Arbeitsbedingungen der Menschen, die vegane Produkte herstellen

Erstellt 17.05.2017, von Gerd. Kategorie: Allgemein vegan. 17 Antworten.

17.05.2017
@ pummelchen - ich fühlte mich nicht angegriffen, sondern ich habe den schlicht nicht verstanden.
Meine Lebensweise ist aber auch ökonomisch und ökologisch begründet und zudem habe ich die spinnerte Idee, das wir Menschen uns evolutionär weiter entwickeln und eine fleisch/fischfreie Ernährung unser Überleben sichert ;) Und jetzt darf ich doch nicht, menno
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17.05.2017
Die Antwort auf die Frage ist eigentlich ganz einfach: manche interessiert es, und manche nicht.


Ob "die" Veganer jetzt im Vergleich zu "den" Nichtveganern häufiger Bio, fair, saisonal und regional und auf Nachhaltigkeit bedacht kaufen: keine Ahnung. Überraschen würde es mich aber nicht (mit bösem Blick auf z.B. die Lidl-Pizzen würde ich aber auch "die" Veganer nicht grundsätzlich von einer "wir sparen gern beim Lebensmittelkauf"-Mentalität freisprechen wollen)
2x bearbeitet

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18.05.2017
@ Sunjo - richtig, denn auch die Gruppe der Veganer/Vegetarier ist bunt :D
Dennoch würde ich einfach mal behaupten, das hier mehr empathisch veranlagte Menschen zu finden sind, als bei omnivor lebenden Menschen.

Und warum böser Blick auf die Lidl-Pizzen - hast du keine mehr ab bekommen ? :lol:
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18.05.2017
Zitat Hinterfrager:Und warum böser Blick auf die Lidl-Pizzen - hast du keine mehr ab bekommen ? :lol:

Le Trio Infernal:
Discounterware, Angebotsware, Lidl (wie jeder andere Discounter).

Vgl. https://www.vegpool.de/forum/vegan-gesundheit/biomarkt-oder-discounter-1.html

Prinzipiell: Jedes Lebensmittel hat relativ feste Produktionskosten.
Bei manchen zahlt diese der Verbraucher, bei anderen die Umwelt und bei wieder anderen die Arbeitssklaven der "Geiz ist Geil"-Gesellschaft ;)
Gerne auch eine Mischung aus allem (mehr Gewinn für das Unternehmen) :D

Grüße,
Falk
3x bearbeitet

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18.05.2017
Hallo Gerd,

sich über die Produktionsbedingungen zu informieren und nach Siegeln zu recherchieren, die einen gewissen Standard einhalten, zu regionalen Produkten zu greifen, etc. halte ich auch für wichtig.

Meiner Erfahrung nach machen sich viele Menschen, die aus ethischen/ökologischen Gründen gezielt zu veganen Produkten greifen, oft Gedanken um die Umwelt und die Produktionsprozesse. Greife ich im Supermarkt zu als vegan gekennzeichneten Produkten, sind die oft auch Bio. Mir ist aber auch klar, dass trotzdem viel Ausbeutung/Gewalt stattfindet.

Direkt für den menschlichen Verzehr produziertes Soja wird (größtenteils?) in Europa angepflanzt, für das Tierfuttersoja werden Landökosysteme weit weg zerstört, weil der Bedarf an Flächen sehr groß ist.

Frage ich Konsumentinnen/Konsumenten von Massentierhaltungsprodukten, ob sie die in der Haltung stattfindende Tierquälerei, die Angst und Schmerzen der zu Nutztieren degradierten fühlenden Individuen, die Fehlbetäubungen (das Erleben der Schlachtung), die Kastration ohne Betäubung, das jährliche, weitweite Töten von milliarden männlichen Küken die Bedürfnisse der Schweine, Hühner, Kühe... die Ressourcenverschwendung, die ökologischen Folgen, der Anteil am Klimawandel, die Ausbeutung und Zwangsenteignung von Bauern in anderen Ländern, denen die Fläche zum Anbau von Nutztierfutter genommen wird, die Folgen für nachfolgende Generationen interessiert, kristallisiert sich nicht selten raus, dass das Geschmackserlebnis in der Wahrnehmung mehr interessiert.

