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Gericht: Betrieb, der Kaninchen quälte, darf beim Namen genannt werden.

Erstellt 05.09.2023, von kilian. Kategorie: News & Aktuelles. 13 Antworten.

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Benutzerbild von tornibaer
vegan8 Postsmännlich80331 München Level 1
10.09.2023
Hallo Metta,

sehe ich etwas anders. Wenn man wegen Geld so etwas tut bzw. so wird, könnte man ja auch Verständnis für jeweilige Morde unter Menschen aufbringen, wo auch u.a. auch Armut/Geldnot eine Rolle spielt.


Wer solche Arbeiten tagtäglich ausübt und Frust oder was auch immer in brutalster Weise an den Tieren auslebt, ist in meinen Augen ein herzloser Killer. Das ist meine persönliche Meinung!


Aus der Not heraus einem Lebewesen, sei es ein Mensch oder Tier, etwas schreckliches anzutun, darf einfach nicht sein. Wir leben nämlich in einer Zeit, wo Nahrung im Grunde in Überfluss vorhanden wäre und dass auch ohne tierischer Herkunft.


Und dementsprechend geht es nur um Ausbeutung und das führt zu Geld, Geld, Geld und nochmals Geld.

Benutzerbild von Vegbudsd
vegan2.997 Postsmännlich35708 HaigerLevel 3Supporter
10.09.2023
Die Geldmaschinerie steht vor jedem Gesetz und daran wird niemand was ändern können. Geld regiert die Welt.


Tier- und anderes Leben zu respektieren ist auch eine Sache der Erziehung, die nicht in jeder Familie gleichermaßen stattfindet. Da sitzt man sehr schnell als "Erleuchtete" auf einem hohen Ross und deutet mit dem Finger auf andere.


Dass in solchen Situationen beinahe alle Menschen in eine Verrohung hineingehen, scheint ein psychologisches Phänomen zu sein, das auch in anderen Zusammenhängen als der Tierleidproduktion wie bei Militärausbildung - Einsätzen, oder (Folter-) Gefängnissen, Internaten, Kinderheimen immer wieder zu beobachten ist, von dem sich niemand so ohne weiteres freisprechen kann. Das hat viel mit Machtstrukturen zu tun, aber da bin ich - außer in Bezug auf meine eigenen Erfahrungen im Internat und diversen Kinderheimen - kein Experte.

Deshalb ist es ja auch so wichtig, die Verbraucherseite zuallererst mitzunehmen. Denn letztlich lässt sich mit dieser Verrohung nur Geld verdienen, wenn wir ach so lieben und aufgeklärten Verbraucher die Sachen, die auf diese Weise hergestellt werden, auch konsumieren. Auch deshalb wurde die Fleischkennzeichnung von den Lobbyverbanden auch so bekämpft - sollten sich doch gefälligst die aufgeklärten Verbraucher selbst informieren, wie die Produkte gemacht werden, war ihr Credo - wohl wissend, dass gerade dies wo immer es geht verhindert wird.

Da hilft auch kein Schimpfen auf die Politik - denn solange die bei echtem Einsatz für Tiere und gegen diese Tierleidindustrie massiv durch Wählerschwund bestraft wird (siehe Veggieday), so lange wird es da auch sichtbar kaum viele Erfolge geben. Was aber nicht heißt, dass gar nichts versucht wird - siehe das Gesetz um die an Kinder gerichtete Reklame für ungesunde Lebensmittel, was letztlich ein Tierschutzgesetz wird, ohne dass das Wort Tier auch nur ein einziges Mal fällt...

Deshalb ist es so wichtig, das Problem zu erkennen, zu benennen, aber vor allem die positiven Wirkmechanismen dagegen zu bedienen, weshalb ich Vegpool so ungemein wichtig finde! Alle positiven Aspekte der veganen Lebensweise werden hier behandelt und debattiert, auch aber die durchaus unbefriedigend gelösten, oder gar nicht so einfach lösbare. Das macht Vegpool auch so glaubwürdig.

Vor allem aber die wirksam machbaren und leicht erreichbaren Dinge, die vielen Menschen den Umstieg auf vegan erleichtern.


Dabei ist es vielleicht gar nicht sooo wichtig, ob ein veganes Kochbuch von einem rein vegan lebenden Prominenten herausgebracht wird. Wichtiger ist doch, dass diese Prominenten erkannt haben, dass die vegane Ernährung unschätzbare Vorteile bietet und sie mit ihrer Prominenz möglichst viele Menschen positiv beeinflussen können - auch wenn sie selbst noch nicht alles geschafft haben.

Gestern lief ein weiterer Amsterdam - Krimi zum Thema Fischereikriminalität und Betrug mit Nachhaltigkeitslabeln ( https://www.betterplace.org/de/organisations/29834-the-black-fish-deutschland-e-v) in dieser Branche mit Hannes Jaenicke.
Jaenicke als deutscher Ermittler in Amsterdam zu einem Festgenommenen Mann aus Surinam dem er einen Burger hinhielt:" Ich weiß zwar nicht, was Ihr zu Hause esst, aber das hier ist gesund - und vegan".

