"neutrale" Studien oder Fakten zur veganen Ernährung

Erstellt 15.03.2019, von habanero79. Kategorie: Allgemein vegan. 59 Antworten.

16.03.2019
Zum Thema Mangelerscheinungen: meine Mutter (Allesesser) sollte sich auf Rat ihrere Ärztin hin ihren Vitamin D³ und B12 Spiegel testen lassen. Und was war das Ergebnis??
Totaler Mangel in beiden Bereichen und wahrscheinlich auch noch andere, aber die wurden nicht geprüft.
Ich hab ihr dann erklärt, dass mich das nicht wundert. Wenn andere Allesesser sich testen lassen würden hätten die auch diese Mängel, aber man muss ja nicht, weil "Normalesser" brauchen das ja nicht....
Den Rest hat sie dann ignoriert und das Thema gewechselt :rolleyes:


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16.03.2019
Hallo Ayana
ich denke auch , dass viele Omnivore einen Mangel haben , den sie gar nicht merken, oder eine Krankheit, die sich langsam schleichend entwickelt und erst wenn sie richtig Schmerzen haben zu Tage tritt- dann ist es meistens zu spät. :surprise:
Aber wehe, wenn man sie als Veganer drauf aufmerksam macht, dass sie sich untersuchen lassen sollten ! :green:
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17.03.2019
Zitat habanero79:
Faktisch geht es mir tatsächlich hauptsächlich um meine Frau, der ich ja kaum ausweichen kann. Sie sagt eben, dass diese ganzen Fakten, die ich ihr erzählte von veganen stammen und das deshalb nicht neutral sein kann. Es gibt ja auch diverse Studien (von Fleischessern) die behaupten, dass Vegane Ernährung IMMER in Mangelernährung endet. Sie nannte mir da irgendwas von einem Erlanger Arzt oder so.


Worum geht es deiner Frau denn genau? Macht sie sich Sorgen um deine Gesundheit oder hat sie Angst, dass sie und die Kinder sich ebenfalls umstellen sollen?

Bei ersterem kannst du sie vielleicht beruhigen, wenn du dich von einem Arzt beraten lässt, regelmäßig deine Werte überprüfen lässt und entsprechend suplementierst. Letztendlich ist es aber deine Entscheidung. Du bist erwachsen und - auch wenn verheiratet - selbst für dich und deine Gesundheit verantwortlich. Und vermutlich wirst du mit einer pflanzlichen Ernährung weniger Probleme im Alter bekommen als so mancher Fleischesser.

Bei den Kindern könnte ich es schon eher verstehen. Hier würde ich einen Mittelweg anstreben. Weg von Fertigprodukten, mehr frische Lebensmittel. Viel Pflanzliches und ab und zu gute Milchprodukte (Bio/Vollfett) und wenig Fisch (MSC und Bio) und Fleisch (Demeter). Wenn deine Frau ein Gefühl für gute Lebensmittel bekommt, macht es vielleicht irgendwann auch bei ihr Klick und sie beginnt, dich zu verstehen.
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17.03.2019
Worum geht es deiner Frau denn genau? Macht sie sich Sorgen um deine Gesundheit oder hat sie Angst, dass sie und die Kinder sich ebenfalls umstellen sollen?

Hallo Julen,
nein, Sorgen um meine Gesundheit macht sie sich auf keinen Fall. Auch das ich irgendjemand zum umstellen animiere glaube ich nicht. Im Gegensatz zu meiner Frau würde ich niemals jemandem vorschreiben was er Essen darf oder nicht.

Ihr geht es eher darum:
1. Sie hat gehört, dass vegan leben absolut schädlich ist. Auch ihre Hausärztin sagt das.
2. Sie möchte nicht, dass unsere Kinder IHR Essen verschmähen und lieber MEIN Essen wollen, weil - siehe 1. und weil sie nicht nur für sich kochen will.
3. Ist sie davon überzeugt, dass vegan zu leben absolut nichts am Tierleid ändern wird, weil einer allein bewirkt ja sowieso nichts.

