Was haltet ihr von der V-Partei?

Erstellt 13.05.2017, von Berlinerin. Kategorie: Allgemein vegan. 61 Antworten.

17.05.2017
Zitat Nefasu:
Da ich Parteien und Politik im Allgemeinen auf ähnliche Weise wie Sekten und Religion sehe, ist mein Fazit, mich zukünftig lieber aus politischen (wie auch religiösen) Diskussionen im Forum rauszuhalten :thumbup:

Ach Nefasu, im Gegensatz zu Gott und der totalen Weltverschwörung sind Aussagen von Parteien doch gut vernünftig anzugreifen, soll ich denn hier jetzt die einzige unausstehliche bleiben? willst mich alleine lassen? Ich werfe auch ein paar Engelssmileys mit rein :angel:
Oder lass dich mal im Chat blicken :evil:
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18.05.2017
2016 habe ich mich ein wenig über die V Partei hoch 3 informiert, weil ich online auf einen Artikel gestoßen bin. Erstmal machte die auf mich einen guten Eindruck. Später bin ich dann auf den kritischen Artikel von Indyvegan (die ich vorher noch nicht kannte) gestoßen. Damals war auch noch jemand im Vorstand, der mit über 3000 Esoteriktelefonaten den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen hat. Ok, im System des Kapitalismus ist das vernünftig. Durch mein Verhältnis zur Esoterik war die Partei so für mich nicht wählbar.

Zudem waren dort Menschen mit Aufgaben betreut, die üble Dinge auf Facebook gepostet haben und Werbung für einen bekannten rechten Verlag machten.

Ich bekam noch mit, dass die Partei personelle Änderungen vornahm und auch eine Aktion "Menschenrechte statt rechte Menschen" auf die Seite packte.

Später las ich noch andere Artikel auf Indyvegan, auch Kritik (z.B. an Helmut Kaplan), die ich in der Schärfe nicht nachvollziehen kann, daher würde ich die V Partei hoch 3 auch nicht mehr aufgrund des Artikels komplett verteufeln.

Allerdings schrieb mich neulich jemand an,der kürzlich der Partei beigetreten ist und als ziemlich rechts rüberkam, darauf zu schließen, dass die Partei Menschen mit dieser Ausrichtung anzieht, wäre zu weit hergeholt, trotzdem bleibe ich nun auf vorsichtiger Distanz.

Bei einer anderen kleinen tierrechtlich orientierten Partei finde ich es ziemlich sympathisch, dass Überzeugungen im Vordergrund stehen und der Stimmenfang bewusst nicht geführt wird. Andererseits läuft es in der Politik nur mit Mehrheiten oder überhaupt mal einem relevanten Mitspracherecht. Zudem mache ich mir Gedanken darüber, ob es sich lohnt, eine Partei, die nich die 5% erreicht, zu wählen. Bei der EU Wahl (ohne diese Hürde) war das kein Thema.
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18.05.2017
Was sind das dann für rechte Dinge? Ich meine vegan/vegetarisch ist ja nicht so klassisch rechtes Gebiet?
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18.05.2017
Ich darf leider keine Links setzen und ohne Quellenangabe mag ich nicht zitieren (zum Umschreiben des Textes fehlt mir die Zeit). Nachgeprüft habe ich damals nur das mit dem Esoteriker (weil ich bei Facebook, Twitter auch nicht bin), der ist aber nicht mehr im Vorstand.

Je nach Suchmaschine findet man den Artikel per: v partei indyvegan

Ich rate aber dazu, den Artikel nicht überzubewerten. Die recherchieren aus der Anonymität raus, nehmen sich aber auch private Facebookaccounts von anderen vor. D.h. man weiß nicht, wer hinter Indyvegan steckt, sie wissen aber, wer die anderen sind. Finde ich bisschen unfair, auch zur Einschätzung, ob Indyvegan eine seriöse Quelle ist, welche Ziele sie wirklich verfolgen...
2x bearbeitet

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18.05.2017
Aber sie geben ja immer schöne Verweise, ich habe jetzt ungefähr 20 Tabs offen mit Internetseiten und sonstigem, ich wusste gar nicht, dass Vegan so ein Tummelplatz von rechtsgerichteten sein soll :wtf: Esos und Verschwörungstheoretiker kann ich mir noch gut vorstellen :rofl:
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18.05.2017
Ist jetzt bisschen off Topic, weil es eigentlich um die V Partei geht:

Tierschutz und Tierrechte überschneiden sich manchmal, im Wikipediaartikel Tierschutz_im_Nationalsozialismus steht z.B. folgendes:

Für die Nationalsozialisten war der Tierschutz ein willkommenes populäres Thema.