Damit werden Vebraucherinnen und Verbraucher möglicherweise viel eher positiv beeinflusst, als wenn in der Fußgängerzone mit Demos oder anderen Methoden auf die Tierleidindustrie hingewiesen wird. Ob Jaenicke dabei immer oder nur meistens vegan lebt, ist da nicht mehr der ganz große Aufreger für mich. Vielmehr freue ich mich, dass das Thema immer häufiger medial vorkommt, egal ob mit kritischer Betrachtung, wie bei "besser Essen" oder positiv wie in meinem Beispiel.

Die Geldmaschinerie steht vor jedem Gesetz und daran wird niemand was ändern können. Geld regiert die Welt.


Das stimmt wohl. Aber wir können mit unserem Konsumverhalten viel dagegen tun!

Benutzerbild von Libio
vegan1.337 PostsweiblichBERLINLevel 4
10.09.2023
Zitat METTA:
Hallo Tornibaer: wegen Deines ersten Satzes möchte ich widersprechen, denn:
Bei Tönnies hat man ja während der Covid 19 gesehen, wie die Mitarbeiter der Schlachthöfe wohnen müssen. Und wahrscheinlich werden sie auch während der - schlecht bezahlten- Arbeit unter Druck gesetzt, es sind ja oft Menschen aus Osteuropa , die dringend Geld für ihre Familien brauchen. Ich kann mir deshalb auch vorstellen, dass diese Menschen erst mit diesen schlechten Bedingungen so brutal werden und ihre Wut eben an den Tieren auslassen. Vielleicht behandeln sie zuhause ihre eigenen Tiere ganz anders.
Ansonsten stimme ich Dir schon zu !
Es ist wichtig, nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen, die in den Schlachthäusern etc. - arbeiten müssen ,dass es mehr pflanzliche Nahrung gibt !


Hier hat mal ein Gerichtsreporter recherchiert, was mit den Ärmsten der Armen, die wie Sklaven in Schlachthöfen dienen, geschieht.
Nach der Aufdeckung wurden Gesetze geändert, aber das heißt nicht, dass es denen jetzt irgendwie gut geht.


https://youtu.be/Cvz4vBnHPV4?si=uM0DErUPDUeWg1ka


Und in dem Link von Planet Wissen Haustier, Nutztier, Wildtier, den Vegbudsd am 05.09.23 gepostet hat, berichtet eine Tierärztin, wie sogar Tierärzte in ihrem Studium systematisch desensibilisiert werden, damit auch sie dem Tierleid gegenüber unempfindlich werden, und damit sie Nutztier und Haustiere unterschiedlich behandeln.
Meinem Eindruck nach hat sie sich deutlich gegen Tierausbeutung und gegen Fleischessen geäußert.


Aber wenn es sogar gelingt, Tierärzte in den Dienst der angezeigten Betriebe zu stellen, dann muss man sich doch nicht wundern, was mit den Seelen der allerärmsten Einwanderer aus Südosteuropa geschehen kann.


Ich verstehe, wie es passieren kann, dass kontrolliert wird und trotz grausamster Verhältnisse keine Auffälligkeiten festgestellt werden.
Gilt auch für Haustiehandel, der nur mit gefälschten Impfpässen funktioniert, auch da ist Tierärzten das Leid der Menschen und Tiere egal.
Es sind die gleichen Jahrhunderte lang erprobten Mechanismen, die abstumpfen lassen.


Aber so lange Nachfrage ist, bleibt es so, denke ich.
Aber einige Tierproduktionsbetriebe wurden ja schon geschlossen, ich glaube, viele Menschen - egal ob Verbraucher, Dozenten, Richter uvm - ändern ihre Einstellung.



3x bearbeitet

Benutzerbild von Salma
vegan2.503 PostsweiblichBerlinLevel 4
10.09.2023
Zitat tornibaer:
Hallo Metta,

sehe ich etwas anders. Wenn man wegen Geld so etwas tut bzw. so wird, könnte man ja auch Verständnis für jeweilige Morde unter Menschen aufbringen, wo auch u.a. auch Armut/Geldnot eine Rolle spielt.


Wer solche Arbeiten tagtäglich ausübt und Frust oder was auch immer in brutalster Weise an den Tieren auslebt, ist in meinen Augen ein herzloser Killer. Das ist meine persönliche Meinung!


Aus der Not heraus einem Lebewesen, sei es ein Mensch oder Tier, etwas schreckliches anzutun, darf einfach nicht sein. Wir leben nämlich in einer Zeit, wo Nahrung im Grunde in Überfluss vorhanden wäre und dass auch ohne tierischer Herkunft.


Und dementsprechend geht es nur um Ausbeutung und das führt zu Geld, Geld, Geld und nochmals Geld.


lies mal das bitte
https://taz.de/Ausbeutung-in-der-Fleischindustrie/!5791699/

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