei meinem Mann beste Erfahrungen gemacht.

Zum Beispiel gab es früher bei uns einmal wöchentlich eine Rindsuppe. Seit ich gelernt habe, eine klare Gemüsesuppe zu kochen, geht ihm nichts ab.
Spagettisugo ohne Fleisch liebt er auch, und ist überhaupt ein braver Gemüseesser.

Allerdings hat er durch unseren exzessiven Fleischgenuß auch gesundheitliche Probleme, dadurch war er der ganzen Sache von Anfang an aufgeschlossen.



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07.07.2017
Neutrum das klingt gut, mein mann scheint sich auch langsam an das vegane essen zu gewöhnen..o-ton er vermisst nichts! :clap:
Beim gemeinsamen einkaufen heute (er hatte heute zum glück mal frei und durfte also gleich mal mit durch die Läden) schaute er sogar auf die zutaten listen der Produkte und stellte etwas sofort wieder zurück ..als ich ihn fragend ansah meinte er zu mir “da ist molkepulver enthalten!“ als sei das etwas was für ihn schon immer zum Verzicht eines Produktes geführt hätte.. :wtf: :heart:
Ich freue mich also riesig denn es zeigt das er zumindest sich mit der Materie nun auseinander zusetzen scheint. :-) :thumbup:
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07.07.2017
Wie schön, das ist sehr wichtig.

Ich glaub, viele Menschen wollen sich Anfangs nicht damit auseinandersetzen, weil das Leben dadurch komplizierter wird. Aber dann geht es schon.

Sehr wichtig ist auch dein Satz "er vermisst nichts" - ja, weil dann ist gesickert, dass man nicht auf genußvolles Essen verzichten muss.

Mein Liebster wird richtig nervös, wenn uns der Räuchertofu ausgeht :green:
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07.07.2017
Ja genau das ist es, die sorge des verzichts..wenn man dann aber merkt das man kein verzicht erleidet sondern eben neue leckere gerichte für sich entdeckt ist es schonmal der erste Schritt in ein dauerhaftes umdenken. ;)
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15.07.2017
Hallo Becky,

verzeih, dass ich das Thema nochmal ausgrabe :angel:

Soweit ich die Beträge jetzt noch im Kopf hab, bist Du über das gröbste schon hinweg, sprich Dein Mann akzeptiert vegane Ernährung zu Hause und isst nicht-vegan selbstständig ausserhalb.
So funktioniert es auch bei mir zuhause.
Ich kaufe nur vegan ein. Wenn meine Frau etwas anderes will, besorgt sie es selbst (sie würde gerne auf vegan umsteigen, schafft es aber nicht so recht - gesellschaftlicher Druck :crazy: ).

Zur veganen Kinderernährung kann ich nicht viel sagen, ausser, dass ich sie auch vegan ernähren würde.
Wichtig aus meiner sicht ist nur:
VEGAN heißt ja nicht automatisch gesund! Wenn nur Vegane Kartoffelchips auf dem Tisch landen, habe ich irgendwann ein Problem. Ausgewogen, vollwertig vegane bzw. pflanzliche Ernährung ist der Punkt.

Im Grunde kann ich Dir nur eine Buchtipp geben, falls Du es nicht ohnehin schon gelesen hast:
"Peace Food" von Rüdiger Dahlke.
Dieses Buch war mit der ausschlaggebende Faktor, warum ich es dann endlich zum Veganer geschafft habe.
Darin findest Du auch schlagkräftige Argumente (für Deinen Mann), z.B. Gründe, warum der Mensch kein Fleischesser ist (zu langer Darm, keine "wirklichen" Reiszähne, keine Krallen, usw.)
Noch zwei persönliche Argumente... frag ihn Doch mal, ob er die Tiere auch selber töten würde, um an ihr Fleisch zu kommen, und ob er das Fleisch denn dann auch frisch und roh essen würde? Das machen Fleischfresser nähmlich!

Als Ergänzung wäre dann das Folgewerk "Veganize your Life: 1000 Fakten zu Peace Food" zu empfehlen... Hammer!

Ach ja, abschließend noch:
Mache Dir nichts aus den Meinungen oder schrägen Blicken anderer. Liebe und nimm Dich selbst, wie Du bist, dann ist alles Gut. Wer Dich verurteilt, kann im Grunde nur bemitleidet werden, da er Deinen Bewusstseinzustand noch nicht erreicht hat.

In jedem Fall: Hut ab, dass Du mit 21 Jahren schon so denkst. Echt Top!

Alles Liebe
Stefan

PS: ich hatte für meine Familie mal mehrere Exemplare von Peace Food gekauft, zum leihen und lesen.
Aktuell habe ich wieder ein Exemplar übrig. Wenn Du Bedarf hast, leihe ich es auch gerne Dir.
Dann brauchst Du es nicht extra zu kaufen. Gib einfach Bescheid.
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15.07.2017
Also bei uns ist das so. Ich fing an vor knapp einem Jahr mich Vegan zu ernähren. Davor habe ich ein paar Monate Vegetarisch gelebt. Als ich anfing mich Vegan zu ernähren fing unser Sohn dann irgendwann an (9 Jahre) Vegetarisch zu leben. Das fand die Mama anscheinend so toll, dass sie dann auch anfing sich Vegetarisch zu ernähren. Das ist bis heute so und wir kommen damit super zurecht. zum Mittagessen gibt es immer rein Veganes Essen :) Wir kommen gut damit zurecht und wenn sie sich niemals vegan ernähren werden, mich stört das nicht.
1x bearbeitet

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15.07.2017
@stefan, oh das wäre natürlich super, die literatur kenne ich noch nicht und es würde mich wirklich sehr interessieren. :)
Ich danke dir für das indirekte kompliment, ich denke mit kindern reift man dann doch etwas schneller, zumindest wenn man versucht seinen Aufgaben dann auch gerecht zu werden und macht sich eben zwangsläufig Gedanken was für die kinder, die familie und natürlich auch die mitlebewesen das beste ist. :)

@dandedilia das finde ich super das es bei euch auch ohne jeglichen zwang so gut läuft. :thumbup: :)

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