Ich habe wirklich ALLES schon versucht. Sachlich argumentiert, Eheberatung, gemeinsamen Besuch beim Ernährungsberater vorgeschlagen... Keine Chance. Sie ist dermaßen von ihrer Meinung überzeugt dass sie nichts anderes gelten lässt.

Nachdem ich ihr Klipp und klar gesagt habe, dass ich für nichts und niemanden wieder omnivor bzw vegetarisch werde, ist unsere Ehe ziemlich frostig, ehrlich gesagt. Wie sagt sie "ein Ei ist dir anscheinend wichtiger als ich".


Ich kaufe und koche mein Essen inzwischen selbst. Sie weigert sich größtenteils mir etwas mitzubringen. Wenn ich vegan esse, dann darf ich das nicht vor den Kindern. Naja, ich lasse es erst Mal über mich ergehen weil es sonst nur noch Stress gibt. Und vielleicht beruhigt sich die Lage nach einiger Zeit auch wieder wenn sie sieht das ich da eisern bleibe.
1x bearbeitet

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17.03.2019
Habanero, so richtig gut klingt das alles nicht bei Euch.

Mein Mann isst was ich koche, manchmal isst er halt Fleisch dazu. Meine große Tochter (12) isst jetzt seit ca. 4 Wochen vegetarisch mit wenigen Ausnahmen. Problem bei ihr, es wird es extrem einseitig. Vegan ginge (erst einmal) gar nicht. Dann würde sie nur noch Pommes mit Ketchup essen. Die drei Kleinen essen ebenfalls was ich koche. Manche Dinge habe ich auch einfach ausgetauscht. Statt Butter gibt es Alasan, hat hier niemand gemerkt. Statt Nutella gibt es einen veganen Schokoaufstrich, der zwar noch ignoriert wird, aber mir ist es ja eh lieber, wenn die was anderes essen. Viel Gewese macht hier einfach keiner. Weder ich, wenn die Familie Wurst auf Brot isst, noch die Familie, wenn es mittags vegane Erbsensuppe gibt.
2x bearbeitet

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18.03.2019
Bunte, dass wären ja Traumstände wenn es bei mir so wäre....

Wenn ich meiner Frau sagen würde, dass ich das Kochen jetzt übernehmen würde und das es nur noch vegan gibt, hätte sie schneller die Koffer gepackt als ich "vegan" buchstabieren könnte. Auch wenn sie ihr Essen gerne zusätzlich selbst kochen dürfte.

Würde ich etwas still und heimlich ersetzen und davon nichts sagen, wäre es genauso. Ich würde nicht Mal bis zum "e" kommen. Damit würde ich sprichwörtlich die Tore zur Hölle öffnen.

Gestern hatte ich wieder eine Diskussion mit ihr.
Sie: "es nervt mich wenn ich etwas koche und du verschmähst es dann."
Ich: "dann koch es halt vegan, die Nudeln gibt es auch ohne Ei. Schmecken genauso."
Sie: "kannst du vergessen. Vegan kommt mir nicht auf den Tisch!"

Dann die nächste Diskussion. Dieses Mal über Kala namak.
Sie: "ich will nicht dass du das Zuhause isst. Das ganze Haus stinkt danach und mir wird schlecht bei dem Geruch."
Ich: "kann ich verstehen. Dann esse ich es eben auf der Terrasse. Da riechst du es nicht."
Sie: "nein, da sehen sich die Kinder und ich steh wieder blöd da will der Papa draußen essen muss."
Ich: "dann passe ich halt auf das die Kinder mich nicht sehen oder esse es nur wenn sie nicht da sind."
Sie: "aber auch die Packung stinkt. Nimm es mit in die Arbeit. Da kannst du es Essen so oft du willst."
Ich: "dann stelle ich die Packung eben in den Keller"
Sie: "nein, dann stinkt der Keller."
Ich: "dann wickle ich sie in mehrere Tüten."
Sie: "nimm sie mit in die Arbeit. Ich will sie hier nicht haben."