Populäre Themen greifen sie immer noch gerne auf. Ich hatte schon die Idee, so einen Mitgliedsantrag für eine Partei ausführlicher zu gestalten, diverses abzufragen und Ausschlusskriterien festzulegen. Da ist zwar nicht sichergestellt, dass alle ehrliche Angaben machen, jedoch würden die fest überzeugten Rassisten ausgesiebt werden.

Ich habe den Verdacht, dass rechts(extrem) und für Tierschutz/Tierrechte zu sein auch nur geht, wenn man den Dualismus vertritt, wonach Menschen außerhalb des Tierreiches sind, obwohl das Tiersein für diese Gewährung von Grundrechten eigentlich nicht ausschlaggebend ist, ist ja eher das bewusste Empfinden von Freude, Glück, Schmerz, Angst.

Auch wenn es Menschenrechte schon gibt, sind in möglichen Tierrechten nach meiner Aufassung Menschen (Säugetiere, Trockennasenaffen) ebenso inkludiert.

Um thematisch die Brücke zur V Partei zu schlagen: Vor der Bundestagswahl schaue ich mir die auch nochmal näher an. Dass es damals soviele umstrittene Menschen (Esoteriker, Menschen, die rechtes publizieren...) in den Vorstand geschafft haben, irritiert mich etwas. Man kennt sich doch bei so einer Parteigründung und weiß, wie die anderen etwa ticken.

Wenn jemand vor 20 Jahren in einer rechten Gruppierung war und sich jetzt glaubhaft davon distanziert, ist das für mich ok, wenn aber aktuelle Vorfälle die rechte Richtung belegen, mag ich das nicht ignorieren, ok - was damals aktuell war, ist jetzt schon wieder Vergangenheit.
2x bearbeitet

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18.05.2017
Aber ich meine wie passt das zusammen? Nazis und Naturschutz (also Schutz deutscher Natur) leuchtet mir ja noch ein, aber wenn man schon nicht alle Menschen gleichermaßen schützen will, aus rassischen Gründen, wie kann man dann ganz andere Spezies auf einmal schützen :crazy:
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19.05.2017
Ich bin verwundert und irritiert drüber, dass die Parteimitglieder des Öfteren in die rechte Ecke gerückt werden. Auf mich persönlich bezogen bin ich da auch verärgert und enttäuscht drüber. Jahrelang war ich bei Friedensdemos, Solidaritätskundgebungen für Flüchtlingen oder in den letzten Wochen bei Pulse of Europe aktiv, habe im Herbst 2015 für Flüchtlinge Klamotten gesammelt und muss mich jetzt von Personen, die mich gar nicht kennen, als "rechtsoffen" o. Ä. bezeichnen lassen. Auch die Mitglieder, die ich kennengelernt habe, kommen eher aus dem linken Spektrum, wir haben z. B. auch viele ehemalige Grüne und SPD-Mitglieder in unseren Reihen. Ebenso ist unser Programm weit von irgendwelchen rechten Tendenzen entfernt. Rechts angehauchte Mitglieder sind mir nicht bekannt - im Gegenteil, ich würde mich sofort aufs Schärfste distanzieren, würde ich solche Mitglieder kennenlernen.


Ich kann nur an alle appellieren, uns kennenzulernen, bevor Verurteilungen ausgesprochen werden. Lest gerne unser Programm und fragt uns Löcher in den Bauch.
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19.05.2017
Puh, ihr seid aber auch bisschen schwer zu googeln :lol: Im Wahlprogramm sehe ich jetzt auf die Schnelle nichts direkt besorgniserregendes, aber wenn ich eben die Privataussagen und Standpunkte der Vorstände nicht kenne, bin ich halt noch etwas vorsichtig, wo das ganze hingehen soll.
Was ich kritisch sehe an der Partei sind primär Aussagen auf dem Youtubekanal von David Ekwe-Ebobisse, aber er ist soweit ich sehe nicht mehr im Vorstand?
Darf ich das Loch in den Bauch fragen, was da passiert ist?

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19.05.2017
Was mich stutzig macht ist, dass nach Erscheinen des ersten Artikels für die personellen Änderungen zeitliche/persönliche Gründe angegeben wurden, statt sich mal klar von fragwürdigen Verbindungen, wie zu diesem Verlag, zu distanzieren. Kann aber auch Strategie sein, um der Partei nicht zu schaden.

Ok, insgesamt finde ich es eh schade, dass jetzt soviele Parteien mit ähnlichen tierrechtlichen Positionen gegründet werden und sich potenzielle Wähler/-innen so weiter verteilen, statt mal bei der Wahl einer Partei Kompromisse einzugehen und so dem Ziel, die 5% zu knacken, näher zu kommen.

Recherchiert man nach der Tierschutzpartei, landet man irgendwann bei "Universelles Leben", schätze es gibt auch keine perfekten Menschen, an denen nichts auszusetzen ist - und heutzutage kommt alles ans Licht.

Was dann kein Ausschlusskriterium ist, entscheidet jede/r selbst.
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