Alle haben Verantwortung, nicht nur Veganer/-innen.
1x bearbeitet

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18.05.2017
Das ist ja interessant, was sich so ergibt, wenn man eine einfache Frage stellt. Zu den Spekulationen über meine Motivation möchte ich Klarheit schaffen:

Ich habe kürzlich mit einem Veganer diskutiert, der nicht nur vegan lebt, sondern auch sozial und ökologisch engagiert ist. Ich achte ihn sehr und die Vermutung, dass ich mich mit meiner Frage irgendwie über Veganer erheben möchte ist falsch. Wir haben in unserer Diskussion festgestellt, dass in den Empfehlungen zur veganen Ernährung kaum Fairtrade- und Bioprodukte thematisiert werden. Das fanden wir erstaunlich. Deshalb habe ich hier diese Frage gestellt. Was dann abging, wundert mich.

Jemand, der sich Hinterfrager nennt, hinterfragt warum ich diese Frage stelle.


Mariposa nimmt sachlich Stellung und bestätigt die Haltung meines Diskussionspartners.


Pummelchen fühlt sich angegriffen und unterstellt mir offen schlechte Motive. Als "besorgter Bürger" veralbert, werde ich auf das Niveau von Pegida gestellt.


Ich klinke mich hier jetzt aus...


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18.05.2017
Ich finde deine Frage gut. Veganismus alleine garantiert ja keinen guten Umgang mit der Umwelt und Menschen. Da ist immer noch was optimierbar.

Je informierter man ist, desto besser klappt es. Allerdings habe ich einem anderen Forum gelesen, dass es manchmal nicht einfach ist, überhaupt Auskunft (auf ausführliche Produktanfragen) zu bekommen, so soll Lidl schon sinngemäß geantwortet haben, dass sie sehr viele Lieferanten haben, der Aufwand sehr groß wäre, etc..

Auch Unmengen Müll belasten die Umwelt.

Deine Frage habe ich so verstanden, dass jede/r schauen sollte, was unabhängig vom Veganismus noch für die Umwelt (zu denen auch Menschen gehören) getan werden kann.

Mir wäre es auch lieber, wenn die veganen Lidlpizzen teuerer wären und irgendwie hervorgehen würde, dass sie fair produziert wurden. Als Lidl 2016 über den Belag hat abstimmen lassen, wurde der zufällig vegan, sie haben dann die Rezeptur des Teiges angepasst, um die Pizza überhaupt vegan nennen zu können.

Vermutlich hatte Lidl damals nicht auf dem Schirm, dass sowas passiert, weshalb jetzt eine sehr günstige statt sehr hochwertige (bezogen auf die Produktionsbedingungen) Pizza dauerhaft im Sortiment ist. Die zweite Sorte lehnt sich daran wohl an, hätte ja auch eine 3 oder 4 Euro teuere Bio-Pizza sein können.
2x bearbeitet

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18.05.2017
Zitat Nefasu:
Zitat Hinterfrager:Und warum böser Blick auf die Lidl-Pizzen - hast du keine mehr ab bekommen ? :lol:

Le Trio Infernal:
Discounterware, Angebotsware, Lidl (wie jeder andere Discounter).

Vgl. https://www.vegpool.de/forum/vegan-gesundheit/biomarkt-oder-discounter-1.html

Prinzipiell: Jedes Lebensmittel hat relativ feste Produktionskosten.
Bei manchen zahlt diese der Verbraucher, bei anderen die Umwelt und bei wieder anderen die Arbeitssklaven der "Geiz ist Geil"-Gesellschaft ;)
Gerne auch eine Mischung aus allem (mehr Gewinn für das Unternehmen) :D

Grüße,
Falk


Danke für deine Aufklärung, meines eigentlich als Joke gedachten kleinen "Seitenhiebs".
Und auch im Bioladen kann man, auf Kosten der Umwelt produzierte Waren kaufen - Palmöl hatten wir schon aber das wird in der Lidlpizza vll. auch drin sein. ;)
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