Und da ich es sowieso sehr selten esse, habe ich mich dann breitschlagen lassen. Nur um wenige Augenblicke später vorgehalten zu bekommen, dass ich bei meinem Veganismus überhaupt nicht kompromissbereit wäre... (Weil ich nicht wieder vegetarisch werden will und da hart bleibe). Ich könnte das vegan sein ja sowieso bleiben lassen weil im Jahr sterben 90.000 Rehkitze bei der Ernte. Tiere sterben also sowieso.

Hat man da Worte? Eigentlich traurig, aber wenn die Kinder nicht wären, würde ich es echt drauf ankommen lassen. Andererseits war sie damals als ich vegetarisch wurde auch so extrem. Inzwischen würde sie es mit Handkuss nehmen wenn ich wieder vegetarisch werden würde. Also vielleicht gewöhnt sie sich ja noch dran. Wenn nicht... Auf Dauer wird das wohl nicht gut gehen und ich hab die Kraft auch nicht jeden zweiten Tag abendfüllende Diskussionen und Streits zu führen...
4x bearbeitet

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18.03.2019
Hallo Habanero79
wegen des Kala Namak wollte ich fragen: hat nur Deine Frau das Empfinden, dass es "stinkt"- wobei das ja schon wieder eine negative Zuschreibung ist- oder haben die Kinder auch ein Problem damit. Kannst Du sie das fragen, oder sind sie schon von ihrer Mutter so beeinflusst, dass sie dann auch sagen: es stinkt.
Wegen der Tiere beim Ernten, das ist ein Faktor , den sie auch nicht beeinflussen kann, aber für jedes Tier das gerettet wird, durch nicht essen, ist es eben wert vegan zu leben !
Es ist schon an Eurer Kommunikation etwas seltsam, also wenn sie sagt" Du verschmähst MEIN Essen" setzt sie Dich ja auch unter Druck, bzw sie interpretiert da etwas rein- auch wenn sie sagt, dass sie es blöd findet, wenn Du draußen auf der Terrasse sitzt und Dein Essen mit Kala Namak ist und die Kinder würden es sehen... Da interpretiert sie auch wieder etwas rein, vielleicht ist ihr das aber gar nicht so bewusst.
Vielleicht denkt sie dann:" Wenn er ( und irgendwann dann die Kinder) mein Essen verschmäht, dann liebt er mich nicht mehr !

Gibt es denn außer dem Kochen noch andere Gebiete , wo ihr verschiedene Interessen habt und es sie nicht stört? Vielleicht könntest Du ihr anhand dieser verschiedenen Interessen mal erläutern, dass sie
da doch auch keine Angst hat, dass du sie deswegen nicht liebst ?

Vielleicht könntest Du mal von Marshall Rosenberg ein Buch über Gewaltfreie Kommunikation lesen, da kommen solche Gespräche auch vor.

So das war ziemlich lange, ich hoffe, dass es auch verständlich ist.

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18.03.2019
Der Geruch stört nur sie. Sie Kinder riechen das gar nicht. Dazu muss ich aber sagen, dass sie wirklich viel besser riecht als andere. Wenn eine Katze ins Klo gekackt hat riecht sie das z.b. sofort, während ich das gar nicht rieche. Dass Katzenklo steht aber in einem anderen Raum.

Ich kann das schon glaube dass sie es riecht wenn ich das vor ihr esse. Aber das sie es riechen würde wenn ich die geschlossene Packung in mehrere Tüten packen würde und sie es danach trotzdem nicht mehr in der Küche oder im Keller aushalten könnte, kaufe ich ihr nicht ab. Ich glaube es geht ihr nur ums Prinzip.


"Kala namak ist vegan. Ich hasse vegan. Also weg damit."

Ich glaube nicht, dass sie das mit dem Essen mit Liebe gleichsetzt. Ich habe es ihr auch 1000 Mal erklärt, dass es nicht persönlich gegen sie ist wenn ich das Essen nicht esse. Ich verweigere ja nicht will ich sie ärgern will sondern aus ethischen Gründen.


Sie versteht das aber irgendwie nicht. Das ist echt der Hammer. Ich fühle mich beim argumentieren als ob ich einen Kind verzweifelt beibringen will das 1 und 1 zwei ist und das Kind aber vehement behauptet, dass es 3 ist... Wisst ihr was ich meine?

Unsere sonstigen Interessen gehen oft auseinander. Wir haben eher wenig gemeinsam.


Meine Argumentation ist übrigens immer ruhig, sachlich und nicht emotional. Das Buch sollte meine Frau Mal lesen. Sie ist nämlich sehr emotional, aggressiv und manchmal schon cholerisch. Und das leider sehr schnell...
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18.03.2019
Hallo Metta,

Zitat METTA:Wegen der Tiere beim Ernten, das ist ein Faktor , den sie auch nicht beeinflussen kann, aber für jedes Tier das gerettet wird, durch nicht essen, ist es eben wert vegan zu leben !

Nicht nur das:
Ein Kilogramm Rindfleisch benötigt ca. 16 kg pflanzliche Futtermittel.
Diese müssen ja auch noch geerntet werden..

Also nicht nur, dass man ein Rind tötet, um fleisch zu bekommen, man braucht auch ca. 15x mehr pflanzliche Futtermittel als würde man die Pflanzen direkt essen und tötet 15x mehr Rehe bei der ernte dieser Futtermittel..

Auch wenn Rinder ein Extrembeispiel sind:
Es gibt keine tierischen Produkte mit negativer Futterbilanz - jedes tierische Lebensmittel (Milch, Eier, v.a. Fleisch) benötige ein Vielfaches mehr an pflanzlichen Futtermitteln wie es letztendlich an Ertrag bringt.

Insekten sind hier keine Ausnahme, jedoch beträgt der Faktor hier "nur" noch 1.x anstatt ein Vielfaches..


Hallo Habanero,

wir haben unser Kala Namak in einem luftdicht verschlosenen Eimachglas, da riecht man nix.
Deiner Frau wird es wohl aber weniger um den rationalen Geruch, als um irrationale "Prinzipien" gehen.
Es deutet alles mächtig in Richtung Kontrollzwang, evtl. solltet ihr ,auch individuelle, psychologische Hilfe in Betracht ziehen?


Im Allgemeinen scheint es bei dir eine sehr schwierige Situation zu sein, aber nur du allein kannst entscheiden wie viel Respektlosigkeit du letztendlich zu erdulden bereit bist.

Wenn es dir, wie man gelegentlich herauslesen kann, hauptsächlich um die Kinder geht, dann kann ich dir aus Erfahrung als Scheidungskind sagen:
Es tut dem Geistes-wohl der Kinder ganz und gar nicht gut, wenn die Eltern zerstritten sind und sich gehärtete Fronten etabliert haben..

Liebe Grüße,
Falk
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18.03.2019
Ja, bezüglich der Rehe hab ich ihr auch gesagt, dass der Großteil der Ernte als Tierfutter endet. Außerdem mangelt es am Vorsatz. Esse ich Fleisch, unterstütze ich vorsätzliches töten. Esse ich Getreide, unterstütze ich den Bauern der erntet. Wenn dabei ein Reh stirbt passiert das nicht aus Vorsatz.

Zählt nicht als Argument den es macht für sie keinen Unterschied.

Und ja, ich tippe auch schwer auf Kontrollzwang. Es sind einfach so viele unlogische Sachen dabei die "nur ums Prinzip" gehen. Da steckt keine nachvollziehbare Logik dahinter...

Ewig werde ich das auch mit Sicherheit nicht mitmachen. Ich bin ja erst seit 1,5 Monaten vegan und wir sind ja auch schon bei einer Eheberatung (die allerdings echt schleppend geht). Sollte sich in den nächsten Monaten aber keine Besserung ergeben, werde ich Konsequenzen daraus ziehen.

Wenn Kinder an Bord sind versucht man ein sinkendes Schiff eben manchmal länger zu stopfen als einem gut tut.
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